Niederlage

Rote Teufel verspielen 2:0-Führung

Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim musste sich am Freitagabend bei den Dresdner Eislöwen mit 3:4 geschlagen geben. Mike McNamee war doppelter Torschütze.

Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim hat sich am Freitagabend bei den Dresdner Eislöwen mit 3:4 (2:0, 0:3, 1:1) geschlagen geben müssen. Zwei Tage nach dem furiosen 7:0-Erfolg bei den Lausitzer Füchsen waren zwei Gegentore binnen 40 Sekunden ausschlaggebend. "Das war ein gutes Auswärtsspiel. Leider haben wir zu viele Chancen liegen lassen", bilanzierte EC-Teammanager Matthias Baldys.

Nach einer ereignisarmen Anfangsphase übernahmen die Gäste aus der Wetterau das Kommando. Die erste Chance hatte Nico Kolb, der Dresdens Schlussmann Henning Schroth mit einem trockenen Schuss prüfte (4.). Bad Nauheim wirkte wacher und disziplinierter und nutzte gleich sein erstes Powerplay zum Führungstreffer. Mike McNamee zog nach Zuspiel von Radek Krestan kurz vor der blauen Linie ab, seinen strammen Schuss sah Schroth zu spät und war daher machtlos (7.). Die Führung war völlig verdient, denn die Gäste diktierten das Spielgeschehen – ohne allerdings zu glänzen. Das war aber auch nicht nötig. Denn die ersatzgeschwächten Gastgeber agierten unkonzentriert im Spielaufbau. Zudem leisteten sie sich vermeidbare Scheibenverluste, so dass der zweite EC-Treffer in der Luft lag. Und bereits in der neunten Minute war es soweit: Schroth ließ die Scheibe unglücklich nach vorne abprallen, Harry Lange brauchte aus kurzer Distanz nur noch abzustauben. Danach fanden die Eislöwen, die zuletzt nach sechs Niederlagen in Folge zwei Siege feierten, etwas zu ihrem Rhythmus und hätten ihre erste wirkliche Chance beinahe zum Anschlusstreffer genutzt.

Doppelschlag binnen 40 Sekunden

Auch zu Beginn des zweiten Drittels enttäuschte der Playoff-Kandidat aus Sachsen. Bad Nauheim startete wieder schwungvoll und verwaltete ohne größere Mühe seinen Vorsprung, während Dresden weiterhin die kreativen Impulse fehlten. Erst nachdem Dusan Frosch nach einem Crash gegen die Bande verletzt raus musste, bekamen die Eislöwen Oberwasser. Dresdens Top-Torjäger Nick Huard erzielte schließlich in Überzahl den ersten Treffer der Gastgeber (29.). Die Partie wurde nun etwas ruppiger, doch die Kurstädter ließen sich davon zunächst nicht verunsichern. Sie stellten geschickt die Räume zu und konnten sich auf Torwart Felix Bick verlassen, der in den wenigen brenzligen Situationen zur Stelle war. Nicht verhindern konnte er allerdings den 2:2-Ausgleich, der auf das Konto von Thomas Pielmeier ging (35.). Keine 40 Sekunden später zappelte der Puck erneut im Gehäuse der Gäste. Wieder war es Huard, der zu den besten Eislöwen an diesem Abend zählte.

Die Begegnung schien damit gekippt zu sein. Denn im Schlussdrittel drängte Dresden auf das vierte Tor, wurde dann aber durch McNamees zweiten Treffer kalt erwischt (47.). Bad Nauheim war nun wieder am Drücker, zweimal vergab Dennis Reimer aus aussichtsreicher Position. Doch dann nutzte Dresden eine Überzahlsituation zum Siegtreffer durch Marius Garten, der unbedrängt abschließen konnte (57.). Das Kujala-Team schlug hingegen anschließend aus zwei Powerplay-Phasen kein Kapital.

Dresdner Eislöwen: Schroth, Eisenhut – Hanusch, Zauner, Kramer, Boutin, Uplegger, Schmidt – Veisert, Rupprich, Davidek, Garten, Kumeliauskas, Walther, Höller, Siddall, Huard, Schiemenz, Pielmeier, Glemser.

EC Bad Nauheim: Bick, Preuß – Ketter, Woidtke, Slaton, Erk, Mannes, Stiefenhofer – Meland, Sylvester, Niederberger, Ratmann, Lange, Livingston, McNamee, Frosch, Reimer, Krestan, Meisinger, Kolb.

Steno: Tore: 0:1 (7.) McNamee (Krestan, Sylvester - 4-5), 0:2 (9.) Lange (Niederberger), 1:2 (29.) Huard (Davidek, Kumeliauskas - 5-4), 2:2 (35.) Pielmeier (Zauner, Hanusch), 3:2 (36.) Huard (Uplegger, Davidek), 3:3 (47.) McNamee (Livingston), 4:3 (57.) Garten (Höller, Kramer - 5:4). – Schiedsrichter: Fischer/Hascher. – Strafminuten: Dresden 8, Bad Nauheim 8. – Zuschauer: 2785.

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