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EC Bad Nauheim: Wie Zach Hamill das Powerplay belebt

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Zach Hamill hat die Powerplay-Qualität des EC Bad Nauheim erhöht. Seit der Verpflichtung des Kanadiers treffen die Roten Teufel in fast jeder zweiten Überzahl-Situation; unter anderem durch Daniel Stiefenhofer.

Platz sechs. Eine Momentaufnahme sicherlich. Aber eine sehr Schöne; auch wenn’s gerade einmal drei Zähler bis Rang elf sind. Besser als aktuell, nach 23 von 52 Hauptrundenspieltagen der Deutschen Eishockey-Liga 2, war der EC Bad Nauheim in dieser Saison noch nicht platziert. "Die Jungs haben sich endlich einmal belohnt", sagt Christof Kreutzer, der Trainer, nach dem Sechs-Punkte-Wochenende (5:3 gegen Bietigheim/5:2 in Deggendorf), das die durchgehend starken Leistungen der Roten Teufel in den sechs Partien nach der Länderspielpause bestätigte.

EC Bad Nauheim: Zach Hamill ist der Schlüssel zum starken Powerplay

Der momentan prägende Faktor im Spiel der Badestädter: das Powerplay. Zur DEL2-Pause hatten die Roten Teufel ihre bis dahin 79 Überzahl-Situationen zu 17 Treffern genutzt. Eine Quote von 21,5 Prozent, ein Durchschnittswert, und entsprechend war die Mannschaft in dieser statistischen Kategorie geführt worden. Jetzt, nach weiteren sechs Spielen, führt Bad Nauheim die Wertung an! Mit einer Quote von 27,5 Prozent; vor so offensivstarken Mannschaften wie Ravensburg oder Frankfurt. Der Schlüssel: Zach Hamill. Seit seiner Verpflichtung, seit sechs Spielen also, treffen die Roten Teufel in fast jedem zweiten Powerplay (elf Treffer in 23 Überzahl-Situationen). Mit ihm ist das Powerplay variantenreicher geworden und entsprechend schwer zu verteidigen. Der Kanadier gehöre zu Kategorie der Spieler, "die eine besondere Fähigkeit haben. Das kann nicht jeder. Und Zach war einst ja nicht ohne Grund ein NHL-Erstrunden-Pick", sagt Kreutzer, der der dem 30-Jährigen nun aber endlich auch den ersten Treffer gönnen wurde. Aktuell stehen sieben Vorlagen in der Statistik Hamills, dessen Vertrag aktuell bis 7. Januar befristet ist.

Bei Daniel Stiefenhofer hat seine neue Powerplayrolle, unmittelbar vor dem Tor auf den Rebound lauernd, zudem den Torjägerinstinkt geweckt. "Unsere deutsche Eiche", schmunzelt Kreutzer. In vier der sechs Partien seit der Hauptrundenpause hat der 26-Jährige getroffen. Einzig in der Saison 2015/16 beim Oberligisten Regensburg hatte der Verteidiger mehr Tore erzielt; und da im übrigen in ähnlicher Powerplay-Rolle.

EC Bad Nauheim: Keine Sperre nach Horror-Check an Garret Pruden

In Deggendorf hat Mike Dalhuisen nach mehr als einmonatiger Pause sein Comeback gefeiert; den Ausfällen von Garret Pruden (Gehirnerschütterung) und Nicolas Geitner (Schulterverletzung) geschuldet. Insbesondere über den Check von Benjamin Zientek gegen Pruden, der das Bewusstsein verloren hatte, wurde am Wochenende heftig diskutiert; erst recht, da der Disziplinarausschuss nach Ansicht des Videomaterials keinen Anlass zu einer Sperre gesehen hatte. Zientek lief am Sonntag für Bietigheim ebenso auf wie Alexander Preibisch, der nach einem Zusammenprall mit Dustin Sylvester in die Kabine geführt worden war; mit Verdacht auf Gehirnerschütterung, wie es hieß.

In Deggendorf waren die Roten Teufel mit nur fünf Verteidigern angetreten. Ob zum kommenden Wochenende mit den Spielen in Heilbronn (Freitag, 20 Uhr) und gegen Crimmitschau (Sonntag, 18.30 Uhr) Förderlizenzler Johannes Huß aus Düsseldorf dazu stößt, ist angesichts der personellen Situation beim DEL-Klub mehr als fraglich. "Ein paar Spiele lassen sich sicherlich zu fünft überbrücken", sagt Kreutzer. Jetzt gelte es erst einmal in den kommenden Tagen die Genesung von Pruden abzuwarten.

EC Bad Nauheim: Torwart Felix Bick feiert starkes Comeback im Teufel-Trikot

Sein Comeback feierte Rückkehrer Felix Bick. Und der Torwart -  quasi als Blitz-Transfer erst am Freitagmorgen verpflichtet  - präsentierte sich, als sei er nie weg gewesen. "Eine super Lösung", nennt Kreutzer die Rückkehr des Keepers. Beide kennen sich aus der Nachwuchsabteilung der Düsseldorfer EG. "Er ist charakterlich ein feiner Kerl und hat mich auch sportlich noch nie enttäuscht. Man hat am Wochenende gesehen, welche Ruhe Felix ausstrahlt, gerade nach dem ersten Gegentreffer in Deggendorf. Und das überträgt sich auf die Vorderleute", sagt der Coach.

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