Cason Hohmann (r./hier im Spiel gegen die Bietigheim Steelers) und der EC Bad Nauheim absolvieren in den kommenden fünf Tagen drei Spiele. FOTO: CHUC
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Cason Hohmann (r./hier im Spiel gegen die Bietigheim Steelers) und der EC Bad Nauheim absolvieren in den kommenden fünf Tagen drei Spiele. FOTO: CHUC

Eishockey

EC Bad Nauheim vor Dresden-Duell: März-Erinnerungen und Trio-Ersatz

  • Erik Scharf
    vonErik Scharf
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Das Spiel gegen den ev Landshut am Freitag ist abgesagt, am Sonntag in Dresden soll gespielt werden. Das Duell mit den Eislöwen weckt Erinnerungen.

Nächste Zwangspause für den EC Bad Nauheim. Das für Freitagabend angesetzte Heimspiel des Eishockey-Zweitligisten gegen den EV Landshut ist am Donnerstag abgesagt worden. Die medizinische Abteilung des bislang ungeschlagenen Tabellenzweiten hat nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt in Folge von Covid-19-Verdachtsfällen vorsorglich für die komplette DEL2-Mannschaft des EVL häusliche Quarantäne angeordnet. "Die Ergebnisse der nachträglich durchgeführten PCR-Tests stehen noch aus", teilte der Verein mit. Das Nachholspiel ist derweil schon terminiert, am Dienstag, 8. Dezember, (19.30 Uhr) soll nun im Colonel-Knight-Stadion gespielt werden. 

Nach dem ausgefallenen Heimspiel gegen die Bayreuth Tigers am Freitag vor einer Woche aufgrund einer Coronavirus-Infektion im Tigers-Team ist es für die Roten Teufel bereits das zweite Spiel der noch jungen Saison, das nicht wie geplant über die Bühne gehen kann. Am Sonntag ist der EC – Stand jetzt – bei den Dresdner Eislöwen zu Gast, die heute in Kassel ran müssen. Für den EC folgt am Dienstag (19.30 Uhr) das Nachholspiel gegen Bayreuth. 

Will man es positiv sehen, wird sich am Spiel- und Trainingsrhythmus im Vergleich zu Vorwoche nichts ändern. Dabei hatten sich die EC-Cracks mit dem Derbysieg in Kassel im Rücken einiges vorgenommen. Der Start war gut, "vielversprechend", sagte Trainer Hannu Järvenpää sogar. Fünf Punkte aus den drei Spielen gegen die Top-Teams aus Bietigheim, Ravensburg und Kassel hat der Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim bereits gesammelt. Nun sollten ursprünglich drei Spiele in fünf Tagen folgen, das Programm könnte aber auf nur ein Spiel schrumpfen. Die Spiele von Bayreuth am Wochenende fallen beide aufgrund des Fortbestehens der Quarantänemaßnahmen aus, das Nachholspiel am Dienstag ist entsprechend fraglich.

Alle am Start:Bis auf die zwei länger ausfallenden Huba Sekesi und Marvin Ratmann kann Järvenpää aus dem Vollen schöpfen. "Hier und da gab es nach dem Kassel-Spiel ein paar Wehwechen, aber wir werden mit unverändertem Kader ins Wochenende gehen", sagt Matthias Baldys, sportlicher Leiter beim EC.

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Föli-Trio auf WM-Fahrt:Simon Gnyp, Julian Chrobot und Maximilian Glötzl stehen im Aufgebot der deutschen U20-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in Edmonton/Kanada (25. Dezember bis 5. Januar). Für die drei Förderlizenzspieler von DEL-Kooperationspartner Kölner Haie eine große Sache. "Wir freuen uns sehr für die Jungs", sagt Baldys, der die Nominierung als Auszeichnung für die gute Zusammenarbeit mit dem KEC sieht. "Da dürfen wir als EC auch ein bisschen stolz drauf sein", sagt er. Zumal das Turnier in Kanada ein riesiges Ereignis ist, schon jetzt wird auf dem kanadischen TV-Sender TSN hoch- und runteranalysiert. Bereits am 6. Dezember soll das Team von Bundestrainer Tobias Abstreiter in Füssen zusammenkommen, um genügend Vorlaufzeit für Testreihen und die Isolation nach der Ankunft in Kanada zu haben.

Dem EC fehlt das Trio damit nach derzeitigem Stand ab dem Derby gegen die Löwen Frankfurt am Nikolaustag für mindestens elf Spiele. "Wir müssen dann schauen, wie wir das kompensieren. Es gibt innerhalb des Kaders und des Systems Optionen, wir sind da nicht panisch", sagt Baldys, überhaupt sei es derzeit schwer, Prognosen über den Zeitraum von einer Woche hinaus zu treffen. Außerdem hofft man im EC-Lager im Dezember auf die Rückkehr von Sekesi und Ratmann.

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Dresdner Eislöwen - Vergangenheit ausgeblendet:Für einen Teil des EC-Teams wird die Fahrt über die A4 Erinnerungen an den 8. März wecken. Das zweite Pre-Playoff-Spiel der vergangenen Saison war gleichzeitig das letzte Spiel vor der langen Coronavirus-Pause. Die deftige 3:8-Niederlage besiegelte vor sieben Monaten das Saisonaus des EC, kurz darauf wurde die Spielzeit für beendet erklärt. Seither hat sich das EC-Gesicht aber so stark verändert, das Baldys sicher ist: "Das spielt keine Rolle mehr. Wir bereiten uns auf das Team vor, das uns am Sonntag gegenüberstehen wird", sagt Baldys, zumal die Historie mit den Eislöwen deutlich mehr zu bieten habe als nur diese Pre-Playoff-Serie. Für das nicht ganz so stark veränderte Team von Trainer Rico Rossi gab es bislang nur Siege nach Verlängerung, gegen Frankfurt (3:2) und Weißwasser (5:4). In Kaufbeuren (1:8) und Bietigheim (1:4) setzte es deutliche Niederlagen, in Crimmitschau gab es bei der 1:2-Pleite nach Verlängerung immerhin einen Punkt. Mit den Stürmern Petr Pohl und Timo Walther haben nur zwei Stützen die Eislöwen verlassen. Für Aufsehen sorgte die Nachricht, das Torwart Felix Proske seine Karriere verletzungsbedingt beendet - als gerade mal 24-Jähriger.

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