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Zurück in Assenheim: Jan Barta spielt in dieser Saison wieder für den Skaterhockey-Zweitligisten Rhein-Main Patriots. (Foto: Chuc)

Skaterhockey

Rhein-Main Patriots Assenheim haben Playoff-Teilnahme zum Ziel

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Die Saison 2019 beginnt für die Rhein-Main Patriots am Samstag mit dem Heimspiel. Zwei Rückkehrer sollen den Skaterhockey-Verein zum 20-jährigen Klub-Bestehen in die Playoffs führen.

Das Vorjahr ist abgehakt. Assenheim hatte - in der dritten Spielzeit nach dem Bundesliga-Abstieg und eine Saison nach der Fast-Rückkehr - die Playoffs erstmals verpasst. Von Beginn an hatte das Jahr 2018 unter keinem guten Stern gestanden. Der Kader wurde durch Verletzungen ausgedünnt, der doch sehr jungen Mannschaft fehlten die Konstanz in ihren Leistungen und der Killerinstinkt vor dem gegnerischen Tor. "Wir haben aus unserem Abschneiden aber Motivation und Bereitschaft gezogen, es nun besser zu machen. Und ich denke, wir sind in diesem Jahr auch besser aufgestellt", sagt Patric Pfannmüller, der Sportliche Leiter, vor dem Auftaktspiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen den Ex-Bundesligisten IHC Atting. Mit den personellen Veränderungen kam nun Routine und Offensivgefahr in den Kader. Allerdings: Zum Auftakt fehlen neben Eishockey-Profi Tim May zumindest auch Sven Schlicht und Tobias Etzel (beide verletzt).

2. Skaterhockey-Bundesliga: Die wichtigsten Fragen vor dem Saisonstart der Rhein-Main Patriots

Wer kam? Wer ging? In Assenheim können zwei Rückkehrer begrüßt werden. Zwei Routiniers mit hoher individueller Qualität. Zurück in der Region ist Jan Barta. Der Ex-Eishockey-Profi ist im Nachwuchs der Löwen Frankfurt tätig und schnürt nun wieder wohnortnah für die Patriots die Skates. Zuletzt lag sein Spielerpass beim Bundesligisten Essen Rockets. Neben ihm kehrt Marco Forster nach Assenheim zurück. Der Ex-Skaterhockey-Nationalspieler war zwischen 2009 und 2015 für die Patriots am Ball; unter anderem im Europacup. In den letzten drei Jahren spielte Forster in der Bundesliga und der zweiten Liga für Kassel, einen nun aktuellen Liga-Konkurrenten.Aus dem eigenen Nachwuchs ergänzen Pascal Herling und Janis Lachmann den Kader. Lizenziert wird zudem Jan Guryca vom EC Bad Nauheim. Fest zum Kader zählt der mittlerweile 42-jährige Patric Pfannmüller. Der Sportliche Leiter hatte im Vorjahr aufgrund personeller Engpässe immer mal ausgeholfen. Er sieht sich angesichts der Schwäche der Mannschaft im Abschluss ein wenig als der "Claudio Pizarro. Der ist sicher nicht der Laufstärkste, aber er weiß, wo das Tor steht." Demgegenüber stehen die Abgänge von Max Keusen und Dennis Schlicht, die aus beruflichen Gründen nicht mehr in der Wetterau ansässig sind. Sebastian Aletter und Andre Gabler haben ihre Laufbahnen beendet.

Als Team sollten ganz klar die Playoffs das Ziel sein

Alexander Blum

Die Liga: Acht Mannschaften bilden die Süd-Gruppe. Aus geographischen Gründen sind die Langenfeld Devils und die Kassel Wizards aus der Nord-Gruppe in die Süd-Staffel gewechselt. Damit kommt es zum ersten Mal zu einem Derby zwischen den Nordhessen und den Wetterauern. Aus dem Vorjahr weiter mit dabei sind die Klubs aus Spaichingen, Deggendorf, Freiburg, Merdingen und Atting. Der TV Augsburg ist in die Bundesliga aufgestiegen, und der TSV Schwabmünchen hat seine Mannschaft zurückgezogen. Gespielt wird eine einfache Hin- und Rückrunde, an deren Ende die vier besten Mannschaften im Playoff-Modus um den Aufstieg in die Bundesliga spielen.

2. Skaterhockey-Bundesliga: Das Ziel ist das Pokal-Finale in eigener Halle

Die Favoriten: Vorne sind Ex-Bundesligist Atting sowie Merdingen zu erwarten. Dahinter werden Spaichingen mit den Eishockey-Profis Thomas Supis und Vincent Schlenker, Kassel und eben Assenheim um insgesamt vier Playoff-Tickets kämpfen. Freiburg könnte hier ebenfalls ein Wörtchen mitreden. Als Außenseiter gelten Langenfeld und Deggendorf.

Das Ziel: Die Playoff-Teilnahme. Und das wird schwer genug. "Wir haben unsere Qualität in der letzten Saison nur selten auf den Platz bringen können und uns durch kleine Fehler das Leben selbst schwer gemacht. Das muss dieses Jahr klar besser werden", sagt Alexander Blum, der das Kapitänsamt wieder übernommen hat. "Als Team sollten ganz klar die Playoffs das Ziel sein. Außerdem wäre es gut, wenn wir auf dem eigenen Platz wieder mehr punkten, da haben wir letztes Jahr zu viel liegen lassen." Die Halle ist Assenheim ist Ende September zum dritten Mal schon Austragungsort für das Endspiel um den Deutschen Pokal. Eine Final-Teilnahme ist für die Patriots von daher ein erstrebenswertes Ziel. In der ersten Runde am 23./24. März sind die Hessen beim Regionalligisten in Bad Friedrichshall zu Gast.

2. Skaterhockey-Bundesliga: Kontinuität bei Trainer, Mitgliedern und in der Jugendarbeit

Die Trainer: In Assenheim wird auf Kontinuität gesetzt. Stefan Napravnik (seit Herbst 2014 im Amt) coacht zusammen mit Matthias Becker (seit 2018 dabei).

Das Umfeld: Die Patriots haben Mannschaften in sämtlichen Nachwuchsklassen (U10/U13/U16/U19) gemeldet. Ein Damen-Team spielt in der Bundesliga (Platz vier im Vorjahr). Die Zahl der Mitglieder (überwiegend aktive Spieler/Nachwuchsspieler) hält sich konstant über 200. "Die Jugend ist unsere Grundlage für die Zukunft. Wir haben keine benachbarten Vereine, sondern sind auf uns selbst angewiesen, einem Pool an Nachwuchsspielern zu bilden, um diese in die erste Mannschaft integrieren zu können", sagt Pfannmüller.

Info

Namen & Daten zu den Rhein-Main Patriots

Der Kader Tor: Felix Dombrowsky, Marcel Kempf, Fabian Heyde, Lukas Wehrheim, Jan Guryca, Anna Boss. - Feld: Alex Blum, Niklas Lachmann, Daniel Schneider, Dennis Berk, André Lorei, Tim May, Sven Schlicht, Alex Schäfer, Tobias Etzel, Mario Rosandic, Sebastian Neumann, Marc Langer, Jan Barta, Marco Forster, Janis Lachmann, Patric Pfannmüller, Pascal Herling, Marcel Patejdl.

Die Termine 9. März Atting (H); 6. April Spaichingen (A); 7. April Freiburg (A); 13. April Deggendorf (H); 11. Mai Kassel (H); 18. Mai Langenfeld (A); 8. Juni Kassel (A); 16. Juni Freiburg (H); 30. Juni Langenfeld (H); 17. August Merdingen (H); 7. September Atting (A); 8. September Deggendorf (A); 14. September Merdingen (A); 21. September Spaichingen (H).

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