Eishockey

Sieben Köhler-Tore und drei Punkte gegen den Tabellenführer

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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In der Deutschen Nachwuchs-Liga 2 haben die Roten Teufel Bad Nauheim den Gast aus Weißwasser (bis dato 31 Siege, eine Overtime-Niederlage) ohne einen Punktgewinn in die Kabine geschickt.

Am Sonntag gewannen die Hessen mit 6:2 (0:2, 5:0, 1:0). Tags zuvor, im ersten Duell mit dem Tabellenführer, hatte das Team von Daniel Heinrizi noch zu viele Geschenke verteilt und mit 5:7 (1:3, 1:1, 3:3) verloren.

»Die Jungs waren ab dem zweiten Drittel bereit, den Preis für gewonnene Zweikämpfe zu zahlen. Es tut weh, als Erster an der Scheibe zu sein und Stockschläge zu bekommen. Aber es hat sich ausgezahlt. Je länger die Partie gedauert hat, desto klarer hat man den Frust bei den Gästen gesehen«, resümierte der Coach der Roten Teufel

Das Colonel-Knight-Stadion erlebte wahre Leon-Köhler-Festspiele. Am Samstag erzielte der 17-Jährige sämtliche fünf Treffer seiner Mannschaft; und dies auch noch ungemein kaltschnäuzig. Am Sonntag glich er mit seinen Treffern einen Zwei-Tore-Rückstand aus und brachte seine Mannschaft zurück ins Spiel. Man habe eben unbedingt gewinnen wollen, sagt der RT-Topscorer. »Wir haben uns mehr reingehängt, mehr gekämpft und gefightet als am Samstag.« Sein persönliches Konto hat er auf 44 Treffer und 35 Vorlagen (79 Punkte) ausgebaut. Damit liegt er ligaweit auf Rang drei der Scorerliste. »Für ihn freut’s mich besonders. Erstmals hat man ihn auch gegen einen solchen Gegner derart dominant gesehen«, sagt Heinrizi.

Zu Saisonbeginn waren die Teufel in beiden Vergleichen mit Weißwasser noch deutlich unterlegen (3:10, 2:5), im Dezember konnten die Jung-Füchse bereits zweimal in die Overtime gezwungen werden (5:6/0:1) und jetzt haben sich die Hessen die Chance auf den Einzug in die Relegation zur DNL bewahrt. Auf Rang zwei hat Bad Nauheim einen Zähler Vorsprung auf Chemnitz, das allerdings zwei Spiele weniger absolviert hat.

Am Samstag hatten es die Roten Teufel dem erfolgsverwöhnten Gast viel zu leicht gemacht. Haarsträubende individuelle Fehler und ein Gegentor bei eigener doppelter Überzahl führten zu einem 1:4 (21.)-Zwischenstand, der gegen die läuferisch, spielerisch und technisch doch klar überlegenen Jung-Füchse kaum aufzuholen schien. Bad Nauheim fand, dank der Treffer von Köhler, in einem durch viele Strafen sehr zerfahrenen zweiten Abschnitt, aber einen Weg die Partie spannend zu gestalten und selbst später, bei einem 3:6-Rückstand (55.), noch einmal offen zu gestalten. Ein Empty-Net-Tor brachte schließlich die Entscheidung.

Die Gäste waren auch beim Wiedersehen am Sonntag schneller im Spiel. Diesmal brachte ein Vierfachschlag binnen acht Minuten die Wende. Mit einem 5:2-Vorsprung wurden letztmals die Seiten gewechselt. Die Gäste waren fortan aber viel zu sehr mit sich selbst und den Unparteiischen beschäftigt, um den Sieg der Hausherren gefährden und die erste Null-Punkte-Niederlage abwenden zu können. - Tore für Bad Nauheim: Köhler (7), Schröer, Hirsch, Müller, Wächtershäuser.

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