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Christof Kreutzer (l.), Cheftrainer des Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim, sieht seine Mannschaft in der Vorbereitung auf die DEL 2-Saison auf einem guten Weg.

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Vor Test-Doppelpack beim EC Bad Nauheim: Einer fällt aus, einer ist wieder fit

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Der EC Bad Nauheim testet am Freitagabend bei Ligakonkurrent Bayreuth Tigers, am Sonntag kommt der Herner EV in die Kurstadt. Trainer Christof Kreutzer sieht sein Team weiter als im Vorjahr.

Es kommt nicht häufig vor, dass die Spaziergänger im Bad Nauheimer Kurpark so sehr schwitzen, wie die Eishockeyspieler im Colonel-Knight-Stadion. Dass lag in dieser Woche aber nur an den hohen Temperaturen außerhalb des Eisstadions, nicht an der Faulheit der Zweitligaprofis des EC Bad Nauheim. Noch zwei Wochen bleiben bis zum Saisonstart in der DEL 2 gegen die Bietigheim Steelers (13. September/19.30 Uhr), zuvor stehen noch fünf Testspiele auf dem Programm. Heute Abend treten die Roten Teufel zum Rückspiel in Bayreuth (19.30 Uhr) an, am Sonntag kommt Oberliga-Kooperationspartner Herner EV (18.30 Uhr) nach Bad Nauheim, nach dem Treffen beim Turnier des HEV ebenfalls das zweite Duell in der Vorbereitung.

Weiter als im Vorjahr

Die erste Trainingswoche auf Bad Nauheimer Eis nutzte Cheftrainer Christof Kreutzer auch, um die Erkenntnisse aus dem vergangenen Testspiel-Wochenende aufzuarbeiten. "Gewisse Dinge müssen in der Vorbereitung einfach gemacht werden, da müssen auch die Jungs durch. Aber die Baustellen, die wir ausgemacht haben, müssen wir natürlich in die Einheiten aufnehmen", sagt Kreutzer. Wie schon in der Vorwoche bescheinigte er seiner Mannschaft eine gute Trainingsarbeit, vieles gehe in die richtige Richtung. "Insgesamt sind wir weiter als zur selben Zeit vor einem Jahr, obwohl wir viele neue Spieler haben, die aber insgesamt eine bessere Qualität mitbringen", sagt Kreutzer. So könne man schon zu einem frühen Zeitpunkt Optionen für die Offensive testen, im Training auch mal sechs gegen vier spielen lassen. Das sei in der vergangenen Saison erst in der Mitte der Spielzeit möglich gewesen.

Einziges Manko ist derzeit die Eisqualität, aber auch daraus macht Kreutzer einen Trainingseffekt: "Die ein oder andere Scheibe verspringt, aber das müssen wir annehmen. Man weiß nie, wie die Bedingungen am Spieltag sind."

Wiedersehen mit Nico Kolb

Auch beim Ligakonkurrenten in Bayreuth wird heute Abend in einem offenen Stadion gespielt. Am vergangenen Sonntag war es aber in erster Linie keine Frage der Eisqualität, sondern eine Frage des Willens. Für die EC-Spieler war die 1:2-Niederlage gegen die Tigers nicht nur das dritte Spiel innerhalb von 48 Stunden, sondern auch das Ende von zwei intensiven Trainingslagern. Die Anstrengungen machten sich vor allem im dritten Abschnitt bemerkbar, trotzdem brauchte Bayreuth bis zur 58. Minute und eine Extra-Einladung, um das Spiel zu gewinnen. "Ich hoffe, dass wir heute frischer sind", sagt Kreutzer. Huba Sekesi ist wieder fit, dafür wird Dani Bindels noch geschont. Der Förderlizenzspieler musste wegen Leistenproblemen kürzer treten, ließ sich diese Woche vom Physio des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt, Thomas Stubner, behandeln.

Etwas härter erwischte es die Mannschaft von Ex-EC-Trainer Petri Kujala. Gleich drei Tigers-Spieler nahmen nennenswerte Blessuren aus der Kurstadt mit. Ivan Kolozvary und Martin Davidek, die jeweils im dritten Drittel vom Puck im Gesicht getroffen wurden, gaben zwar Entwarnung, ihr Einsatz gegen den EC ist aber fraglich. Verteidiger Martin Heider laut Klubangaben "vorerst aus". Wieder dabei sind Ex-Teufel Nico Kolb, Markus Lillich und Kevin Kunz. Die Stürmer standen am vergangenen Wochenende bei DEL-Kooperationspartner Nürnber IceTigers auf dem Eis.

Junge Garde im Fokus

Am Sonntag gegen Herne soll, so ist der Plan, die junge Garde im Mittelpunkt stehen. Möglicherweise kommen mit Robin Palka und Colin Ugbekile weitere Förderlizenzspieler aus Köln dazu. Da deren DNL-Team aber zeitgleich seine Saisongeneralprobe gegen die Jungadler Mannheim bestreitet, wird kurzfristig abgeklärt, wer zur Verfügung steht. So lässt sich Kreutzer offen, auch mit lediglich drei Reihen anzutreten.

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