Doppelinterview im Downunder in Bad Vilbel mit (von links) Harry Lange, Nils Liesegang.(Fotos: Nici Merz)
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Doppelinterview im Downunder in Bad Vilbel mit (von links) Harry Lange, Nils Liesegang.(Fotos: Nici Merz)

EC Bad Nauheim

Nils Liesegang und Harry Lange: Typen – Lieblinge – Rivalen

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Am Sonntag stehen sich Harry Lange vom EC Bad Nauheim und Nils Liesegang von den Löwen Frankfurt im DEL2-Derby gegenüber. Wir haben die Fan-Lieblinge beider Klubs zuvor an einen Tisch gebracht.

Sie sind Lieblinge der Fans. Sie stehen für Identifikation. Und sie sitzen an einem Tisch, um mit der WZ-Redaktion über das Eishockey-Derby des EC Bad Nauheim gegen die Löwen Frankfurt am Sonntag zu plaudern. Harry Lange und Nils Liesegang sprechen über Rivalität, Komfortzonen Nachwuchsarbeit und die Zeit nach der Karriere.

Wir treffen uns auf neutralem Boden in Bad Vilbel. Sind denn Frankfurt für Sie, Harry Lange, und Bad Nauheim für Sie, Nils Liesegang, eigentlich "verbotene Städte", wie Fans dies oft formulieren?

Harry Lange: Nein, Frankfurt ist keine verbotene Stadt, auf keinen Fall. Ich denke, dass wir Spieler ein gutes Verhältnis untereinander haben; gerade, wenn man so lange dabei ist wie Nils und ich. Da spielt sehr viel gegenseitiger Respekt mit. Und wenn ich an die Oberliga-Zeiten zurückdenke: Da haben wir uns auch auf das eine oder andere Bier in Frankfurt getroffen.

Nils Liesegang: Außer zu den Spielen war ich noch nie in Bad Nauheim. Ich kenne nur das Eisstadion. Wenn Harry mich einlädt, dann komme ich gerne mal auf den Marktplatz.

Vorbild zu sein, ist Anerkennung und Belohnung für das, was man getan hat

Harry Lange

Sie beide spielen seit sechs Jahren bei Ihren Klubs, sind Publikumslieblinge. Was muss man mitbringen, um eine Identifikationsfigur zu werden?

Liesegang: Ich denke, die Zeit spielt eine sehr große Rolle. Die Verdienste sind entscheidend. Und ein bisschen Leistung muss man sicher auch bringen.

Lange: Vorbild zu sein, sucht man sich nicht aus. Das ist Anerkennung und Belohnung für das, was man getan hat.  

Sechs Jahre bei einem Klub - das ist heute sehr ungewöhnlich. Was bedeutet Ihnen Kontinuität?

Lange: Für die heutige Zeit mag das ungewöhnlich sein. Für mich persönlich sicher nicht. Ich habe acht Jahre in Graz gespielt und bin jetzt in der sechsten Saison in Bad Nauheim. Ich fühle mich hier sehr wohl.  

+++ Vor dem Derby: Konkurrenzdruck in der Kabine der Roten Teufel +++

Derbys sind unter den Fans das Thema. Haben diese Spiele für Profis den gleichen Stellenwert?

Liesegang: Für die Fans ist es vielleicht noch ein Tick bedeutender als für uns Spieler. Aber klar: Die schönsten Spiele sind nunmal die Spiele mit Bad Nauheim und Kassel.

Welches Derby hat Sie am meisten bewegt?

Liesegang: Die Niederlage in der Halbfinalserie gegen Kassel in der Oberliga 2012/13.

Lange (lacht): Sonst hättet Ihr das Finale gegen uns verloren.

Die drei Spiele vor dem Derby interessieren keinen.

Harry Lange

Harry Lange, welches Derby kennen Sie aus Klagenfurt?

Lange: Ich hatte das Glück, vier Jahre lang Teil des größten Derbys Österreichs zu sein. Klagenfurt gegen Villach - das ist mit Köln gegen Düsseldorf vergleichbar. Am Ende geht’s nur um drei Punkte. Wir wissen aber, was den Fans ein Sieg bedeutet. Und natürlich wollen wir die Fans glücklich machen. In Bad Nauheim spürt man das extrem. Da wird man 14 Tage vorher schon auf Frankfurt angesprochen. Die drei Spiele davor interessieren keinen. Andererseits: Wir haben vor dem Derby mit dem Spiel in Freiburg am Freitag das bislang vielleicht wichtigste Spiel der Saison vor uns.

Das Wort Derby ist auch den Kontingentspielern schnell ein Begriff.

Lange: Im Sommer hören sie das Wort Derby und fragen, was es damit auf sich hat. Spätestens, wenn sie dann zu einem solchen Spiel einlaufen und die Atmosphäre wahrnehmen, stellen sie fest: Oh, das ist gemeint!

In Frankfurt dreht sich vieles um die Eintracht. Welchen Platz hat das Eishockey-Derby im Vergleich zum Bundesliga-Fußball?

Liesegang: Mein Freunde kommen zumeist aus dem Eishockey-, nicht aus dem Fußball-Umfeld. Insofern wird schon mal gefragt, ist’s ähnlich wie bei Harry.

Löwe über Teufel

Nils Liesegang über Harry Lange

"Es gibt nicht mehr viele Typen wie ihn. Dieses aufopferungsvolle Kämpfen hat man nicht mehr oft. Das ist schon beeindruckend. Er spielt Über- und Unterzahl - das kann er immer noch alles. Es gibt wenige komplette Spieler wie ihn."

Im Vorjahr hat Bad Nauheim zwei Derbys an einem Wochenende bestritten. Jetzt muss Frankfurt binnen 48 Stunden gegen Bad Nauheim und Kassel spielen.

Lange: Das ist eine absolute Frechheit. Vom Fitness-Zustand okay, aber vom Kopf ein Wahnsinn. Du gewinnst freitags ein Derby, bist froh, die Spannung fällt ab. Und danach bist Du irgendwie leer. Wir haben oft das zweite Derby verloren. Diese Konstellation ist ein absoluter Nachteil. Und ich verstehe auch nicht, warum man bei 14 Mannschaften die Termine so legen muss. Auch für die Fans ist das schade.

Liesegang: Derbys sind intensiver und anstrengender; gerade in Frankfurt, weil die Halle so warm ist und man sehr viel Flüssigkeit verliert. Das ist tatsächlich ein Nachteil.

Wir müssen uns nicht verstecken, nur weil wir zuletzt eine schlechte Phase hatten.

Nils Liesegang

Frankfurt ist Meister. Im direkten DEL2-Derby-Vergleich hat Bad Nauheim allerdings mehr Punkte gewonnen als die Löwen. Wer ist denn nun Favorit?

Liesegang: Wir wissen, dass wir als Meister Favorit sind und nehmen das auch gerne an. Wir müssen uns nicht verstecken, nur weil wir zuletzt eine schlechte Phase hatten.  

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Lange: Es ist Derby - da ist’s komplett egal, was vorher war. Da kann viel passieren. Wir wissen aber auch, wo wir herkommen, wer wir sind, und was alles passen muss, damit wir Frankfurt schlagen. Aber: Zweimal schon hat’s geklappt. Warum nicht noch einmal? In einem einzigen Spiel ist immer was möglich. Emotionen, Strafen, Tore - da gibt es viele Einflüsse. Man muss aber sagen - auch wenn es ein bisschen schwer fällt - dass Frankfurt in den letzten Jahren vieles gut und richtig gemacht hat. Und Frankfurt gehört auch in die DEL. Das steht außer Frage.

Fällt es schwer, nach einem Derby zum Sieg zu gratulieren?

Liesegang: Nein. Wenn’s vorbei ist, muss man auch abschalten können.

Lange: Wochen vorher spricht Dich jeder auf das Spiel an. Und wenn Du verlierst, dann fragt jeder nach dem Warum. Das ist viel schlimmer

Teufel über Löwe

Harry Lange über Nils Liesegang

"Er zählt zu den besten drei, vier deutschen Spielmachern in der Liga. Vom Talent her könnte er auch eine Liga höher spielen. Wenn ich ihn sehe, denke ich: geiler Eishockeyspieler. Natürlich, wenn er als Gegner auf dem Eis steht, würde ich ihm am liebsten auf die Hände schlagen."

Ist ein solches Spiel nicht auch die Chance auf Wiedergutmachung in einer Phase, in der es nicht so läuft?

Liesegang: Als Mannschaft sieht man das nicht so. Da macht ein Sieg nicht alles gut. Aber sicher: Man kann sich daran hochziehen.

Beim Blick auf die Resultate: Schaut man zunächst auf den Tabellennachbarn oder eher auf den Derby-Rivalen?

Lange: Ich schaue zuerst auf Freiburg, dann auf Frankfurt. Das Hemd ist mir näher als der Rock.

Liesegang: Ich scrolle auf dem Handy, und was zuerst kommt, das schaue ich mir an.

Lange: Er kann ja locker bleiben, wenn er in der Tabelle vorne steht.

Sie sind in Ihren Klubs verwurzelt. Sind Bad Nauheim und Frankfurt Ihre letzten Stationen? Denkt man da auch schon an die Zeit danach?

Lange: Liese, jetzt hast du die Chance, Franz Fritzmeier (Sportdirektor der Löwen; Anmerkung der Redaktion) etwas auszurichten.

Liesegang: Solange ich auf diesem Niveau spielen kann, will ich nirgendwo mehr hin. Dann ist Frankfurt meine Endstation. Ob ich danach noch mit Eishockey zu tun haben möchte, weiß ich nicht. Dann auch eher im Manager- als im Trainerbereich. Wenn ich dann nämlich so Leute wie mich im Kader hätte . . .(lacht)

+++ Lesen Sie auch: EC Bad Nauheim gewinnt in der Verlängerung gegen Frankfurt +++

Lange: Ich habe mich durch mein Studium so gut es geht vorbereitet, strebe den A-Trainerschein an, coache die U10, die U12 und die U19 als Assistent. Ich will im Eishockey bleiben. Mal schauen, in welcher Funktion. Trainer im Profibereich ist absolut ein Thema. Natürlich braucht man immer eine Chance. Wenn also jemand einen Co-Trainer braucht (schmunzelt). . . Ich würde gerne von einem erfahrenen Trainer lernen und muss nicht auf Teufel komm raus Chef werden.  

Früher gab es Gewinner und Verlierer. Heute gibt’s bei Turniern schon einen Pokal für die Teilnahme

Nils Liesegang

Nils Liesegang, würden Sie Harry Lange als Trainer verpflichten?

Lange: Mich zusammen mit Patrick Strauch. Stellt Euch das mal vor!

Liesegang: Ja, den Strauchi als Fitness-Coach nehme gleich mit dazu.

Welcher Trainer hat Ihnen den nötigen Schub verpasst?

Lange: In Klagenfurt habe sich die ehemaligen Profis im Nachwuchs engagiert. Da habe ich von jedem etwas mitgenommen. Damals wurden auch nicht nur Schultern geklopft. Da wurde auch Negatives angesprochen und kritisiert. Heutzutage ist ja immer alles gut. Da will man keinem wehtun.

Liesegang: Früher gab es Gewinner und Verlierer. Heute gibt’s bei Turniern schon einen Pokal für die Teilnahme.  

Mir musste man eben morgens in den Hintern treten, damit ich aufstehe

Nils Liesegang

Lange: Die Einstellung, dass es ein "gut" gibt, aber auch ein "besser", versuche ich zu vermitteln. Wenn’s schlecht ist, ist’s eben aber auch schlecht. Und Niederlagen schönreden, ist nicht mein Ding. Da gibt’s genug andere, die das machen.

Liesegang: Viele würden beim Thema Anschub wahrscheinlich in meinem Fall Frank Gentges nennen. Ja, er hat mich gepusht. Aber das macht jeder Trainer, jeder auf seine Weise. Mir musste man eben morgens in den Hintern treten, damit ich aufstehe. Nur da zu sein, bringt nicht weiter. Du musst arbeiten. Das versuche ich auch, meinem Sohn zu vermitteln. Ich habe das vielleicht zu spät gelernt. Er muss diesen Fehler nicht auch machen. Willen und Antrieb muss man mitbringen

Sie galten als Wandervogel, sind in inzwischen aber in Frankfurt sesshaft geworden.

Liesegang: Ja, ich bin immer gewandert; im Umkreis von 40 Kilometern in Nordrhein-Westfalen. Ich war immer woanders und doch nie von Zuhause weg. Eigentlich wollte ich nur mal ein Jahr lang weg, aber es ist schön, dass es so gekommen ist.  

Wenn ich mit einem nicht sprechen will, dann rede ich Dialekt

Harry Lange

Die Großstadt bietet eine gewisse Anonymität. Zuhause - haben Sie uns erzählt - treffen Sie an jeder Ecke drei Bekannte, die mit Ihnen ein Bier trinken wollen.

Lange (lacht): Liese, hier kannste alleine saufen gehen,

Liesegang: Ich genieße einerseits diese Ruhe hier. Andererseits bin ich dennoch ein Großstadtmensch, kann unter Menschen gehen, wenn ich das möchte

Harry Lange, finden Sie denn am Marktplatz in Bad Nauheim Ihre Ruhe?

Lange: Wenn ich mit einem nicht sprechen will, dann rede ich Dialekt, dann versteht mich eh keiner (lacht). Nach dem ersten Trainingslager hätte ich nie gedacht, länger als ein Jahr in Bad Nauheim zu bleiben, aber für den Trainer bin ich dann durchs Feuer gegangen. Ich komme vom Wörthersee, das vermisse ich schon. Ich fühle mich aber sehr wohl. Wichtig ist’s, als Mensch wahrgenommen zu werden und nicht in erster Linie als Eishockeyspieler. Wenn’s mir zu viel wird, fahr ich nach Frankfurt. Da kennt mich keiner.

Inwiefern bestimmt Eishockey auch das Privatleben?

Lange: Früher war das extrem. Da habe ich alles angeschaut. Das hat sich schon ein wenig verändert.

Liesegang: Zuhause will ich meine Ruhe. Da will ich abschalten. Was oft vergessen wird: Wir haben eine Sechs-Tage-Woche, sind am Wochenende 20 Stunden im Bus. Da will ich mich nicht noch privat unbedingt damit beschäftigen.  

NHL-Spieler bringen ihren Liegstuhl mit. Die kommen doch in erster Linie, um sich Europa anzuschauen

Nils Liesegang zum Geklüngel in der DEL

Der Deutsche Eishockey-Bund hat das Konzept "Powerplay 2026" aufgestellt. Was fehlt Ihrer Meinung nach dem Nachwuchs?

Liesegang: Ich war als Kind den ganzen Tag auf der Straße, war in Bewegung, wollte Sport machen. Heute sehe ich es bei meinem Sohn. Hausaufgaben, X-Box. Das gab es zu meiner Zeit gar nicht. Ich habe mit zwei, manchmal drei Mannschaften trainiert. Heute wird zu wenig gemacht.

Lange: Fakt ist: Die besten deutschen Spieler sind bereits über 30 Jahre alt. Es kommen zu wenige Spieler nach. Ohne den inneren Antrieb geht nichts. Da sind Eltern und Erziehung gefragt. Ja, wir brauchen Eishallen. Aber mehr Eishallen hatten wir in unserer Zeit auch nicht. Das Ganze ist auch ein gesellschaftliches Problem. Bei uns haben Ehemalige gecoacht, und solange wir nicht in Trainer investieren, wird’s nicht besser werden.

Red Bull fördert den Sport in einer Akademie in Salzburg. Wie stehen Sie solchen Projekten eines Wirtschaftsunternehmens gegenüber?

Lange: Grundsätzlich ist das ein Segen. Köln und Mannheim verlieren Spieler nach Salzburg, die meisten kommen wieder zurück. Warum? Warum ist eine solche Förderung nicht an solch großen Standorten möglich? Andererseits muss man auch fragen, ob es sinnvoll ist, 13-, 14-Jährige anzuwerben.

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In Deutschland hat Mannheim Vorbildcharakter. Warum schaffen so wenige Nachwuchsspieler dort den Sprung in die DEL?

Liesegang: Das liegt am Geklüngel. Die Adler holen lieber einen Spieler mit 500 NHL-Einsätzen. Der bringt aber auch gleich einen Liegestuhl mit. Solche Jungs kommen doch in erster Linie, um sich Europa anzuschauen.

Lange: Natürlich muss man den jungen Spielern eine Chance geben. Aber so ist das Business. Der Trainer braucht Erfolge, um seinen Job zu verteidigen. Der Geschäftsführer will Zuschauer im Stadion. Das geht nur über Erfolg. Ein guter, junger Spieler wird sich aber durchsetzen.

Liesegang: Man muss auch mal ein, zwei Schritte zurück machen, um zwei, drei Schritte nach vorne gehen zu können. Ich habe jahrelang in der Oberliga gespielt; Über- und Unterzahl. Oberliga - aber ich habe gespielt. Ich hätte mich auch in Düsseldorf auf die Bank setzen können. Da bin ich nach vier Wochen aber schlecht drauf. Da ist mir mein Wohlbefinden lieber als vielleicht 5000 Euro, die ich mehr hätte. Heutzutage reden da auch die Berater zu viel mit. Die DEL wird über alles gestellt. Was zählt, ist aber die Eiszeit.  

Man glaubt immer, irgendeiner dankt es. Aber genau das Gegenteil ist der Fall

Harry Lange über Einsätze trotz Verletzungen

Wird man Sie beide auch im kommenden Jahr wieder bei Ihren Klubs sehen?

Lange: Jeder sagt: Spiele, so lange Du kannst! Die Zeit kommt nicht zurück. Die Frage ist: Was kann ich nach dem Eishockey mit dem gleichen Stolz und der gleichen Intensität machen? Ich habe Eishockey von kleinauf gelebt. Dazu zählen auch die kleinen Geschichten, die keiner sieht. Die kleinen Dinge, die das Kabinenleben ausmachen. Ich kann die Frage nicht beantworten. Ehrlich! Wir bewegen uns in jeder Saison zwischen Sein und Nichtsein. Ich hatte mal das Ziel, aufzuhören, wenn Bad Nauheim ein gestandenes Mitglied der DEL2 ist. Das heißt. Wenn Bad Nauheim ein sicherer Playoff-Kandidat ist und Platz zehn nach einer schlechten Saison als Enttäuschung eingestuft wird. So wie es im Augenblick läuft, auch für mich persönlich, macht’s natürlich Spaß. Ich kann mithalten. Das weiß ich. Aber ich möchte lieber ein Jahr zu früh als zu spät aufhören. Eine Saison könnte ich mir heute durchaus vorstellen; wenn die Perspektive stimmt.

Liesegang: Ich will meinen Teil zum Erfolg beitragen können. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich das nicht mehr kann, werde ich aufhören.

Harry Lange, Sie haben seit dem Aufstieg 2013 kein DEL2-Spiel verpasst. Wie geht das?

Lange: Klug war das sicher nicht. Mal mit Fieber, mal mit einem Bänderanriss. Man glaubt immer, irgendeiner dankt es. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Solange ich aber der Meinung bin, dass es irgendwie geht, werde ich dem Trainer nicht absagen.

Was wird am Sonntag den Unterschied ausmachen?

Liesegang: Entscheidend ist, wie wir ins Spiel gehen. Wenn wir focussiert sind und zeigen dies 60 Minuten lang, haben wir es in den eigenen Händen.

Lange: Und wenn wir das Gleiche machen - das haben wir zweimal gesehen - gewinnen wir (lacht). Dass dies schwer wird, wissen wir.

Steckbrief

Das sind Harry Lange und Nils Liesegang

Harry Lange Alter: 34 Geburtsort: Klagenfurt/Österreich

Größe: 1,74 Meter

Gewicht: 74 Kilogramm Stationen: Klagenfurt (bis 2004), Graz (2004 bis 2012), Dresden (2011/12), Bad Nauheim (seit 2012) DEL2-Bilanz: 269 Spiele, 40 Tore, 91 Vorlagen, 128 Strafminuten. Nils Liesegang Alter: 30 Geburtsort: Gelsenkirchen Größe: 1,74 Meter Gewicht: 86 Kilogramm Stationen: Krefeld, Eisbären Berlin, Herne (bis 2005), Oberhausen (2005/2006), Hamm (2006 bis 2008), Herne (2008 bis 2010), Duisburg (2010), Herne (2010/11), Dortmund (2011/12), Frankfurt (seit 2012) DEL 2-Bilanz: 194 Spiele, 84 Tore, 137 Vorlagen, 203 Strafminuten.

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