EC Bad Nauheim

Null-Punkte-Wochenende für den EC Bad Nauheim

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim verliert bei Tabellenführer Bietigheim Steelers mit 1:4. James Livingston erzielt den einzigen Treffer der ersatzgeschwächten Roten Teufel.

Ein Null-Punkte-Wochenende. Zum ersten Mal in dieser Saison. Doch trotz der Niederlage: Beim 1:4 (1:2, 0:1, 0:1) in Bietigheim, beim Tabellenführer und Dauer-Finalisten der Deutschen Eishockey-Liga 2, konnte der EC Bad Nauheim den schwachen Eindruck vom Freitag (1:2 gegen Lausitz) korrigieren. Vor 2479 Zuschauern in der EgeTrans-Arena, darunter auch gut 80 Fans aus der Wetterau, war gegen den DEL2-Promi-Kader von Kevin Gaudet einfach nicht mehr drin. »Wir haben das, was in unserer Macht steht, getan. Und wenn uns der Ausgleich zum 2:2 gelingt, ist vielleicht auch etwas drin für uns«, sagt Petri Kujala, der Trainer der Roten Teufel. Der einzige Treffer der Gäste, die seit nunmehr fünf Spielen nicht mehr als zwei Tore erzielen konnten, geht auf das Konto von James Livingston. +++Hiobsbotschaft: Lange Pause für Andreas Pauli+++

In Bietigheim - dafür sprachen sämtliche Vorzeichen - hatte Bad Nauheim eigentlich nichts zu verlieren. Die Statistik, vor allem die Auswärtsbilanz, und die individuelle Qualität sprachen gegen die Teufel. Dazu kam die inzwischen beachtliche Liste an Ausfällen. Zu Mike McNamee und Esa Leihkoinen gesellte sich Andreas Pauli (Bandscheibe), und auch Daniel Stiefenhofer (Knöchel) musste letztlich passen. Unterstützung aus Düsseldorf gab es diesmal nicht.

Nach nur 71 Sekunden und mit dem ersten Torschuss übernahm Bietigheim die Führung. Shawn Weller hatte einen Schuss von Adam Borzecki unhaltbar abgefälscht. Bad Nauheim schüttelte diesen ersten Schock aber schnell aus den Klamotten und präsentierte sich doch sehr ordentlich. Nur nicht im Powerplay. Das wird zur Gewohnheit. Allerdings wurde von Bietigheim auch stark verteidigt. Wie aus dem Nichts erzielte James Livingston in der zehnten Minute nach einem Konter den Ausgleich. Max Brandl traf seitens der Roten Teufel zudem noch die Latte (13.). Auf der anderen Seite brachte Matt McKnight nach einem schnellen Gegenstoß mit einem flachen, ansatzlosen Schuss ins lange Eck und der erneuten Führung das Momentum wieder auf Bietigheimer Seite.  

Das zweite Drittel begann mit dem gewohnt traurigen Powerplay-Bild, das die Roten Teufel bislang in dieser Saison abgeben. Quasi vier Minuten hintereinander stand Bad Nauheim mit einem Spieler mehr auf dem Eis - ohne, dass Ilya Sharipov hätte eingreifen müssen. Auf der Gegenseite benötigte Bietigheim ganze 14 Überzahl-Sekunden, um durch Weller auf 3:1 zu erhöhen (25.). Ärgerlich: Die so diszipliniert agierenden Hessen hatten sich einen Wechselfehler erlaubt, der zur Hinausstellung geführt hatte. Die Steelers übernahmen bis zum zweiten Seitenwechsel nun zunehmend mehr Spielanteile.

Im Schlussabschnitt verhinderte Bick, der zweimal gegen Weller klärte, einen höheren Rückstand und hielt Bad Nauheim, das noch eine weitere Powerplay-Möglichkeit bekam (50.), im Spiel. Letztlich kontrollierte Bietigheim aber das Match und setzte durch Benjamin Zientek (schöne Einzelaktion) den Schlusspunkt.

Bietigheim Steelers: Sharipov - Prommersberger, Steingroß, Brown, Borzecki, Hüfner, Auger - Schoof, McKnight, Zientek, Hauner, McNeely, Weller, Lukes, Kelly, Schwarz, Müller.

EC Bad Nauheim: Bick - Meland, Slaton, Stiefenhofer, Trivellato, Ketter, Erk, Kohl - Frosch, Sylvester, Livingston, Krestan, Brandl, Meisinger, Bettahar, Lange, Ratmann, Kolb,

Steno: Tore: 1:0 (2.) Weller (Borzecki, Hauner), 1:1 (10.) Livingston (Frosch, Sylvester), 2:1 (15.) McKnight (Steingroß), 3:1 (25.) Weller (McNeely, Kelly - 5-4), 4:1 (56.) Zientek (McNeely, Weller). - Schiedsrichter: Sven Fischer/Razvan Gavrilas. - Strafminuten: Bietigheim 8, Bad Nauheim 8. - Zuschauer: 2479.

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