Rote Teufel

Bad Nauheimer vor Duell gegen Weißwasser mit Defensivproblemen

  • Christoph Sommerfeld
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Wieder zwei angeschlagene Spieler bei Bad Nauheim. Nach den Blessuren vom Dienstag könnten die Roten Teufel Personalprobleme in der Defensive kriegen. Am Freitag geht’s gegen Weißwasser.

So langsam geht es in der DEL 2 in die Crunchtime der Hauptrunde. Von 52 Spieltagen sind 39 absolviert. Die Eishockey-Cracks des EC Bad Nauheim stehen in einer bislang durchwachsenen Spielzeit vor der Heimpartie gegen die Lausitzer Füchse (Freitag, 19.30 Uhr) und dem Auswärtsauftritt bei den Heilbronner Falken (Sonntag, 18.30 Uhr). Besonders die heutige Begegnung verspricht aufgrund der Tabellensituation einiges an Brisanz.

Die Gegner: Das Team aus Weißwasser hat zweifellos einen Lauf. Die letzten vier Begegnungen gewann die Mannschaft von Trainer Robert Hoffmann allesamt, schlug am Dienstag sogar die Frankfurter Löwen mit 4:1. Der Rückstand auf die Roten Teufel (10. Platz) beträgt noch sechs Zähler. Mit einem Erfolg im Colonel-Knight-Stadion könnten die Ostdeutschen (11.) noch näher an die Kurstädter heranrücken. Die Gastgeber dagegen könnten mit einem Erfolg wieder etwas mehr Abstand aufbauen. Zwischen den beiden heutigen Kontrahenten verläuft brisanterweise die Trennungslinie, die nach der Hauptrunde über die Teilnahme an den Pre-Playoffs und den Playdowns entscheidet. "Sie werden gut eingestellt hier her kommen. Zuletzt haben sie von uns zu Hause sieben Stück kassiert. Da ist für Weißwasser noch eine Rechnung offen", sagt der Sportlicher Leiter des EC, Matthias Baldys. Bei Heilbronn warnt er explizit vor Angriff und Torwart. "Die haben drei Reihen mit Spielern, die Tore erzielen können." Die Baden-Württemberger treffen in dieser Saison schon zum vierten Mal auf Bad Nauheim. Dem Auftakterfolg des EC im Kurpark (3:0) folgten zwei klare Niederlagen (3:7 und 2:6).

Die Defensive: Da drückt der Schuh. Am Dienstag in Bayreuth setzte es sechs Gegentreffer bei null Strafminuten. Baldys will diese Statistik aber nicht nur auf zu wenig Aggressivität in der Verteidigung zurückführen. "Die Defensivleistung der ganzen Mannschaft hat nicht gestimmt. Wir haben in der Verteidigung schlechte Entscheidungen getroffen", sagt Baldys. Auch Trainer Petri Kujala hatte sich auf der Pressekonferenz in Oberfranken dazu geäußert: "Wir sind keine Mannschaft, die Spiele vorne im Angriff lösen kann. Wir müssen auch defensiv disziplinierter arbeiten. Davon habe ich heute leider nur wenig gesehen", bilanzierte der Bad Nauheimer Coach.

Das Personal: Freilich half es den Bad Nauheimern beim Schlusslicht wenig, dass nach der Hälfte der Spielzeit schon zwei Defensivspieler ausfielen. Aber das will Baldys keinesfalls als Ausrede gelten lassen. Er gab zu verstehen, dass sowohl Daniel Stiefenhofer als auch Nicklas Mannes zwar angeschlagen, aber am Freitag wieder einsatzbereit sind. "Wir dürfen nicht nur darüber reden, wer fehlt. Wir müssen auch sehen, dass viele fit sind." Auf keinen Fall spielen können allerdings der Langzeitverletzte Maximilian Brandl und Jannik Woidtke. Letzterer hatte sich in der Vorwoche im Training verletzt. Dem Verteidiger droht mit einer Fußverletzung ebenfalls eine längere Pause.

Gegen die Lausitzer Füchse mit dabei sein werden unterdessen Verteidiger Garret Pruden und Stürmer Leon Niederberger. Matthias Baldys teilte zudem mit, dass man wie immer erst im Laufe des Wochenendes Klarheit über die exakte personelle Situation für die sonntägliche Begegnung haben werde.

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