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Der EC Bad Nauheim hat die beste Heimbilanz in der Deutschen Eishockey-Liga 2. Mit der Unterstützung des Publikums wollen die Roten Teufel nun auch im Playoff-Viertelfinale Erfolge feiern. (Foto: Chuc)

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Die wichtigsten Fragen und Antworten vor den Playoffs

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Der EC Bad Nauheim trifft in den DEL2-Playoffs auf die Ravensburg Towerstars. Wie schwer ist der Gegner? Wie gut sind die Chancen? Hier gibt's die wichtigsten Fragen und Antworten.

Christof Kreutzer, der Trainer des EC Bad Nauheim, bezeichnet die Aufgabe als "schwierig, aber sicher nicht unmöglich". Andreas Ortwein als Geschäftsführer verweist auf die Punktebilanz. "In der Tabelle trennen uns nur drei Punkte. Da müssen wir uns sicher nicht verstecken." Die Roten Teufel treffen  nach einem Herzschlag-Finale zum Hauptrundenabschluss  der Deutschen Eishockey-Liga 2 nun im Playoff-Viertelfinale auf die Ravensburg Towerstars. Vor drei Jahren hatten sich beide Klubs schon einmal in der Runde der letzten Acht gegenüber gestanden. Da verloren die Hessen die Serie in fünf Spielen.

EC Bad Nauheim: Freitag in einer Woche geht es in Ravensburg in die Playoffs

Trotz der Qualität im Kader der Oberschwaben, trotz der Topfavoritenrolle, der Ravensburg von September bis Ende Januar gerecht geworden war: Bad Nauheim kann viele gute Argumente für sich sprechen lassen. Den direkten Vergleich (7:5 Punkte) beispielsweise, die Heimstärke (keine Mannschaft hat vor den eigenen Fans besser gepunktet), die Quoten in Über- (1. der Liga) und Unterzahl (2.) oder auch den neuen DEL2-Rekord an Toren bei eigener nummerischer Unterlegenheit (18 Tore!). "Die Saison hat uns sehr viel Positives beschert. Und das wollen wir mitnehmen", sagt Kreutzer.

In der Tabelle trennen uns und Ravensburg nur drei Punkte. Da müssen wir uns sicher nicht verstecken

Andreas Ortwein

Die Best-of-seven-Serie beginnt am Freitag, 15. März um 20 Uhr mit dem Spiel in Ravensburg. Am darauffolgenden Sonntag (17. März, 18.30 Uhr) treffen beide Klubs in Bad Nauheim aufeinander. Weitere fixe Termine sind der 22. und 24. März. Spätestens am 31. März ist der Halbfinal-Teilnehmer ermittelt.

EC Bad Nauheim: Die wichtigsten Fragen und Antworten vor dem Playoff-Start

Wie stark ist Ravensburg? Bad Nauheim hat den direkten Vergleich gewonnen. (7:5 Punkte/19:17 Tore). Nur in der Serie der Roten Teufel mit Heilbronn sind mehr Tore gefallen. Bad Nauheim (7:5/6:3) und Ravensburg (4:2/5:4 n.V.) konnten jeweils ihre Heimspiele gewinnen. In der Tabelle trennen beide Klubs nach 52 Spielen gerade einmal drei Zähler. Ravensburg wurden vor der Saison zu den Topfavoriten gezählt. Nach zweimaligem Scheitern in den Pre-Playoffs hatten die Towerstars ordentlich investiert und mit Andreas Driendl, Robbie Czarnik oder auch Pavel Dronia unter anderem drei prägende Zweitliga-Spieler der Vorsaison verpflichtet. Der Erfolg stellte sich rasch ein. 32 Spieltage lang führten die Towerstars die Tabelle an; teils mit großem Vorsprung. Nach der Länderspielpause schrumpfte das Polster.  Die Trennung von Trainer Jiri Ehrenberger war die Folge . Am 5. Februar hat Rich Chernomaz das Coaching übernommen. Seine Bilanz: fünf Siege, vier Niederlagen. Enttäuschend angesichts der Qualität im Kader ist die Powerplay-Quote (17,6 Prozent).

Wie wird die Viertelfinal-Konstellation in Ravensburg aufgenommen? Nur nicht Weißwasser; allein schon wegen der Reisestrapazen, heißt es. "Bad Nauheim hat eine gute Saison gespielt, ist sehr heimstark. Normalerweise sind wir gegen die Roten Teufel gut auf- und eingestellt. Letztlich ist’s egal, wer Playoff-Gegner ist. Wer mehr Biss und Zweikampfstärke zeigt, wird gewinnen", sagt Rich Chernomaz, der Trainer. Nach der Niederlage am Sonntag in Kaufbeuren (2:3) trennt die Towerstars bei Punktgleichheit ein einziger Treffer von den Bietigheim Steelers. Spekulativ: Hier könnte die 5:0-Wertung der Steelers-Partie gegen Bad Tölz (die Bayern waren nicht angetreten) entscheidend Einfluss genommen haben.

EC Bad Nauheim: Das machen die EC-Stars bis zum Playoff-Start

Wo gibt’s Karten für die Auswärtsspiele? Über die Homepage der Towerstars (www.towerstars.de) geht’s zum Ticketanbieter Reservix. Angesichts einer Kapazität von 3418 Zuschauern ist mit einem vollen Stadion zu rechnen. Stehplätze für Erwachsene kosten 16 Euro. Sitzplätze gibt’s für 22 Euro und 26 Euro, wobei hier allenfalls Restkarten in den freien Verkauf kommen.

Wie sehen die kommenden Tage aus? Trainer Christof Kreutzer hat seinen Jungs zwei freie Tage zugestanden. Am Mittwoch beginnt die Vorbereitung auf die Playoffs. In dieser Woche wird die Intensität noch einmal hoch sein, und nach einem trainingsfreien Sonntag soll ab kommenden Montag dann gezielt mit Ausrichtung auf die Towerstars gearbeitet werden.

Die Saison hat uns sehr viel Positives beschert. Und das wollen wir mitnehmen

Christof Kreutzer

Wer kommt zurück? Mit Verteidiger Daniel Ketter sowie den Stürmern Max Hadraschek und Dennis Reimer hatten am Wochenende drei Spieler gefehlt, die am Mittwoch wieder auf dem Eis stehen sollen. Aktuell ist mit Bestbesetzung (sieben Verteidiger, elf Stürmer sowie einem überzähligen Kontingentspieler im Angriff) zu planen. "Mit vollem Kader haben wir sehr beständig und gut gespielt. Das hat gut funktioniert und uns ausgezeichnet. Wenn ein Teil fehlt - das merkt man", sagt Kreutzer.

EC Bad Nauheim: So sieht die Formkurve der Roten Teufel nach der Hauptrunde aus

Wie ist die Formkurve der Roten Teufel? 19, 19, 30, 22. Das ist die Punktausbeute aus den vier Saisonvierteln. Der EC Bad Nauheim war seit dem 26. Oktober 2018 (13. Spieltag) kontinuierlich unter den Top-Ten und seit dem 26. Dezember 2018 (30. Spieltag) unter den Top-Sechs zu finden. Beste Platzierung war Platz vier (vier Spieltage lang). Nach dem ersten Hauptrunden-Wochenende hatte Bad Nauheim auf Position zwölf gelegen. Prägend war eine Serie von zwölf Heimsiegen in Folge. Die Hessen haben zudem nur ein einziges Mal mehr als zwei Spiele hintereinander verloren.

Das sind die Lieblings- und Angstgegner: Lieblingsgegner sind die Bayreuth Tigers. Hier wurden sämtliche zwölf Zähler gewonnen. Erfolgreich waren die Roten Teufel auch gegen Deggendorf (zehn Punkte), Crimmitschau, Frankfurt und Bad Tölz (jeweils neun Punkte). Ohne Zähler blieb die Mannschaft gegen Kaufbeuren. Den schlechteren direkten Vergleich haben die Badestädter zudem gegen Bietigheim (drei Punkte) und Heilbronn (vier Zähler).

Info

Das sind die wichtigsten Statistiken

Die DEL 2-Topscorer

   1. Roope Ranta (Heilbronn) 31+48=79  2. Matt McKnight (Bietigheim) 26+53=79  3. Dustin Sylvester (Bad Nauh.) 26+45=71  4. Jordan Knackstedt (Dresden) 21+50=71  5. Sami Blomquist (Kaufb.) 39+31=70  6. Adam Mitchell (Frankfurt) 23+47=70  7. Greg Gibson (Heilbronn) 35+31=66  8. Derek Damon (Heilbronn) 18+45=63  9. Rob Flick (Crimmitschau) 34+27=61

10. Norman Hauner (Bietigh.) 32+29=61

 

Die Topscorer der Roten Teufel

   1. Dustin Sylvester 26+45=71  2. Cody Sylvester 24+34=58  3. Andrej Bires 19+21=40  4. Radek Krestan 16+23=39  5. Zach Hamill 10+29=39  6. Mike Dalhuisen 11+19=30  7. Dennis Reimer 14+15=29  8. Max Hadraschek 8+21=29  9. Denis Shevyrin 4+25=29

10. Daniel Stiefenhofer 15+10=25

11. Max Brandl 5+17=22

12. Marcel Kahle 10+ 9=19

13. James Livingston 5+13=18

14. Daniel Ketter 2+11=13

15. Marvin Ratmann 7+ 5=12

 

Die Plus/-Minus-Statistik*

 

1. Zach Hamill +21

2. Cody Sylvester +19

3. Daniel Ketter +12

4. Marcel Kahle + 8

5. Steve Slaton + 8

...

   Max Hadraschek - 7    Garret Pruden - 7    Radek Krestan -11    Max Brandl -11    Andrej Bires -18  

Info: Wer bei einem Tor der eigenen Mannschaft auf dem Eis steht, erhält ein Plus. Wer bei einem Gegentor auf dem Eis steht, ein Minus. Tore/Gegentore in Über- und Unterzahl werden nicht berücksichtigt.

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