EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Warum die Sylvester-Brüder getrennt werden

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Einen Eishockey-Winter lang hatten die Sylvester-Brüder Dustin und Cody in den Reihen des EC Bad Nauheim begeistert. In der kommenden Saison wird man das Duo nicht mehr zusammen sehen.

Die Sylvester-Brüder haben ihre Entscheidung getroffen. Der jüngere der beiden, Cody, bleibt beim Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim. Der ältere, Dustin, beendet mit nur 30 Jahren seine Laufbahn als Profi-Sportler; der Familie wegen.

Dustin Sylvester: Abschied der Familie wegen

"Ich habe in den vergangenen neun Jahren die Möglichkeit gehabt, die Welt zu bereisen und das Spiel zu spielen, das ich liebe. Ich habe in dieser Zeit viele tolle Menschen kennengelernt und Freundschaften für’s Leben geschlossen. Ich hatte eine großartige Zeit in Europa, konnte zwei Jahre gemeinsam mit meinem Bruder spielen und möchte mich vor allem bei meiner Frau Sam bedanken, die mich immer unterstützt hat. Ich werde das Spiel vermissen, freue mich aber, ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen", gab Sylvester am Montagmittag in den sozialen Medien seinen Rücktritt bekannt.

Dustin Sylvester, mit 71 Punkten (darunter 25 Tore) in der letzten Saison unter den Top 5-Scorern der DEL 2-Hauptrunde, hatte sich mit den Roten Teufeln bereits wenige Tage nach Saisonschluss auf einen Anschlussvertrag geeinigt, sich mit einer befristeten Ausstiegsklausel aber eine Hintertür offen gehalten und den Klub vorab von seiner Entscheidung in Kenntnis gesetzt. "Wir hätten Dustin gerne eine weitere Saison bei uns gesehen, können seine Entscheidung aber zu 100 Prozent nachvollziehen", sagt Matthias Baldys, der Sportliche Leiter. Dustin Sylvester werde, wie es heißt, in einem Unternehmen eines Familienmitgliedes arbeiten.

Cody Sylvester vor dritter Saison beim EC Bad Nauheim

Cody Sylvester wird hingegen seine dritte Saison bei den Roten Teufeln bestreiten. Mit 24 Treffern und 34 Vorlagen war er in der vergangenen Saison der zweitbeste Punktesammler der Hessen während der Hauptrunde und ligaweit unter den Top 20-Scorern zu finden. Nach einer Spielzeit als Center (2017/18) war Cody zuletzt als Flügelstürmer neben Zach Hamill zum Einsatz gekommen. In den Playoffs ist der starke Unterzahlspieler dann aber, wie schon in der Vorsaison, unauffällig geblieben. "Ein Spieler wie er hat uns durch die Saison getragen und dorthin geführt, wo wie am Ende gelandet sind. In der Bewertung darf man nicht allein nach den Playoff-Eindrücken handeln, sondern muss das Gesamtbild sehen", sagt Baldys. Bad Nauheim hatte sich als Sechstplatzierter auf direktem Weg für die Playoff-Teilnahme qualifiziert und war im Viertelfinale in vier Spielen am späteren Meister Ravensburg gescheitert. Trainer Christof Kreutzer ergänzt: "Cody hat immer wieder gezeigt, dass er ein wichtiger Spieler für die Mannschaft ist. Daher habe ich mich sehr darum bemüht, Cody zu halten. Ich freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit."

Cody Sylvester hatte vor der Verpflichtung seines Bruders den Goldhelm des Topscorers getragen. "Ich komme wirklich gerne wieder nach Bad Nauheim. Ich ärgere mich noch immer dass die Playoffs nicht so gelaufen sind, wie wir uns das gewünscht haben", sagt der Kanadier, der zweite (und zugleich letzte) Kontingentspieler, der aus der Vorsaison verlängert hat.

EC Bad Nauheim: Zwei Kontingentstellen noch offen

Vor Cody Sylvester hatten bereits Torwart Felix Bick, die Verteidiger Daniel Ketter, Daniel Stiefenhofer und Steve Slaton sowie die Stürmer Zach Hamill und Marvin Ratmann verlängert.

Neu im Kader sind Verteidiger Aaron Reinig sowie die beiden Rückkehrer im Angriff, Marc El-Sayed und Andreas Pauli.

Nach wie vor ungeklärt ist die Zukunft von Abwehrspieler Denis Shevyrin sowie der Stürmer Marcel Kahle, Andrej Bires und Maximilian Brandl.

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