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Nachdenklich: Trainer Christof Kreutzer muss eine 1:7-Niederlage des EC Bad Nauheim aufarbeiten.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Zwei verletzte Stürmer bei Debakel gegen Heilbronner Falken

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Ein Debakel: Der EC Bad Nauheim kassiert die höchste Pflichtspiel-Niederlage unter Trainer Christof Kreutzer und verliert zwei Stürmer.

Peinlich! Als Reaktion auf ein NullPunkte-Wochenende mit 2:11 Treffern folgt die höchste Pflichtspiel-Niederlage unter Trainer Christof Kreutzer - und das auch noch auf eigenem Eis. Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim unterlag am Freitag vor 1802 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion den Heilbronner Falken mit 1:7 (1:3, 0:2, 0:2). Ebenso ernüchternd wie das Resultat war die Darbietung der Roten Teufel. Von der Leidenschaft, den Emotionen und dem Willen, mit denen die Mannschaft noch vor wenigen Wochen Heimspiele gegen Bietigheim und Frankfurt umgebogen hatte, war diesmal nichts zu sehen. Kaum ein Puck lief über zwei oder mehr Stationen. Das Selbstvertrauen ist im Keller. Gäste-Stürmer wie Bryce Gervais (vier Scorerpunkte) oder Dylan Wruck sorgten dagegen für Schwindelgefühle in der Verteidigungszone der Gastgeber und ließen selbst die Fans der Hessen mit der Zunge schnalzen. Fast schon obligatorisch: Heilbronn nutzte zwei seiner vier Powerplay-Möglichkeiten - mit einer enormen Selbstverständlichkeit obendrein. Bad Nauheim ließ derweil gleich fünf Überzahl-Situationen ungenutzt und kassierte bei numerischer Überlegenheit den mittlerweile vierten Gegentreffer (im erst neunten Spiel wohlgemerkt). Ins Bild des gebrauchten Abends passt das Ausscheiden von Cody Sylvester (Knie verdreht im Zweikampf) und Marvin Ratmann (Fuß geschwollen nach geblocktem Schuss), die nach 40 Minuten verletzungsbedingt in der Kabine geblieben waren. Den Ehrentreffer für die Roten Teufel, die erstmals in dieser Saison den Unmut der Fans zu hören bekamen, erzielte Andreas Pauli zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss.

"Das haben wir uns natürlich anders vorgestellt. Ein 1:7 macht keinen Spaß; mir nicht und der Mannschaft auch nicht. Dass die Reihe um Dani Bindels die Beste war, ist vielleicht schön, aber dann reicht das eben nicht. Da erwarte ich von den Leistungsträger einfach mehr", sagt Trainer Kreutzer. Er hatte gleich drei (von vier) Sturmreihen und zwei (von drei) Verteidigungspärchen nach den Pleiten gegen Kassel (0:5) und in Dresden (2:6) neu zusammengestellt und gar den Luxus, einen überzähligen Spieler auf der Tribüne parken zu müssen. Es traf Eric Betzold. Die Umstellungen blieben ohne erkennbare Konsequenz. Bad Nauheim wurde vor allem in den ersten 20 Minuten vorgeführt (5:21 Schüsse) und war mit einem 1:3-Rückstand gut bedient. Als die Gäste kurz nach Wiederbeginn erhöhen können, war die Partie entschieden. "Wir wollen die Teufel sehen", forderte die Kurve nach einer halben Stunde. Der Ruf verhallte.

EC Bad Nauheim: Bick - Kokkila, Stiefenhofer, Ketter, Sekesi, Slaton, Gnyp, Heyer - Strodel, Hamill, Sylvester, Pauli, Fiddler, Bires, Ratmann, El-Sayed, Palka, Kahle, Bindels, Cornett.

Heilbronner Falken: Pantkowski - Brady, Götz, Maschmeyer, Pavlu, Maginot, Mapes, Hon - Preto, Miller, Brune, Della Rovere, Damon, Nikiforuk, Soramies, Wruck, Gervais, Valenti, Klos, Koch.

Steno / Tore: 0:1 (2.) Gervais (Soramies, Wruck), 0:2 (10.) Pavlu (Gervais, Soramies), 1:2 (14.) Pauli (Ketter, Fiddler), 1:3 (20.) Gervais (Miller, Maginot - 5-4), 1:4 (23.) Valenti (Koch, Götz), 1:5 (39.) Soramies (Maschmeyer, Gervais - 4-5), 1:6 (56.) Nikifourk (Damon, Brady), 1:7 (59.) Valenti (Wruck, Della Rovere - 5-4). - Schiedsrichter: Nicole Hertrich/Erich Singaitis. - Strafminuten: Bad Nauheim 8, Heilbronn 10. - Zuschauer: 1802.

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