EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim mit vielen Fragezeichen

  • VonHolger Hess
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Der EC Bad Nauheim will den Schwung aus dem Derbysieg in die Partie gegen Heilbronn mitnehmen. Allerdings leidet der Trainingsbetrieb unter zahlreichen Ausfällen.

Kann der EC Bad Nauheim am dritten Adventswochenende das Punktekonto weiter aufstocken? Acht Zähler hat der Tabellenneunte der DEL2 bis dato im Dezember eingesammelt. Gegen zwei Mannschaften aus Baden-Württemberg soll die Bilanz weiter aufgepeppt werden. Heute (19:30 Uhr) erwarten die Mittelhessen im Colonel-Knight-Stadion mit den Heilbronner Falken (Platz elf) einen direkten Konkurrenten im Rennen um die begehrten Pre-Playoff-Ränge.  

Über 2000 Zuschauer erwartet

»Der Vorverkauf läuft gut«, berichtet Teammanager Matthias Baldys, »die 2000er-Marke dürfte diesmal wieder überschritten werden.« Am Sonntag (18:30 Uhr) fahren die Roten Teufel dann Richtung Bodensee zu den Ravensburg Towerstars (Platz sechs).

Im Dutzend billiger? »Ganze zwölf Mann auf dem Eis« hatte EC-Trainer Petri Kujala bei der Übungseinheit am Dienstag ausgemacht. Rekonvaleszent Andreas Pauli spulte ohne Ausrüstung ein individuelles Programm auf Schlittschuhen ab. Eine Verpflichtung von Trainingsgast Eddy Rinke erscheint aus wirtschaftlicher Sicht angesichts zuletzt sinkender Zuschauerzahlen unwahrscheinlich.  

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Nach dem Derbysieg in Frankfurt erweiterte sich die ohnehin schon lange Verletztenliste (Lehikoinen, Stiefenhofer, Kohl, Pauli, Brandl, Guryca) um Noureddine Bettahar (Rückenverletzung/Einsatz fraglich). Da sich auch einige Akteure mit Blessuren herumschlagen, passte es gut ins Bild, dass der junge Robin Palka aus dem DNL-Team des Kölner EC an zwei Tagen die schmale Übungsgruppe ergänzte.

Powerplay-Quote

»Wir müssen abwarten, wer am Freitag auflaufen kann und wer nicht«, sagt Petri Kujala, der in Sachen Trainingsgestaltung improvisieren musste. »Heilbronn kämpft wie wir um die Positionen sieben bis zehn. Sie haben bisher eine schwere erste Saisonhälfte hinter sich«, erwartet der Deutsch-Finne ein umkämpfte Partie gegen die mit den Ex-Nauheimern Corey Mapes (derzeit aber verletzt), Marcus Götz, Kyle Helms und Kevin Lavallee bestückten Falken. Positives Vorzeichen: In Sachen Powerplay-Effizienz haben sich die Wetterauer gesteigert und sind mit einer Quote von 14,53 Prozent an den heutigen Gästen (11,97) vorbeigezogen.  

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Torwart-Tausch

Mit dem Slowaken Marcel Melchercik haben die Käthchenstädter eine neue Nummer eins verpflichtet. Der 30-Jährige, für den in dieser Saison bisher 14 Einsätze beim HC Bozen in der länderübergreifen EBEL zu Buche stehen, ersetzt Andrew Hare. Der Vertrag des Kanadiers wurde aufgelöst. Melichercik stammt aus Poprad am Fuße der Hohen Tatra. Der Linksfänger durchlief in seinem Heimatland alle Jugendnationalmannschaften und absolvierte vier Länderspiele für die slowakische Auswahl. »Wenn man die Chance hat, einen Top-Mann wie Melichercik zu bekommen, dann musst du einfach zugreifen«, wird Coach Gerhard Unterluggauer in der regionalen Presse zitiert.

Ähnlich wie bei den Roten Teufeln gab es am Neckar zuletzt personelle Engpässe in der Defensive. Die Falken hoffen hier auf die Rückkehr von Patrick Kurz, der am Mittwoch wieder das Training aufgenommen hat.  

Im Aufwind

Die Formkurve bei Sonntag-Gastgeber Ravensburg zeigte in den vergangenen Wochen nach oben. Die Mannschaft von Jiri Ehrenberger arbeitete sich nach durchwachsenem Start immer weiter nach vorne. Kapitän Vincenz Mayer und Raphael Kapzan, die zwischenzeitlich verletzungsbedingt pausieren, sind wieder an Bord. Dagegen fällt Verteidiger Ondrej Pozivil mit einer Bänderverletzung länger aus. »Er wird zwar nicht operiert, aber von sechs bis acht Wochen Pause müssen wir wohl ausgehen«, erklärt Ehrenberger, der beim 5:3-Auswärtserfolg in Kaufbeuren wieder auf den Kanadier Mathieu Pompei zurückgreifen konnte.

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