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Geschubst, gezerrt, geschoben: Rund um das Tor von Felix Bick wurde mit allen Mitteln gearbeitet, ehe der Sieg der Roten Teufel in Weisswasser unter Dach und Fach gebracht worden war.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: In Weißwasser die richtige Reaktion gezeigt

Der EC Bad Nauheim beendet seine Drei-Spiele-Negativ-Serie mit 2:1-Erfolg bei den Lausitzer Füchsen.

Das war die richtige Reaktion auf das Freitag-Debakel! In Weißwasser beendet der EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2 eine Serie von drei Niederlagen hintereinander und entführt durch einen 2:1 (0:0, 1:0, 1:1)-Erfolg drei Punkte aus der Lausitz. Die Füchse waren in zuvor neun Spielen der Saison 2019/20 nur ein einziges Mal ohne Zähler vom Eis gegangen.

Den Siegtreffer für die Roten Teufel erzielte Marc El-Sayed. Es war der erste Hauptrundentreffer für den zuletzt in die Kritik gerateten Heimkehrer aus der DEL. Zuvor hatte Andrej Bires die Hessen erstmals in Führung gebracht.

Der Matchwinner stand allerdings zwischen den Pfosten: Felix Bick. Der Torwart entschärfte gleich mehrfach Eins-gegen-eins-Situationen, unter anderem einen Penalty von Mike Hammond.

"Ich bin mächtig stolz auf die Mannschaft. Nach der Gegentor-Grippe der letzten drei Spiele schlagen die Medikamente offenbar an. Die Jungs haben hinten sehr, sehr gut gearbeitet. Sie haben als Team gespielt und bekamen den Lohn des Tüchtigen", sagte Trainer Christof Kreutzer.

Seinem Kollegen Corey Nilsson war die Enttäuschung über die Niederlage anzusehen. "Wir hatten quasi über 60 Minuten den Puck unter unserer Kontrolle, waren das bessere Team. Die Niederlage war unglücklich", sagte er.

Nach 18 Gegentoren in den letzten drei Spielen musste es für die Roten Teufel zunächst einmal darum gehen, die Defensive zu stabilisieren. Dies gelang, mitunter auch der Schludrigkeit in den Offensivaktionen der Hausherren geschuldet. Alleine zwischen der 27. und der 40. Minute leisteten sich die Hessen vier Hinausstellungen, eine unnötiger als die andere. Bad Nauheim stand vor Bick zwar sehr sehr kompakt, dem Powerplay von Weißwasser fehlten aber auch Tempo und Dynamik um daraus Kapital zu schlagen. Auf der Gegenseite hatte das Powerplay seinen Namen nicht wirklich verdient. Allerdings stellt Bad Nauheim aus der personellen Not heraus mit Simon Gnyp (18), Dani Bindels (20) und Jesker Kokkila (21) die wohl jüngsten Blueliner der Liga.

Just in eine Drangphase der Hausherren traf Bires (30.). Er profitierte von einem Fehler von Oliver Granz und konnte den Rebound nach seinem eigenen Torschuss verwandeln. Bad Nauheim hielt ebenso engagiert wie glücklich bis zur 44. Minute die Null. Dann war Mike Hammond im Slot im Nachschuss zur Stelle. Acht Minuten vor dem Ende stand schließlich El-Sayed goldrichtig, als ein Schuss von Daniel Stiefenhofer ihm von Füchse-Torwart Mac Carruth auf den Schläger fiel. Das Ende der Begegnung passte dann irgendwie zum Spiel. Hinter der gegnerischen Torlinie (!) leistete sich Bad Nauheim die nun aber siebte und letzte Hinausstellung des Abends; zweieinhalb Minuten vor dem Ende. Die Roten Teufel verteidigten ihren knappen Vorsprung aufopferungsvoll.

Lausitzer Füchse: Carruth - Monteith, Granz, Keussen, Kania, Mik, Pozivil, Rentsch - Farmer, Andres, Breitkreuz, George, Hammond, Murphy, Schwamberger, Boiarchinov, Streu, Kuschel, Reichel, Strodel.

EC Bad Nauheim: Bick - Ketter, Sekesi, Kokkila, Stiefenhofer, Slaton, Gnyp, Heyer - Strodel, Hamill, Fiddler, Pauli, El-Sayed, Bires, Kahle, Bindels, Cornett, Betzold, Palka.

Steno / Tore: 0:1 (30.) Bires (Sekesi), 1:1 (45.) Hammond (Keussen, Kania), 1:2 (52.) El-Sayed (Kokkila, Stiefenhofer) - Schiedsrichter: Carsten Lenhart/Mischa Apel. - Strafminuten: Lausitz 10, Bad Nauheim 14. - Zuschauer: 2803.

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