EC Bad Nauheim

Was die Roten Teufel zum Playoff-Start verändern

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Heute startet der EC Bad Nauheim mit dem Spiel in Ravensburg in das Playoff-Viertelfinale. Eine klare Rollenverteilung gibt es vor dieser Serie nicht.

Der EC Bad Nauheim steht zum dritten Mal nach dem Aufstieg 2013 in den Playoffs. Zwei Mal war nach fünf Viertelfinal-Spielen die Saison beendet. Drei Tabellenplätze, aber eben auch nur drei Punkte trennten die Ravensburg Towerstars und die Roten Teufel nach 52 Spielen voneinander. "Was am Ende heraus kommt, und ob vielleicht nach vier Spielen Schluss ist, weiß keiner. Aber: Ich kann versprechen, dass die Mannschaft alles tun wird, um in das Halbfinale einzuziehen", sagt Christof Kreutzer, der Trainer des EC Bad Nauheim vorm heutigen Auftakt (20 Uhr).

EC Bad Nauheim: Kreutzer warnt vor Ravensburg unter dem neuen Trainer

Was ändert sich zum Playoff-Start? Die Roten Teufel sind bereits am Donnerstagabend angereist - nach der DEL2-Pressekonferenz im Colonel-Knight-Stadion. "Oft wird man als das kleine Nauheim angesehen. Wenn wir ernst genommen werden wollen, dann können wir nicht den Klassenerhalt als Erfolg feiern, sondern müssen uns entsprechend darstellen und selbst mehr tun", sagt Kreutzer. Am Freitag gibt’s um 6.45 Uhr Frühstück, von 8 bis 8.30 Uhr geht’s - wie vor jedem anderen Spiel - eine halbe Stunde auf’s Eis. Nach dem Mittagessen können sich die Spieler noch in ihren Zimmern ausruhen, ehe Kreutzer bei Kaffee und Brötchen um 17 Uhr eine Teambesprechung angesetzt hat. Matthias Baldys, der Sportliche Leiter, wird am Freitag nachreisen. Wie sonst nur während der Heimspiele wird Baldys prägnante Szenen per Video zusammenfassen. Noch während der Drittelpausen kann Kreutzer mit diesen Clips arbeiten. Mit dabei ist diesmal auch ein Physiotherapeut. Bei den Towerstars ist keine vorzeitige Anreise geplant. Am Sonntag geht’s auf den Autobahnen gewöhnlich ruhiger zu.

Wie lief die Vorbereitung? Kreutzer und sein Assistent Harry Lange haben die vier Saisonduelle mit Ravensburg noch einmal analysiert und zudem die letzten Spieler der Towerstars unter deren neuen Coach Rich Chernomaz anschaut. "Ravensburg ist offensivstark, schnell, technisch gut. Da müssen wir von Anfang an auf der Hut sein", sagt Kreutzer.

EC Bad Nauheim: Erstmals seit dem Herbst wieder in Bestbesetzung

Wie sieht’s personell aus? Bad Nauheim kann in Bestbesetzung antreten; zum ersten Mal seit Herbst vergangenen Jahres. In dieser Woche konnte mit sieben Verteidigern und zwölf Stürmern, inklusive Louke Oakley als fünften Kontingentspieler, trainiert werden. Ob Kreutzer bei den bewährten drei Blöcken bleibt, oder Marvin Ratmann und Nico Kolb, die Stürmer zehn und elf, einsetzt, "wird man sehen. Beide sind bereit. Und natürlich müssen wir in einer solchen Serie die Substanz wahren."

Wie ist die Form? Elf spielfreie Tage haben den Rhythmus durcheinander gebracht. Die Roten Teufel haben sich mit einem Sieg aus der Runde verabschiedet, nachdem das Heimrecht, sprich: Platz vier, scheinbar leichtfertig auf der Zielgeraden verspielt worden war. "Vielleicht haben wir nach unserer direkten Qualifikation ein, zwei Prozent weniger auf das Eis gebracht. Und dann reicht es eben nicht. Dennoch sind wir mit einem positiven Gefühl aus der Runde gegangen. Es muss uns gelingen, unsere Leidenschaft, unser Spiel durchzubringen. Letztlich ist es entscheidend, die Kleinigkeiten richtig zu machen. Wem dies besser gelingt, der gewinnt die Serie", sagt Felix Bick, der EC-Torwart.

EC Bad Nauheim: Rund 200 Gäste-Fans werden mit in Ravensburg sein

Wie ist der Status-Quo bei den Ravensburg Towerstars? Die Oberschwaben können mit sieben Verteidigern und 13 Stürmern antreten. Es fehlt einzig Thomas Merl. Die Verteidiger Ondrej Pozivil und Pavel Dronia führen die Plus-/Minus-Statistik der DEL 2 an (jeweils +24). Unter den Top-Sechs dieser Kategorie finden sich mit Robbie Czarnik (+21) und David Zucker (+20) gleich noch zwei weitere Spieler aus dem Kader der Towerstars. Im Angriff hatten sich zuletzt die Duos Andreas Driendl/Mathieu Pompei, Robby Czarnik/Oliver Hinse sowie David Zucker/Robin Just bewährt. An deren Seite rotierten Vincent Mayer, Jakub Svoboda und Daniel Schwamberger. Den vierten Angriff bilden U-Nationalspieler Tim Brunnhuber (wechselt nach Straubing in die DEL), Julian Kornelli (Förderlizenzler aus Schwenningen) und Calvin Pokorny.

Gibt’s noch Tickets? Kurzentschlossene Fans der Roten Teufel sollten sich ihr Ticket für Freitag online sichern. Mit rund 200 Gäste-Fans ist am Abend in Ravensburg zu rechnen. Für das Heimspiel am Sonntag (18.30 Uhr) sind derzeit 3300 Karten verkauft. Sitzplätze gibt’s nur noch vereinzelt. Ein Fanbus aus Ravensburg ist nicht zu erwarten. Zum Vergleich: Das erste Viertelfinal-Heimspiel im Vorjahr hatte 4146 Zuschauer angelockt.

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