Sensation beim Spitzenreiter

  • VonTim Hess
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Ausgerechnet beim Vizemeister Bietigheim Steelers beendete der EC Bad Nauheim am Freitagabend den Negativlauf der letzten Wochen. 4:2 (1:0, 2:1, 1:1) siegten die Roten Teufel in der EgeTrans Arena und beendeten die deprimierende Serie von zwölf DEL 2-Niederlagen hintereinander bei den Baden-Württembergern. Den Unterschied für den kämpferisch und taktisch überzeugenden Tabellenelften machten nach turbulenten Tagen in der Kurstadt die zuletzt kritisierten Nick Dineen (ein Tor/zwei Assists) und Juuso Rajala (zwei Vorlagen) sowie Jan Guryca als bärenstarker Rückhalt zwischen den Pfosten.

Ausgerechnet beim Vizemeister Bietigheim Steelers beendete der EC Bad Nauheim am Freitagabend den Negativlauf der letzten Wochen. 4:2 (1:0, 2:1, 1:1) siegten die Roten Teufel in der EgeTrans Arena und beendeten die deprimierende Serie von zwölf DEL 2-Niederlagen hintereinander bei den Baden-Württembergern. Den Unterschied für den kämpferisch und taktisch überzeugenden Tabellenelften machten nach turbulenten Tagen in der Kurstadt die zuletzt kritisierten Nick Dineen (ein Tor/zwei Assists) und Juuso Rajala (zwei Vorlagen) sowie Jan Guryca als bärenstarker Rückhalt zwischen den Pfosten.

Die Wetterauer verzichteten auf Torwart Mikko Rämö, der als überzähliger Kontingentspieler nicht im Aufgebot stand. Vitalij Aab und Marcel Pfänder fehlten verletzungsbedingt. Die geballte Offensivpower des Liga-Primus vom eigenen Tor fernhalten – im ersten Drittel ging der EC-Matchplan auf. Auch wenn sich die Chancen für die Steelers ab der zehnten Minute (Max Prommersberger und Robin Just) häuften, Guryca im Bad Nauheimer Kasten war aufmerksam und entschärfte die Versuche der Steelers, darunter die größte Gelegenheit für Topscorer Matt McKnight (12.). Als Bietigheims Adam Borzecki auf die Strafbank wanderte (14.), tauchte Dusan Frosch mutterseelenalleine vor Sinisa Martinovic auf, schob den Puck allerdings am Pfosten vorbei. Hinten stand die »Null« und plötzlich zappelte die Scheibe im Netz der Hausherren. Joel Johansson zog beherzt von der blauen Linie ab, das überraschende 0:1 (18.) war perfekt. Auch eine Unterzahl vor der Sirene überstanden die Gäste schadlos. Mit viel Druck kam die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet aus der Kabine. Gegen Benjamin Zientek wehrte Guryca noch, aber Dominic Auger war im Nachschuss zur Stelle – 1:1 (21.). Bad Nauheim blieb seiner taktischen Linie treu. In doppelter Überzahl passte Juuso Rajala auf Kapitän Nick Dineen (25) – und erneut führte der Außenseiter. Nachdem Guryca zweimal glänzend gegen Marcel Kahle pariert hatte (33.), eröffnete Johanssons Pass auf Rajala einen mustergültigen Konter, den Eugen Alanov eiskalt zum 1:3 verwertete (35.). Im Schlussabschnitt hielt erneut Guryca klasse gegen Prommersberger (42.), McKnight (43.) und Bastian Steingroß (44.). Immer größer wurde der EC-Glaube an die Sensation, immer leiser die Anfeuerungsrufe der grün-weißen Fans unter den 3069 Zuschauern. Eugen Alanov (53.) verpasste die Vorentscheidung, aber die Truppe von Coach Petri Kujala blieb diszipliniert – auch nach dem 2:3-Anschluss von Borzecki (58.). Dusan Froschs Empty-net-Goal (59.) zementierte den unerwarteten und von den Nauheimer Anhängern frenetisch gefeierten Auswärtscoup. Bietigheim: Martinovic – Borzecki, Prommersberger, Auger, Brown, Steingroß – Sommerfeld, Wrigley, McKnight, Lukes, Just, Alt, Zientek, Schoofs, Kahle. Bad Nauheim: Guryca – Kranjc, Gerstung, Götz, Johansson, Ketter, Kohl – Pauli, Dineen, Frosch, Alanov, Rajala, Krestan, Hofland, Meisinger, Lange, Lascheit, Pauker. Tore: 0:1 (18.) Johansson (Dineen, Frosch), 1:1 (21.) Auger (Borzecki, Zientek), 1:2 (25.) Dineen (Rajala, Johansson – 5-3), 1:3 (35.) Alanov (Rajala, Johansson), 2:3 (58.) Borzecki (Brown, Wrigley), 2:4 (59.) Frosch (Pauli, Dineen). – SR: Hascher. – Strafen: Bietigheim 6, Bad Nauheim 6. – Zuschauer: 3069.

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