Viel Verkehr: Torwart Felix Bick (Nr. 31) hatte gegen Ravensburg einiges zu tun. FOTO: NICI MERZ
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Viel Verkehr: Torwart Felix Bick (Nr. 31) hatte gegen Ravensburg einiges zu tun. FOTO: NICI MERZ

Eishockey

Playoff-Ticket muss warten: EC Bad Nauheim verliert im Penaltyschießen

  • Erik Scharf
    vonErik Scharf
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Wieder mal muss der EC Bad Nauheim ins Penaltyschießen. Gegen die Ravensburg Towerstars haben die Roten Teufel diesmal aber nicht das bessere Ende.

Es war packend, es war spannend und es lag, gerade gegen Ende des Spiels, ein Hauch von Playoff-Atmosphäre in der Luft. Zumindest gestern Abend wurde dem Wunsch, dass schon an diesem Wochenende der EC Bad Nauheim das Playoff-Ticket der Deutschen Eishockey-Liga 2 löst, eine Absage erteilt. Mit 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:0) nach Penaltyschießen (die erste Pleite nach zuvor vier Siegen im Entscheidungsschießen in Serie) unterlagen die Roten Teufel den Ravensburg Towerstars, dem amtierenden Meister und Tabellennachbarn, der nun nur noch einen Zähler hinter dem EC liegt. 

Andrej Bires (45.) egalisierte vor 2269 Zuschauern in einem stimmungsvollen Colonel-Knight-Stadion den Ravensburger Führungstreffer durch Andreas Driendl (18.), im Penaltyschießen traf nur Tero Koskiranta. Der Vorsprung auf Platz sieben, der den EC in die Pre-Playoffs schicken würde, ist auf zwei Punkte geschmolzen. Am Sonntag gastieren die Bad Nauheimer bei den Wölfen Freiburg (18.30 Uhr). 

"Es war das erwartet enge Spiel. Wir sind nach dem Rückstand gut zurückgekommen und hatten in Überzahl die Chance, das Spiel zu entscheiden. Nichtsdestotrotz war der Punkt wichtig. Wir sind immer noch da, wo die Musik spielt", sagte EC-Trainer Christof Kreutzer. "In den ersten beiden Drittel haben wir viel Druck ausgeübt, dann war Bad Nauheim besser. Beider Torhüter haben eine super Leistung gezeigt. Ich bin zufrieden mit den zwei Punkten", sagte Towerstars-Trainer Rich Chernomaz.

Die besten Bilder vom Spiel: EC Bad Nauheim - Ravensburg Towerstars 

 © Nici Merz
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Die Statements der Trainer fassen das Spiel gut zusammen. Erst im Schlussdrittel kamen die Roten Teufel in allen Bereichen auf Betriebstemperatur. Zuvor waren sie vor allem defensiv gefordert und hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn sie nach dem zweiten Drittel schon deutlicher als 0:1 zurückgelegen hätten. Doch am Ende muss sich der EC, der in den letzten sechs Minuten inklusive der Verlängerung zwei Überzahlsituationen hatte, den Vorwurf gefallen lassen, den Sack nicht zu gemacht zu haben. 

Viel Arbeit für die Defensive

Zu Beginn hatte Marvin Ratmann gleich zweimal das erste Tor für den EC auf dem Schläger. Erst stand er im Powerplay frei im Slot, scheiterte aber an Marco Wölfl im Towerstars-Tor (2.), dann setzte er den Puck nach einem überragenden Solo von Tyler Fiddler an den Pfosten (18.). Dazwischen brachten sich die Roten Teufel immer wieder leichtfertig in die Bredouille. Die größte Chance der Gäste vereitelten beim Schuss von Haaranen Torwart Felix Bick und Cody Sylvester gemeinsam (12.). 

Auch im zweiten Abschnitt musste der EC viel Arbeit in die Defensive stecken. Ravensburg – mit den Ex-Teufeln Daniel Stiefenhofer und Jared Gomes – feuerte weiter aus allen Rohren. Es schien eine Frage der Zeit, bis der Gast in Führung gehen sollte. Nach gut zehn Minuten im mittleren Abschnitt schauten auch die Bad Nauheim Stürmer mal wieder nach, wie sattelfest Ravensburg war. Plötzlich gab es Chancen auf beiden Seiten, doch just in der Phase, als die Roten Teufel in den offensiven Rhythmus zu kommen schießen, knallte Andreas Driendl den Puck zur Ravensburger Führung in die Maschen (38.). 

Mit leicht veränderten Reihen hatte der EC im Schlussdrittel plötzlich Oberwasser. Der Ausgleich war dennoch kurios. Einen Schuss von Mike Card fälschte Andrej Bires ab, der Puck flog in Zeitlupe über Wölfl ins Tor. Es folgten Hochkaräter auf beiden Seiten, die Entscheidung fiel aber erst in letzter Instanz. 

EC Bad Nauheim: Bick - Kokkila, Card, Ketter, Sekesi, Slaton, Gnyp – Sylvester, Hamill, Kahle, Palka, El-Sayed, Pauli, Bires, Fiddler, Ratmann, Cornett, Bindels. 

Ravensburg Towerstars: Wölfl – Dronia, Seifert, Keller, Sturm, Haaranen, Supis, Stiefenhofer – Brandl, Gomes, O´Donnell, Just, Koskiranta, Zucker, Mayer, Driendl, Merl, Kolb, Volek, Gams. 

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (18.) Driendl (Zucker, Haaranen), 1:1 (45.) Bires (Kokkila, Card), 1:2 Koskiranta (Penalty). - Schiedsrichter: Apel/Falten. - Strafminuten: Bad Nauheim 6, Ravensburg 8. - Zuschauer: 2269.

Anmerkung: In einer ersten Version wurde fälschlicherweise Olafr Schmidt als Torwart von Ravensburg genannt. Wir haben den Fehler korrigiert.

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