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Ricki Alexander

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Kult-Trainer Ricki Alexander feiert 70. Geburtstag

  • VonHolger Hess
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Ricki Alexander hat den EC Bad Nauheim in den 1980er- und 90er-Jahren geprägt. Heute feiert der Kanadier seinen 70. Geburtstag.

In McKenzie Lake, einem Vorort im Südosten der Metropole Calgary, feiert Ricki Alexander heute seinen 70. Geburtstag. Von 1986 bis 1989 und von 1993 bis 1996 stand der charismatische Trainer an der Bande des EC Bad Nauheim. In der Kurstadt hat er tiefe Spuren hinterlassen.

1977 wagte der Kanadier den Sprung nach Europa, »um ein Jahr zu bleiben und einmal in den Alpen Ski zu fahren.« Alexander blieb 24 Jahre. Station machte er entweder in Deutschland oder der Schweiz. Mit zahlreichen Erfolgen im Gepäck kehrte der damalige General Manager der Frankfurt Lions im Jahr 2001 zurück nach Calgary.

Am Essener Westbahnhof hatte der Stürmer Ende der siebziger Jahre die wilden Zeiten mit dem negativen Höhepunkt »Passfälscher-Skandal« hautnah miterlebt. Im Ruhrpott reifte aus dem Spieler - nach mehreren Knieverletzungen - der Trainer Ricki Alexander: »Das war so nicht geplant. Von Dave Inkpen, einem Verteidiger mit riesigen Eishockey-Know-How, habe ich am meisten gelernt.«

Vom Bundesligisten ECD Iserlohn wechselte Alexander zum EHC Olten in die Nationalliga A. Trotz einer überzeugenden Saison bei den Eidgenossen - übrigens gemeinsam mit dem deutschen Idol Erich Kühnhackl - entschied sich der Lehrer für Sport und Geschichte zur Rückkehr nach Deutschland. Bad Nauheims damaliger Präsident Rudolf Tacke lotste ihn nach Hessen.

»Mit ihm habe ich gerne zusammengearbeitet. Genau wie später mit Raymond Schüttke«, erinnert sich Alexander, mit dessen Namen in der Wetterau zahlreiche Erinnerungen verbunden sind. Etwa die kurzfristige Verpflichtung eines gewissen Greg Evtushevski, der zum Publikumsliebling und EC-Kultfigur wurde. Oder der spektakuläre Eishockey-Winter 1988/89, als Bad Nauheim hinter Hedos München und dem EHC Freiburg nur um Haaresbreite am Bundesliga-Aufstieg vorbeischrammte.

In seiner Heimat fungiert Ricki Alexander nach wie vor als Senior Hockey Director für das Development-Programm und die RD Hockey Academy der Calgary Hitmen. Mit seinen Mitarbeitern fördert er in der Eishalle von Cardel talentierte Cracks in den Altersgruppen von drei bis 20 Jahren.

Seinen Geburtstag würde Alexander am liebsten in aller Ruhe beim Angeln verbringen. So wie kürzlich, als er drei große Forellen aus dem See fischte. »Aber ich ahne, dass meine Tochter Nicole und mein Sohn Kai schon etwas vorbereitet haben.«

In der Gegenwart verbringen Ricki Alexander und Ehefrau Patti möglichst viel Zeit mit den Enkeln Owen, Kinley, Rylan und Logan. Rückblickend meint der frühere EC-Trainer: »Von allen Orten in Europa war Bad Nauheim unser bevorzugter Platz. Ich habe das alte Eisstadion wirklich geliebt.«

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