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Neue Impulse bei Germania Schwalheim

  • vonThomas Brannekämper
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Björn Bosland übernahm vor wenigen Wochen das Amt des Spielertrainers beim SV Schwalheim, obwohl es mit Wolfgang Weimar nicht schlecht lief. Bosland und Spielausschuss-Chef Harsch nennen die Gründe.

Dennis Harsch, vielen auch als großer Fan des EC Bad Nauheim bekannt, steht in Schwalheim bei der Germania als Spielausschuss-Vorsitzender in der Verantwortung. Früher noch als Torwart aktiv, leitet er nun seit Längerem die sportlichen Geschicke am Schwalheimer Rad. Überrascht hat viele, das trotz des sportlichen Erfolgs kurz vor Beginn der Rückrunde mit Björn Bosland ein neuer Spielertrainer präsentiert wurde. Wolfgang Weimar, zuvor knapp zwei Jahre Übungsleiter in Schwalheim, musste gehen. Was die Sportliche Leitung der Germanen dazu bewogen hat, diesen Schritt zu gehen und wohin die Reise noch gehen soll, erklären Bosland und Harsch. Die erste Mannschaft ist in der Kreisliga B Nord beheimatet.

Herr Harsch, der Schritt, nach einer doch erfolgreichen Zusammenarbeit mit Wolfgang Weimar noch vor Beginn der Rückrunde einen neuen Spielertrainer zu präsentieren, kam überraschend. Was waren die Beweggründe für diese Entscheidung?

Dennis Harsch: Uns war es wichtig, zu Beginn der Rückrunde noch mal neue Impulse für die Mannschaft zu setzen. Auch wenn die Vorbereitung im Großen und Ganzen gut verlaufen ist, wollten wir nichts unversucht lassen, um unsere vor der Saison gesteckten Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Wir wollen so lange es geht um die ersten beiden Plätze mitspielen.

Die Wahl fiel auf Sie, Herr Bosland. Sie sind in Schwalheim kein Unbekannter. Mit drei Siegen und zwei Unentschieden war es eine gute Bilanz zum Rückrundenstart. Wie haben Sie die ersten Wochen erlebt?

Björn Bosland: Ich habe schon zum Runden-ende letzte Saison immer mal wieder ausgeholfen. Diese Saison habe ich von Anfang an mit der Mannschaft trainiert und gespielt und auch die Trainingsleitung übernommen, wenn Herr Weimar verhindert war. Somit gab es keine lange Eingewöhnungszeit. Ich kenne die Spieler, das Umfeld und war auch mit unseren Zielen vertraut. Mit Mathias Hebenstreit und Michael Lechner assistieren mir zwei erfahrene Spieler. So kann ich mich ganz gut darauf konzentrieren, was von Nöten ist, um die Mannschaft im Aufstiegsrennen zu halten. Und da alle sehr gut mitziehen, ist es für mich natürlich einfacher.

Nach dem Unentschieden im Spiel gegen Ober-Hörgern stehen noch neun Partien auf dem Programm. Wo steht der SV Germania Schwalheim am Rundenende?

Harsch: Ich denke, der SKV Beienheim II wird das Meisterrennen machen. Wir streben den Relegationsplatz an, wollen aber zur Stelle sein, wenn andere Mannschaften Punkte liegen lassen.

Bosland: Der Sieg gegen Nieder-Weisel II hat uns Selbstvertrauen gegeben. Das Nachholspiel gegen Ober-Hörgern wollten wir auf keinen Fall verlieren. Aber mit Wölfersheim, Steinfurth und Beienheim II haben wir noch schwere Spiele vor uns. Wir dürfen keinesfalls mehr leichtfertig Punkte liegen lassen. Unser Kader ist bis auf Alexander Melcher komplett, unsere A-Jugendlichen haben sich toll eingewöhnt. Wenn wir konzentriert bis zum Schluss weiterarbeiten, sollte der zweite Platz machbar sein.

Die "Zweite" spielt in der C-Liga Nord ebenfalls eine gute Rolle. Ist hier gegebenenfalls auch ein Aufstieg geplant?

Harsch: Nein, die Mannschaft ist zwar vorne dabei, unser Ziel war es aber, die Reserve zu stabilisieren und den Kader breiter zu gestalten, um eventuelle Ausfälle in der ersten Mannschaft besser abfangen zu können. Scheinbar ist uns dies ganz gut gelungen.

Gibt es für die kommende Saison schon Planungen, auch für einen eventuellen Aufstieg in die A-Liga?

Bosland: Wir sind uns, bis auf eine Ausnahme, mit allen Spielern einig. Der Kader wird zusammenbleiben, die aktuellen Spieler werden auch nächstes Jahr, unabhängig von der Liga, ihre Schuhe in Schwalheim schnüren.

Harsch: Und auch in der Trainerfrage werden wir bis Mai Nägel mit Köpfen gemacht haben. Bis dahin werden wir wissen, ob die Zusammenarbeit mit Björn ein weiteres Jahr Bestand hat. Björn hat uns schon signalisiert, dass er gerne auch in der kommenden Saison in der Verantwortung als Übungsleiter stehen möchte. Er muss halt schauen, ob sich dies alles mit beruflichen und privaten Verpflichtungen vereinbaren lässt.

Wie sieht es mit dem Nachwuchs aus? Sie haben schon drei A-Jugendspieler im Seniorenkader. Ist hier mit weiteren Talenten zu rechnen?

Harsch: In der Jugend sind wir nicht ganz so gut aufgestellt. Zwar stellen wir eine F- und G-Jugend, aber ab der D-Jugend sind wir in der JSG Eintracht Oberhessen organisiert. Die Spieler der älteren Jahrgänge wollen und sollen alle wieder für den SV Schwalheim auflaufen. Somit hat die Integration der jetzigen A-Jugend auch eine gewisse Vorbildfunktion. Es wird durch eine JSG aber nicht einfacher, die eigenen Spieler zum Heimatverein zurückzubekommen.

Sollte am Ende der Runde der angestrebte Relegationsplatz erreicht sein, gibt es hier Wunschgegner für die Dreierrunde?

Bosland: Alleine durch meine Vergangenheit in Fauerbach wäre als A-Liga-Vertreter Fauerbach ein interessanter Vergleich, zumal wir ein Vorbereitungsspiel gegen die Olympianer siegreich gestalten konnten. Aus der Südgruppe würde ich Ilbenstadt bevorzugen.

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