Sarault erlöst Rote Teufel

  • VonTim Hess
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Direkt vor den eigenen Fans in der Südkurve war Charlie Sarault mitten in der Jubeltraube verschwunden. 45 Sekunden vor Schluss erzielte der Kanadier den frenetisch umjubelten 2:1 (1:1, 0:0, 1:0)-Last-Minute-Siegtreffer für den EC Bad Nauheim im wichtigen Heimspiel gegen Aufsteiger EHC Bayreuth. Mit dem Erfolg in einem weiteren sogenannten »Sechs-Punkte-Spiel« setzten die Roten Teufel ihre Aufholjagd im Rennen um die Pre-Playoff-Plätze in der DEL2 fort. »Wir haben viel Geduld bewiesen, hart gearbeitet und sind am Ende belohnt worden«, freute sich EC-Coach Petri Kujala. Mit 1957 Zuschauern wurde am Freitagabend die 2000er-Marke knapp verpasst.

Direkt vor den eigenen Fans in der Südkurve war Charlie Sarault mitten in der Jubeltraube verschwunden. 45 Sekunden vor Schluss erzielte der Kanadier den frenetisch umjubelten 2:1 (1:1, 0:0, 1:0)-Last-Minute-Siegtreffer für den EC Bad Nauheim im wichtigen Heimspiel gegen Aufsteiger EHC Bayreuth. Mit dem Erfolg in einem weiteren sogenannten »Sechs-Punkte-Spiel« setzten die Roten Teufel ihre Aufholjagd im Rennen um die Pre-Playoff-Plätze in der DEL2 fort. »Wir haben viel Geduld bewiesen, hart gearbeitet und sind am Ende belohnt worden«, freute sich EC-Coach Petri Kujala. Mit 1957 Zuschauern wurde am Freitagabend die 2000er-Marke knapp verpasst.

»Tigers holen Star-Stürmer«, titelte am Mittwoch der »Nordbayerische Kurier« zur Verpflichtung Nathan Robinsons, dem dreimaligen Deutschen Meister, der gestern im Colonel-Knight-Stadion sein Debüt im schwarz-gelben Dress feierte. »Einen echten NHL-Spieler gab es beim EHC Bayreuth noch nie«, sagte Trainer Sergej Waßmiller – und schickte als überzähligen Kontingentspieler den tschechischen Stammkeeper Tomas Vosvrada auf die Tribüne.

Bei den Gästen fehlten neben Andreas Geigenmüller (Daumenfraktur), der grippekranke Martin Heider und Nachwuchstalent Valentin Busch, der bei Kooperationspartner Nürnberg Ice Tigers zum Einsatz kam. EC-Coach Petri Kujala musste nach wie vor ohne die Verletzten Andreas Pauli, Vitalij Aab und Marcel Pfänder auskommen. Mikko Rämö rückte wieder zwischen die Pfosten, für Ales Kranjc blieb als fünfter ausländischer Profi kein Platz im Aufgebot des EC Bad Nauheim.

Eine Strafzeit, ein Torschuss, ein genialer Pass, wenig gewonnene Zweikämpfe. Robinsons Arbeitsnachweis im ersten Drittel zeigte, dass der 35-Jährige noch Eingewöhnungszeit braucht. Bad Nauheim startete schwungvoll in die Partie. Eine doppelte Überzahl nutzten die Kurstädter zum 1:0 durch »Goldhelm« Radek Krestan (8.). Die defensivstarken Gäste bewiesen dann gnadenlose Effektivität: Michal Bartoschs ersten Schuss auf den Kasten von Rämö verwertete Marcus Marsall im Nachschuss zum Ausgleich.

Im zweiten Durchgang erhöhte der EC den Druck auf das Gehäuse von Backup Johannes Wiedemann. Aber das Bayreuther Bollwerk hielt stand, auch in drei Überzahlsituationen. Weder Dusan Frosch, Charlie Sarault, Dominik Meisinger noch Krestan brachten den Puck an der Nummer 39 im EHC-Kasten vorbei. Kurz vor Drittelende überstanden die Roten Teufel eine Strafzeit gegen Radek Krestan, so dass mit dem 1:1-Remis in die zweite Pause ging.

Als sich plötzlich Tigers-Stürmer Ivan Kolozvary auf dem Eis krümmte, musste Nick Dineen in die »Kühlbox«. Die beste Gelegenheit bot sich dennoch den Hausherren, Saraults Break wurde allerdings von Wiedemann entschärft. Kurz nach Ablauf einer eigenen Überzahl krachte Joel Johanssons Blueliner an den Pfosten und ein weiteres Powerplay (Foul Jozef Potac an Meisinger/53.) konnte Kujalas Team nicht einen Treffer ummünzen. Bis Sarault die Nauheimer erlöste .

EC Bad Nauheim: Rämö – Johansson, Gerstung, Götz, Kohl, Ketter, Mannes – Meisinger, Dineen, Frosch, Alanov, Sarault, Krestan, Hofland, Slaton, Lange, Lascheit, Pauker.

EHC Bayreuth: Wiedemann – Neher, Linden, Potac, Mayer, Kasten, Pavlu – Robinson, Wohlberg, Stas, Kuchejda, Kolozvary, Bartosch, Rypar, Sebastian Busch, Marsall, Kuhn, Fröhlich. – Steno: Tore: 1:0 (8.) Krestan (Johansson, Sarrault – 5-3), 1:1 (10.) Marsall (Busch, Bartosch), 2:1 (60.) Sarault (Alanov, Götz). – SR: Stefan Vogl. – Strafen: Bad Nauheim 8, Bayreuth 14. – Zuschauer: 1957.

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