Wann geht’s wieder los? Marc El-Sayed und die Roten Teufel müssen sich derzeit noch in Geduld üben.
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Wann geht’s wieder los? Marc El-Sayed und die Roten Teufel müssen sich derzeit noch in Geduld üben.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Verspäteter DEL2-Start zeichnet sich ab

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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  • Michaela Streuff
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Eine Verschiebung des DEL2-Saisonstarts zeichnet sich ab. Das könnte Konsequenzen für die Playoff-Runde haben.

Die Deutsche Eishockey-Liga hat ihren Saisonstart bereits auf November verschoben. In der zweiten Liga wird derweil noch am geplant Auftakt am 11. September festgehalten - offiziell zumindest. Vieles deutet aber auf eine Verschiebung hin.

Konkrete Daten sind von Liga-Chef Rene Rudorisch noch nicht zu erfahren. "Entscheidend ist, ob zum Verbot der Großveranstaltungen bis 31. Oktober auch tatsächlichen Sportveranstaltung in unserem Ligabetrieb zählen", erklärt er. "Das Konzept, das wir gemeinsam mit dem Deutschen Eishockey-Bund zum Spielbetrieb und Training erarbeiten, wollen wir finalisieren, und dann gehen wir damit an die Öffentlichkeit. Dieser Schritt war schon immer für Anfang Juli geplant. Wir orientieren uns an dem, was wir wie umsetzen können. Das muss nicht zwingend gleichlautend zu dem sein, was die DEL entscheidet."

Für den Spielbetrieb in DEL und DEL2 gelten teils unterschiedliche Voraussetzungen: "In der riesigen Lanxess-Arena in Köln gelten beispielsweise andere Vorgaben als etwa in Bayreuth oder Crimmitschau."

Die Rechnung der Liga ist einfach: Je früher es mit Fans in den Eishallen möglich ist, umso besser für die Klubs. Denn die sind in ihren Budget-Planungen zwingend auf die Zuschauereinnahmen angewiesen. Die machen laut Rudorisch rund 35 Prozent in der Kalkulation eines Vereins aus.

Allerdings dürfen die Klubs auf Unterstützung des Bundes hoffen. Denn der hat beschlossen, dass auch die DEL2 von einem Konjunkturpaket von 200 Millionen Euro für Profiklubs profitieren soll. Die Nothilfe sieht vor, dass die ausbleibenden Zuschauereinnahmen von April bis Dezember mit 80 Prozent der Nettoerlöse erstattet werden. "Das ist ein klares Bekenntnis der Politik für den Profisport", lobt Rudorisch grundsätzlich. Weitere Details sind aber noch nicht bekannt.

Und was geschieht, sollte der Saisonbeginn tatsächlich nach hinten verschoben werden? Eine Reduzierung der Hauptrunde mit 52 Spielen sei nicht die favorisierte Variante. Denn man wolle den Klubs die planbaren 26 Heimspiele möglichst garantieren. "Nicht garantierbar ist hingegen die Teilnahme an den Playoffs", erklärt Rudorisch. Daher könnte man gegebenenfalls dort über eine Reduzierung des Modus nachdenken.

In Bad Nauheim wird nach wie vor zweigleisig geplant. Die Roten Teufel sind im ständigen Dialog mit der Liga sowie dem Wetteraukreis. "Wir tun alles, um zeitnah starten zu können, und ich bin überzeugt davon, dass wir einen Weg finden werden, Eishockey unter den gegebenen Umständen zu spielen, was auch immer dazu gehört. Genau für dieses Ziel wird bei uns intensiv gearbeitet", sagt Matthias Baldys, der Sportliche Leiter, der Roten Teufel.

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