"Superhero Germany"

"Superhero Germany" - Ein Schwalheimer als Superheld in neuer ProSieben-Show

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Blut, Schweiß, Tränen und ein paar Promis. Das ist das Konzept der neuen ProSieben-Show "Superhero Germany". Am Samstagabend tritt ein Schwalheimer die Herausforderung an.

Veit Wodicka ist eine beeindruckende Erscheinung: Groß, muskulös, mit Tattoos und Piercings und zwei silbernen Eckzähnen. Auf den ersten Blick sieht man: Der Mann kennt sich aus in Sachen körperliche Fitness. Und genau deshalb macht er auch bei "Superhero Germany" mit, der neuen Show von ProSieben, dessen zweite Folge am Samstagabend zur Primetime um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird.

Bereits der zweite TV-Auftritt für den Schwalheimer Veit Wodicka

Wodicka ist bekannt dafür, dass er die (sportliche) Herausforderung auch im TV sucht. Bereits bei "Ninja Warrior Germany" hat der Hüne mitgemacht, auch wenn in der ersten Staffel bereits nach wenigen Sekunden Schluss war. Nun also die nächste Show, bei der neben Moderator Patrick "Coach" Esume, bekannt aus der Football-Berichterstattung im Format "ran NFL" auf ProSieben Maxx, vor allem die "Endgegner" von besonderem "Format" sind (siehe Kasten). Da musste er dementsprechend nicht lange überlegen, als der Sender ihn für das neue Format angefragt hatte. So ging es vor einigen Wochen für die Aufzeichnung der neuen Show nach Köln. Das Ziel des Senders aus München: "allen Alltagsathleten und Work-out-Heros die große Bühne bieten", wie es Senderchef Daniel Rosemann in einer Mitteilung ausdrückt – mit der entsprechenden Unterhaltung für die Zuschauer natürlich. Auch das hatte auch Wodicka fasziniert: "Da sieht man wirklich alles – vom Friseur bis zum Schreibtischhengst", erzählt er. Er selbst gehört zu den Menschen, die einen eher ungewöhnlichen Berufsweg haben: Der Diplom-Ingenieur im Maschinenbau hat Ende 2018 zum Lehrer für Berufsschulen umgesattelt, unterrichtet seitdem in Frankfurt. Seine andere große Leidenschaft ist der Sport. "Sport ist die Säule in meinem Leben", erklärt er. "Es ist mein Ausgleich." Entsprechend gut fiel auch der Sporttest in Köln im Vorfeld der Aufzeichnung aus.

Ich habe meinen Körper jetzt auf das wirklich nötigste an Muskeln reduziert, um Kraft zu haben, aber auch Ausdauer

Veit Wodicka

Dabei ist der heute 43-Jährige verhältnismäßig spät erst überhaupt zum Training gekommen. Eigentlich immer "nur" als Skate- und Snowboarder unterwegs, leckte er 2007 als Begleitung eines Kumpels im Fitnessstudio Blut, sieben Jahre später entdeckte er bei einem "Spartan Race" die populären Hindernisläufe für sich, mit denen er seit 2016 auch auf der internationalen Bühne unterwegs ist – bei 43 Rennen in einem Jahr. Auch wenn heute das Pensum niedriger ist, weil er sich auf bestimmte Events konzentriert, ist das Trainingspensum keineswegs gesunken: Neben Cardio-Training wird weiterhin im Studio und in der umgebauten Garage – dem "Veit-Club" – an Kraft und Ausdauer gearbeitet, auch wenn die Zeiten von enormer Muskelmasse mittlerweile vorbei sind. "Bei Ninja Warrior habe ich damals über 110 Kilogramm gewogen, das war einfach zu viel. Mittlerweile bin ich bei etwa 100 Kilo und dieses neue Format zielt nicht nur auf Schnelligkeit und Beweglichkeit ab, weshalb ich mir sehr viel davon erhoffe", erklärte er. "Ich habe meinen Körper jetzt auf das wirklich nötigste an Muskeln reduziert, um Kraft zu haben, aber auch Ausdauer." Und natürlich ist auch die Ernährung sportwissenschaftlich entsprechend angepasst.

Veit Wodicka ist als Mann vor dem VIP-Raum des EC Bad Nauheim bekannt

Der gebürtige "Frankfurter Bub" wohnt seit 2004 in Schwalheim. Durch über 16 Jahre als Türsteher ist er sowohl in Frankfurt und Umgebung – und mittlerweile auch in Bad Nauheim als Zuständiger für den Einlass am VIP-Raum des EC Bad Nauheim – bestens bekannt. Mit seiner Leidenschaft für den Sport hat er sich aber auch international schon einen Namen gemacht – einerseits als Teilnehmer von immer anstrengenderen Hindernisläufen, teilweise über mehr als 50 Kilometer, über Hunderte Höhenmeter oder über 24 Stunden am Stück, andererseits aber auch durch seine Posts bei Facebook und Instagram, mit der er mittlerweile beeindruckende Reichweiten erzielt. Auf die Frage, ob da nicht auch der Sport als Beruf infrage käme, sagt Wodicka: "Ich habe mir tatsächlich schon einmal überlegt, ein Studio aufzumachen, weil ich merke, dass die Leute auf mich abfahren. Eigentlich wollte ich nicht mehr in die Selbstständigkeit, aber wer weiß, was die Zukunft bringt. Ich bin auf jeden Fall offen dafür."

Ich habe mir tatsächlich schon einmal überlegt, ein Studio aufzumachen, weil ich merke, dass die Leute auf mich abfahren

Veit Wodicka

Übrigens: Die nächste TV-Herausforderung ist bereits in Vorbereitung. RTL plane derzeit die Produktion einer Sendung aus den USA, bei der Wodicka sich ebenfalls schon beworben hat, wie er erzählt. Vorher warten am 1. Juni aber noch die "Beast Games" in Würzburg: eine Herausforderung für Kraft, Ausdauer und mentale Stärke.

Info

"Superhero Germany" – so geht’s

Bei "Superhero Germany" treten pro Folge je acht Kandidaten eines Geschlechts im Eins-gegen-Eins nach K.o.-Modus gegeneinander an. Es gibt also pro Geschlecht je drei Spiele zu bewältigen, ehe im Finale die beiden Promis des jeweiligen Geschlechtes in je einem Spiel bezwungen werden müssen. Gelingt es, nur einen der bekannten Sportler zu schlagen, kommt es zum Stechen. Nur wer hier siegt, darf sich offiziell "Superhero Germany" nennen. Premiere hatte das zunächst auf vier Folgen ausgelegte Format am Ostersamstag, seitdem geht es im wöchentlichen Rhythmus weiter. Für die Herren warten als prominente Gegner Ex-Bundesligaprofi Tim Wiese, der sich zwischenzeitlich als Wrestler verdingte und dafür ordentlich Muskelmasse zugelegt hatte, sowie Ex-Football-Profi Björn Werner. Die Frauen bekommen es mit Speerwurfweltmeisterin Christina Obergföll und Sandra Bradley, der stärksten Frau Deutschlands, zu tun.

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