Eishockey

Rote Teufel Bad Nauheim: U20-Mannschaft hat Tabellenspitze zum Ziel

  • Michael Nickolaus
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Die Verpackung ist eine andere. Der Inhalt bleibt gleich. Die U20-Mannschaft der Roten Teufel Bad Nauheim startet am Samstag mit dem Spiel bei der EJ Kassel in die Eishockey-Saison 2018/19.

Das Team von Daniel Heinrizi spielt in der Division III Nord der Deutschen Nachwuchs-Liga. Das lässt auf den ersten Blick einen Abstieg des Vorjahres-Zweiten vermuten, ist aber einzig der Umstrukturierung der Spielklassen geschuldet. Die Gegner kommen nach wie vor aus Chemnitz, Wolfsburg, Frankfurt, Essen und eben Kassel. Das erste Heimspiel bestreiten die Roten Teufel am 13. Oktober (17.45 Uhr) gegen Essen; nach zuvor fünf Auswärtspartien

Was hat sich personell getan? Jannik Langer und Michael Martaller stehen altersbedingt nicht mehr zur Verfügung. Langer will beim Oberligisten Leipzig Spielpraxis und Erfahrungen im Seniorenbereich sammeln, um sich für eine Rückkehr in die Wetterau zu empfehlen. Mit Martaller zog es derweil Felix Müller und Marcel Rost zum Regionalliga-Team der Löwen Frankfurt. Leon Köhler, in der Vorsaison Topscorer der Liga, spielt künftig in der Division I für Köln und soll dort - dem Beispiel Garret Pruden folgend - seine schulische Ausbildung abschließen und dann nach Bad Nauheim zurückkehren. Neu dabei sind Björn Asbach aus Neuwied sowie Tobias Wolf aus Frankfurt.

Rote Teufel Bad Nauheim wollen in Verzahnungsrunde mit Division II

Warum spielen die Roten Teufel in der Division III? Der Deutsche Eishockey-Bund hat sich internationalen Standards angepasst. Demzufolge bilden jeweils maximal acht Mannschaften eine Division. In der Vorsaison hatten 16 Klubs in zwei Parallel-Gruppen die DNL gebildet. Aus Klubs der Vorjahres-DNL 2 setzt sich nun Division III zusammen.

Was ist das Ziel der Roten Teufel? Nach dem Aufstieg von Tabellenführer Weißwasser wollen die Roten Teufel nun selbst das Klassement anführen. Gespielt wird eine Dreifachrunde. Der Rang-Erste spielt zum Saisonende eine Verzahunungsrunde mit der Division II. Der Tabellenletzte steigt ab. Mitfavorit ist das Internat Chemnitz in Spielgemeinschaft mit Crimmitschau und Dresden. Auch Essen werden gute Karten eingeräumt.

Rotel Teufel Bad Nauheim: Zwei Profispieler im Nachwuchskader

Wo sehen sich die Roten Teufel? "Ich sehe uns irgendwo zwischen den Divisionen II und III. Wir haben eben in Bad Nauheim das Strukturproblem nur mit einer Eisfläche", sagt Heinrizi. Der DEB hat die Roten Teufel - seinem Fünf-Sterne-Konzept folgend - mit drei Sternen kategorisiert. Zum vierten Stern, Voraussetzung für eine Teilnahme an der Division II, fehlen dem Klub weitere Eiszeiten oder aber ein Internat. In der Division II spielen aktuell zwei Mannschaften mit einer Ausnahmegenehmigung.

Was zeichnet die Mannschaft aus, und wer sind die Leistungsträger? Heinrizi setzt auf Zusammenhalt und Homogenität. "Die Jungs haben akzeptiert, dass sie nur als Einheit funktionieren. Ich habe eine Truppe, in der jeder für jeden kämpft. Damit lassen sich gewisse Defizite ausgleichen." Von Spielern wie Niklas Schmid, Danil Voskresenskij und natürlich Nils Flemming und Jan Wächtershäuser, die auch im Profi-Kader stehen, wird erwartet, voranzugehen und Führungsrollen zu übernehmen. Der Kader umfasst 24 Spieler, darunter drei Torhüter.

Wie sah die Vorbereitung aus? Auf dem Eis steht die Mannschaft seit dem 26. August. Ohne eine einzige Trainingseinheit absolviert zu haben, unterlag das Team in Bietigheim mit 6:9. Im Rückspiel - nach einer Trainingseinheit - gab’s ein 2:4. "Defensiv waren wir da deutlich besser strukturiert. Und jetzt, nach zwei Wochen, bin ich für das erste Spiel sehr optimistisch", sagt Heinrizi. Während der Saison stehen die Jungs viermal wöchentlich auf dem Eis. Ergänzt wird das Trainingsprogramm durch zwei Einheiten im Kraftraum.

Info

So sieht der Kader der U20 des EC Bad Nauheim aus

Tor: Pierluigi Capo, Nils Flemming, Kyra Baumgart. Abwehr: Christian Hauzel, Julian Novy, Jan Wächtershäuser, Martin Peters, Jan Naumann, Ben Ehrentraut, Nicklas Pehl. Angriff: Tobias Wolf, Felix Schröer, Leon Hirsch, Danil Voskresenskij, Nikolaj Stupa, Pablo Gimenez, Eero Eronen, Nuno Sohn, Niklas Schmid, Martin Krau, Max Stark, Justin-Ron Kilian.

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