Nach Penaltyschießen

Rote Teufel mit Herz und Dampf zum Punkt

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim unterliegt den Bietigheim Steelers mit 3:4 nach Penaltyschießen. Die Roten Teufel zeigen einen ab dem zweiten Drittel mitreißenden Auftritt.

Bad Nauheim spielte mit Herz, mit Disziplin, mit Dampf und sehr viel Energie - am Ende stand Ilja Sharipov, der Torwart der Bietigheim Steelers, der vollkommenen Glückseligkeit der Roten Teufel am Freitagabend im Weg. Mit 2:3 (0:1, 1:1, 1:0/0:1) nach Penaltyschießen unterlag der Eishockey-Zweitligist aus der Wetterau vor 2356 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion dem Finalisten der letzten fünf Jahre. Im Duell Eines-gegen-eins war einzig Andreas Pauli für die Gastgeber erfolgreich. Die Treffer von Alexander Trivellato (24.) und Dusan Frosch (49.), die jeweils einen Rückstand ausgeglichen hatten, bescherten Hausherren zumindest einen Punktgewinn, einen Zähler, den man vor der Partie sicher nicht auf der Rechnung haben konnte, der angesichts des Verlaufs der 65 Minuten aber zu wenig erscheint. Die Roten Teufel hatten gegen den ohne Vier angetretenen Titelkandidaten letztlich ein klares Chancenplus, doch fehlte den Hausherren angesichts von sieben Überzahlsituationen (keine Unterzahl) im Abschluss die Kaltschnäuzigkeit.

Die Roten Teufel waren mit einem langen Anlauf von 24 Minuten in die Partie gegangen. Mit einem verdeckten und von Matt McKnight abgefälschten Hüfner-Schuss waren die Steelers in Führung gegangen (7.). Die Gäste glänzten mit dem erwarteten blinden Verständnis. Erst der Ausgleichstreffer von Trivellato, dessen Schuss vom Hals von Bastian Steingroß ins Tor sprang, war letztlich der Impuls. Bad Nauheim war aufgewacht, zeigte eine von nun an begeisternde Leistung und erspielte ein klares Chancenplus; egal ob Mike McNamee, Andreas Pauli oder gerade Radek Krestan, der das leere Tor aus spitzem Winkel vor sich hatte, trafen nicht. Einzig das Ergebnis nach 40 Minuten wollte da nicht ins Bild passen. Einen Moment der Schlafmützigkeit in der Defensive nutzte Bietigheim durch Matt McKnight eiskalt zur erneuten Führung. Die Roten Teufel konnten trotz dieses Rückschlags auch im Schlussabschnitt an ihre Darbietung anknüpfen, unterstützt von einem lautstarken Publikum, das die Überraschung witterte. In der 49. Minute traf Dusan Frosch zum Ausgleich. Die Hessen waren dem Siegtreffer deutlich näher, doch waren die Steelers am Ende effektiver.

EC Bad Nauheim: Bick – Lehikoinen, Slaton, Trivellato, Stiefenhofer, Ketter, Erk, Kohl – Frosch, Sylvester, Livingston, Krestan, McNamee, Bettahar, Meisinger, Brandl, Pauli, Niederberger, Lange, Ratmann, Kolb.

Bietigheim Steelers: Sharipov - Steingroß, Prommersberer, Auger, Hüfner, Schwarz - Weller, McNeely, Hauner, Schoofs, McKnight, Sommerfeld, Preibisch, Kelly, Zientek, Lukes, Müller.

Steno: Tore: 0:1 (7.) McKnight (Hüfner, Sommerfeld), 1:2 (40.) McKnight (Sommfeld., 2:2 (49.) Frosch (Krestan, Livingston), 2:3 Penalty Mc Knight. - SR: Marcus Brill/Tony Engelmann. - Strafminuten: Bad Nauheim 0, Bietigheim 14. - Zuschauer: 2356.

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