EC Bad Nauheim

Schwarzer Dienstag in Bayreuth: EC verliert Fehlerfestival und zwei Verteidiger

  • Erik Scharf
    vonErik Scharf
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Der EC Bad Nauheim hat bei Schlusslicht Bayreuth Tigers mit 4:6 verloren. Nach einem Blitzstart überboten sich beide Mannschaften mit Geschenken. Zudem verschärft sich die personelle Situation.

Deckel auf die Kiste und tief verbuddeln! Der EC Bad Nauheim hat das Fehlerfestival bei Schlusslicht Bayreuth Tigers mit 4:6 (1:1;3:3;0:2) verloren. Vor der Bayreuther Minuskulisse von 1139 Zuschauern verletzten sich zudem zwei EC-Verteidiger. Ein Dienstagabend zum Vergessen.

Dabei gelang den Roten Teufeln, die ohne Leon Niederberger (stand auch in Düsseldorf nicht im Kader), dafür mit Dusan Frosch, der nach zweiwöchiger Verletzungspause zurückkehrte, spielten, ein Blitzstart. Schon nach 21 Sekunden brachte Cody Sylvester sein Team mit freundlicher Unterstützung der Gastgeber in Führung. Völlig ungestört lief der Topscorer der Roten Teufel von der blauen Linie auf das Bayreuther Tor zu und versenkte die Scheibe zum 1:0. Der starke Start sorgte bei den Roten Teufeln aber nicht für Sicherheit, vielmehr flipperte der Puck nach fahrlässigen Aktionen teilweise wild vor dem eigenen Tor herum.

Bick patzt

Bayreuth schlug daraus aber kein Kapital und der EC agierte in der Folge wieder souveräner – bis ausgerechnet Felix Bick, der sonst so sichere Rückhalt des EC, patzte. In der 13. Minute rutschte dem Nauheimer Torwart ein Schuss von Anthony Luciani an der Fanghand vorbei.

Der zweite Durchgang begann für den EC mit einem Schock: Nicklas Mannes verlor die Scheibe leichtsinnig an Luciani, bei der Verfolgung krachte er unglücklich in die Bande und musste vom Eis. EC-Coach Petri Kujala reagierte und zog Meland in die Abwehr zurück. Danach überhäuften sich beide Teams mit Einladungen zum Toreschießen. Zwei leichtfertige Puckverluste des EC vor dem eigenen Tor bestraften Fyodor Kolupaylo (31.) und Sergej Stas (33.). Noureddine Bettahar verkürzte zwar zwei Minuten später auf 2:3, doch Eric Chouinard stellte wiederum nur 70 Sekunden später den alten Abstand wieder her. Innerhalb von 85 Sekunden glichen Eric Meland (38.), dem die Scheibe aus dem Gewühl vor die Kelle sprang, und Dennis Reimer (39.), der einen Abpraller hinter dem Tor aufnahm und verwerte, aus.

Nach Mannes fällt auch Stiefenhofer aus

Mit Daniel Stiefenhofer fiel zum Schlussabschnitt ein weiterer Verteidiger aus. Kujala stellte unkonventionell um, löste die vierte Sturmreihe auf und beorderte Sylvester in die Abwehr. Ausgerechnet jener Sylvester verlor direkt vor dem eigenen Tor einen Zweikampf mit Chouinard, der Bick mit der Rückhand zum 4:5 aus Nauheimer Sicht überwand (46.). Die Entscheidung besorgte Stas, nach dem Kapitän Daniel Ketter an der Bande den Puck verlor.

Ob Mannes und Stiefenhofer am Freitag gegen die Lausitzer Füchse (19.30 Uhr) auflaufen können, ist fraglich. Die Füchse haben nach einem Sieg gegen Frankfurt nur noch sechs Punkte Rückstand auf Bad Nauheim.

Bayreuth: Vosvrda – Pavlou, Linden, Neher, Potac, Müller, Mayer, Gerstung – Chouinard, Stas, Luciani, Kolupaylo, Geigenmüller, Ontl, S. Busch, V. Busch, Gläser, Gams.

Bad Nauheim: Bick – Stiefenhofer, Slaton, Ketter, Erk, Mannes, – Meland, Sylvester, Reimer, Krestan, McNamee, Livingston, Lange, Frosch, Meisinger, Pauli ,Bettahar, Kolb.

Tore: 0:1 Sylvester (1./Slaton) 1:1 Luciani (13./Chouinard) 2:1 Kolupaylo (31./S. Busch, V. Busch) 3:1 Stas (34./Chouinard, Luciani) 3:2 Bettahar (35./Meland, Meisinger) 4:2 Chouinard (36./Linden) 4:3 Meland (38./Krestan, McNamee) 4:4 Reimer (39./Frosch, Pauli) 5:4 Chouinard (47./Luciani, Kolupaylo) 6:4 Stas (52./Luciani, Chouinard )

Strafminuten: Bayreuth 4, Bad Nauheim 0 

Zuschauer: 1139

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