EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim verteilt im Derby Geschenke

  • Michael Nickolaus
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Applaus, aber keine Punkte: Eishockey-Zweitligst EC Bad Nauheim unterliegt den Kassel Huskies zum Saisonstart mit 3:4 (1:2, 1:2, 1:0). Max Hadraschek, Nicklas Mannes und Radek Krestan treffen.

Die spielentscheidenden Unterschiede vor 3353 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion: die Torhüter-Position und die Über- und Unterzahl-Quote. Zwischen den Pfosten gewann der Huskies-Keeper Marcel Melicherik das Fernduell mit Jonathan Boutin, wenngleich sich der Huskies-Torwart kurioserweise von der Mittellinie (!) hatte überwinden lassen. Zudem nutzten die Nordhessen zwei ihrer vier Powerplay-Möglichkeiten, während die Roten Teufel während ihrer fünf Überzahl-Chancen torlos blieben. Die Treffer für Bad Nauheim erzielten Max Hadraschek, Nicklas Mannes und Radek Krestan.

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"Bei den Gegentoren haben wir Geschenke verteilt. Mein Team hat erst nach 30 Minuten das Heft in die Hand genommen. Das Ende der Partie stimmt mich aber zuversichtlich, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen", bilanzierte Bad Nauheims Trainer Christof Kreutzer.

Mannes war von Kooperationspartner Düsseldorf geschickt worden und ermöglichte eine Rotation mit sieben Verteidigern. Offensiv fehlte der nominell zwölfte Stürmer, da Torscorer Cody Sylvester seine Sperre aus der Vorsaison absitzen musste und erst am Sonntag zum Spiel in Kaufbeuren wieder zur Verfügung steht. Seine Rolle übernahm Marvin Ratmann, im Powerplay erhielt derweil der erst 19-jährige Nicolas Strodel das Vertrauen.

Die Roten Teufel wurden zu Beginn des ersten und des zweiten Abschnitts zweimal kalt erwischt und liefen entsprechend nahezu über die komplette Distanz hinweg einem Rückstand hinterher. Kassel nutzte durch Jens Meilleur gleich das erste Powerplay und legte nur elf Sekunden später durch Richie Mueller nach. 0:2 - da waren gerade mal fünf Minuten gespielt. Aus dem Nichts, Max Hadraschek fälschte einen Garret-Pruden-Schlenzer ab (10.) - kam Bad Nauheim zum Anschluss und zu etwas mehr Sicherheit im Spiel. Kassel blieb allerdings tonangebend.

Düster auch der Start in den zweiten Durchgang. Diesmal lagen rund zweieinhalb Minuten zwischen den beiden Treffern von Alexander Heinrich (offenbar bei verdeckter Sicht) und Meilleur (erneut in Überzahl). Erst 25. Minuten waren da gespielt. Die Nordhessen schienen nun den Fuß etwas vom Gaspedal zu nehmen. Bad Nauheim brachte den Puck jetzt öfter ins Angriffsdrittel, von einem Woidtke-Lattentreffer abgesehen, aber nicht zwingend. Immerhin: Die Teufel waren nach 40 Minuten - dank des kuriosen Mannes-Tores - aber noch im Spiel.

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Das Schlussdrittel bestimmte nun Bad Nauheim; unterstützt durch fünf Überzahl-Minuten, die aber nicht zum Anschluss genutzt wurden. Die Roten Teufel gaben nicht auf, eine Wende lag allerdings zu keinem Zeitpunkt wirklich in der Luft. Das Tor von Krestan war Ergebniskosmetik.

EC Bad Nauheim: Boutin - Dalhuisen, Pruden, Ketter, Woidkte, Slaton, Stiefenhofer, Mannes - Ratmann, Dustin Sylvester, Strodel, Livingston, Hadraschek, Krestan, Kahle, Brandl, Bires, Reimer, Kolb.

Kassel Huskies: Melicherik - Dinger, Reiß, Müller, Heinrich, Walters, Little, Kraus - Carciola, Neal, Mueller, Meilleur, Gron, Povorozniouk, Ritter, Henning, Valentin, Schirmacher, Krüger.

Steno: Tore: 0:1 (5.) Meilleur (Povorozniouk - 5-4), 0:2 (5.) Mueller (Carciola), 1:2 (10.) Hadraschek (Pruden, Krestan), 1:3 (21.) Heinrich, 1:4 (24.) Meilleur (Povorozniouk, Little - 5-4), 2:4 (39.) Mannes (Dalhuisen), 3:4 60.) Krestan - 6-5). - SR: Naust/Hertrich - Strafen: BN 8, Kassel 10. - Z.: 3353.

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