Sechs-Punkte-Wochenende

  • Michael Nickolaus
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Radek Krestan, der dreifache Torschütze, tanzte mit Dusan Frosch und Eugen Alanov über das Eis, in der Kurve wurde dem Neuzugang Charlie Sarault mit einer kanadischen Flagge die Sympathie ausgedrückt und lautstarke Sprechgesänge verkündeten, dass der ECN wieder da sei. Mit einem 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)-Erfolg gegen die Starbulls Rosenheim veredelten die Roten Teufel den Überraschungserfolg in Bietigheim am Freitag zu einem Sechs-Punkte-Wochenende und weckten die Hoffnung, in der Deutschen Eishockey-Liga 2 vielleicht ja tatsächlich die Wende zum Positiven eingeleitet zu haben. Am Sonntagabend zumindest präsentierte sich die Mannschaft von Petri Kujala den 1955 Zuschauern nämlich so, wie es die Fans am liebsten sehen. Kampf, Leidenschaft, Lauffreude, taktische Disziplin - die Gastgeber zeigten all das, was sie zuletzt hatten vermissen lassen.

Radek Krestan, der dreifache Torschütze, tanzte mit Dusan Frosch und Eugen Alanov über das Eis, in der Kurve wurde dem Neuzugang Charlie Sarault mit einer kanadischen Flagge die Sympathie ausgedrückt und lautstarke Sprechgesänge verkündeten, dass der ECN wieder da sei. Mit einem 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)-Erfolg gegen die Starbulls Rosenheim veredelten die Roten Teufel den Überraschungserfolg in Bietigheim am Freitag zu einem Sechs-Punkte-Wochenende und weckten die Hoffnung, in der Deutschen Eishockey-Liga 2 vielleicht ja tatsächlich die Wende zum Positiven eingeleitet zu haben. Am Sonntagabend zumindest präsentierte sich die Mannschaft von Petri Kujala den 1955 Zuschauern nämlich so, wie es die Fans am liebsten sehen. Kampf, Leidenschaft, Lauffreude, taktische Disziplin - die Gastgeber zeigten all das, was sie zuletzt hatten vermissen lassen.

»Man sieht, was Selbstvertrauen ausmacht. Die Mannschaft hat von Beginn an Druck gemacht, hätte allerdings auch mehr daraus machen müssen. Ein 2:0 - das ist gefährlich«, sagte Kujala, während Franz Steer mit dem Spiel einer Mannschaft nicht zufrieden sein konnte. »Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, haben nicht in die Zweikämpfe gefunden und standen zu weit weg vom Gegner. Für uns war’s mit Blick auf Rang zehn ein Schlüsselspiel«, haderte der Starbulls-Coach. Selten in dieser Saison hatte ich eine Gäste-Mannschaft in der Wetterau im Spiel nach vorne derart harmlos präsentiert. Die Augen der Fans waren in dieser Linie auf Charlie Sarault gerichtet. Der Neuzugang hinterließ einen positiven Eindruck, war auch gleich an zwei der vier Treffer beteiligt. »Ich bin sehr zufrieden. Charlie hat sich als genau der Spieler präsentiert, den wir gesucht und erwartet haben«, sagte Kujala. Matchwinner war Sarault-Nebenmann Krestan. Neben dem dreifachen Torschützen traf auch Nick Dineen. Draußen blieben diesmal Ales Kranjc, dessen linkes Auge in allen Farben schillert, nachdem er am Freitag vom Puck im Gesicht getroffen worden war, und Juuso Rajala. Die Roten Teufel standen von Beginn an auf dem Gaspedel; sicherlich beflügelt vom Freitag-Erfolg in Bietigheim. Sarault hätte beinahe schon seine erste Eiszeit zum Treffer genutzt, auch Frosch, Alanov und Götz scheiterten an Timo Herden im Tor der Oberbayern, die die ersten beiden Duelle mit Bad Nauheim hatten gewinnen können. Nach vorne ging bei den Gästen, die mit nur drei Kontingentspielern angetreten waren, im Grunde genommen über 30 Minuten lang gar nichts und anschließend über Tyler Scofield, der sich nach einem ungeahndeten hohen Stock hatte nähen lassen müssen, und Tyler McNeely nur unwesentlich mehr. Im Nachschuss erzielte Krestan die Führung (15.), beim zweiten Treffer hatte er die Kelle in einen Sarault-Schuss gehalten (25.), und als Stephan Kronthaler die Einladung zum Anschlusstreffer anfangs des Schlussabschnitts nicht hatte annehmen wollen (42.), war zu erkennen, das Bad Nauheim mit seiner Spielweise auch das Scheibenglück auf seine Seite gebracht hatte. Dineen erhöhte wenig später auf 3:0 (50.). Und dass Maxi Vollmayer einen der diesmal wenigen Abwehrpatzer zum Anschluss nutzte (56.), konnte einzig die Statistik von Mikko Rämö trüben. EC Bad Nauheim: Rämö - Gerstung, Johansson, Götz, Erk, Ketter, Kohl - Frosch, Dineen, Pauli, Alanov, Sarault, Krestan, Lange, Meisinger, Hofland, Pauker, Lascheit. Starbulls Rosenheim: Herden - Lindlbauer, Nowak, Burt, Vollmayer, Kronthaler, Gottwald, Veisert - Scofield, McNeely, Lewis, Edfelder, Claasen, Daxlberger, Wenzel, Heidenreich, Tausch, Reichel. Steno: Tore: 1:0 (16.) Krestan (Pauli, Johansson - 5-4), 2:0 (25.) Krestan (Alanov, Sarault), 3:0 (31.) Dineen (Frosch, Pauli), 3:1 (56.) Vollmayer (McNeely, Scofield), 4:1 860.) Krestan (Johansson, Sarault - 5-4). - Schiedrichter: Elvis Melia. - Strafminuten: Bad Nauheim 6, Rosenheim 6. - Zuschauer: 1955.

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