Neuer Anlauf geplant

  • vonUwe Lange
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Nach dem negativen Urteil des Schiedsgerichts zur Verzahnung und Wiedereinführung eines Auf- und Abstiegs zwischen den beiden Eishockey-Ligen DEL und DEL2 wollen die 14 Zweitliga-Klubs einen neuen Anlauf starten. Darauf einigten sich die Vertreter der Vereine am Montagabend in Frankfurt. Bis zum 31. März müssen diese aus den Versäumnissen der Vorjahre gelernt haben, dann endet die Frist zur Einreichung aller Unterlagen.

Nach dem negativen Urteil des Schiedsgerichts zur Verzahnung und Wiedereinführung eines Auf- und Abstiegs zwischen den beiden Eishockey-Ligen DEL und DEL2 wollen die 14 Zweitliga-Klubs einen neuen Anlauf starten. Darauf einigten sich die Vertreter der Vereine am Montagabend in Frankfurt. Bis zum 31. März müssen diese aus den Versäumnissen der Vorjahre gelernt haben, dann endet die Frist zur Einreichung aller Unterlagen.

Dem erneuten Scheitern wurden formaljuristische Gründe zugeorndet, die der Geschäftsführer der Löwen Frankfurt, Stefan Krämer, erläuterte: "Die Bewerbung der Kollegen aus Bietigheim und eine Teilbürgschaft der Steelers über 15 000 Euro wurde abgelehnt, da sie in den Augen der neutralen Prüfer den detaillierten Vorgaben in den Vereinbarungen der beiden Ligen nicht standhielt. Das ist zwar mehr als enttäuschend für die Liga, in den Begründungen aber nachvollziehbar, die Argumente der Juristen waren verständlich und transparent."

Neuer Kandidat gesucht

Nun gehe es nicht darum, den Steelers den Schwarzen Peter zuzuschieben, da sind sich Krämer und Andreas Ortwein, Geschäftsführer des EC Bad Nauheim, einig, "sondern darum, unser höchstes Ziel im Sinne des Eishockeysports zu erreichen". Neun Wochen bleiben dafür noch Zeit. "Wir müssen alle an einem Strang ziehen, eine bessere Kommunikation untereinander betreiben, damit der Eine dem Anderen bei den Hausaufgaben notfalls unter die Arme greifen kann", sparte der Löwen-Chef nicht mit Selbstkritik zum Ablauf der Bewerbungen. Ortwein sagt: "Wir müssen die sechs Standorte jetzt sauber qualifizieren".

Neben den Steelers hinterlegten fünf weitere Vereine die geforderten Bürgschaften und erfüllten alle Lizenzauflagen für die DEL: Frankfurt, Dresden, Kassel, der SC Riessersee und die mittlerweile in die Oberliga abgestiegenen Starbulls Rosenheim. Diese kommen für den dritten Anlauf nicht mehr in Frage, könnten sich bei einem Aufstieg höchstens nachlizenzieren lassen. Nun läuft die Suche nach einem Ersatz: "Wir haben zwei, drei Kandidaten im Blick", sagt Ortwein. Der EC Bad Nauheim ist nicht darunter, schließlich würde man allein mit dem offenen Stadion die Auflagen der DEL nicht erfüllen.

Die Frankfurter als heißester Interessent für einen DEL-Aufstieg ("Der Standort hat langfristig nur Zukunft in der obersten Liga") wollen laut Krämer nichts dem Zufall überlassen und der Liga ihre Direktbewerbung übermitteln, falls ein Klub der 1. Liga aus wirtschaftlichen Gründen keine Lizenz erhalten sollte.

"Wir haben dafür bis zum 15. Februar Zeit, werden aber schon kommende Woche unsere Unterlagen in die DEL-Zentrale senden, um dort unser Interesse zu zeigen" macht Krämer den Ernst seines Vereins am Aufstieg deutlich. Hintergrund für den bewussten Frühstart dürfte dennoch eher der Fingerzeig an eventuelle Problem-Klubs der Liga sein, mit den solventen Frankfurtern im Falle eines Ausstiegs in Verhandlungen zu treten.

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