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EC Bad Nauheim verpflichtet Verteidiger Jannik Woidtke

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Von: Michael Nickolaus

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Jannik Woidtke kommt! Am Donnerstagmittag hat der Verteidiger seinen Vertrag in Freiburg aufgelöst, am Abend wurde er beim Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim als Neuzugang vorgestellt.

Der 26-jährige Verteidiger bestreitet aktuell seine fünfte Zweitliga-Spielzeit (17 Tore und 43 Vorlagen in 277 Spielen). In der Saison 12/13 absolvierte der Rechtsschütze 32 DEL-Spiele für die Düsseldorfer EG, seinen Heimatverein. »Jannik ist ein solider deutscher Abwehrspieler, der auch offensiv etwas bewegen kann«, sagt Matthias Baldys, der Sportliche Leiter.

Die Roten Teufel, Tabellenneunter, waren zum Handeln gezwungen, nachdem zuletzt nur fünf Verteidiger zur Verfügung gestanden hatte und die Einsätze von Nicklas Mannes (U20 sowie Düsseldorf) und Garret Pruden (schulische Verpflichtungen in Köln) stets mit zahlreichen Unabwägbarkeiten verbunden waren. Vor seinem Engagement in Freiburg (vier Tore, drei Vorlagen, eine -14 in der Plus/Minus-Statistik) spielte Woidtke insgesamt drei Jahre in Kaufbeuren, zwei Winter lang in Duisburg und eine Saison in Dresden.

Am Freitagabend (20 Uhr) soll Woidtke in Crimmitschau sein Debüt geben. Am Sonntag (18.30 Uhr) ist dann der SC Riessersee im Colonel-Knight-Stadion zu Gast.

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Das Lazarett: Einige Fragezeichen begleiten die Roten Teufel in der Wochenend-Vorbereitung. Klar ist: Marc Kohl (Innenband), Nicklas Mannes (U20-Nationalkader) und Andreas Pauli (Bandscheibe) stehen neben Jan Guryca (Kreuzband) nicht zur Verfügung. Ob Esa Leihikoinen (Hexenschuss), Dominik Meisinger (Knieprellung) und Radek Krestan (Gesichtsverletzung) auflaufen können, ist offen. Mit dabei ist Garret Pruden. Der Verteidiger wurde für Freitag von seinen schulischen Pflichten in Köln befreit.

Überraschungsmannschaft Crimmitschau: Die Eispiraten - der Zweitligist mit dem Playdown-Abonnement - sind die Überraschungsmannschaft der Saison. In der Vorbereitung hatten die Sachsen noch sämtliche Spiele verloren; aktuell steht das Team von Kim Collins auf Rang sechs. Die Formkurve zeigt allerdings nach unten. Dreimal in Folge haben die Eispiraten verloren (Frankfurt/Dresden/Heilbronn). Mit Olivier Roy verliert die Mannschaft einen elementaren Baustein. Den kanadischen Torhüter zieht es zum DEL-Klub Augsburg. Ein Nachfolger ist schon gefunden. Aus Norwegen war Brett Kilar, ein US-Amerikaner mit deutschem Pass, in den Sahnpark gewechselt und eröffnet dort die Möglichkeit, einen weiteren Kontingentspieler zu verpflichten. Bernhard Keil (knapp 200 DEL-Spiele) muss seine Profi-Laufbahn beenden. Der erst 25-Jährige steht aus gesundheitlichen Gründen ab sofort nicht mehr zur Verfügung.

Ein aktueller deutscher Nationalspieler beim SC Riessersee: Lubor Dibelka, Andreas Driendl, Richie Mueller - diese Sturmreihe lässt DEL2-Fans mit der Zunge schnalzen. Das Außergewöhnliche: Kein Spieler der Topformation fällt unter das Ausländerkontingent. Da kann Toni Söderholm auf eine zweite Reihe mit Mathias Beck, Louke Oakley und Jared Gomes zurückgreifen, was die Offensiv-Qualität unterstreicht. Mit Jakob Mayenschein, Maximilian Daubner und Andreas Eder stehen zudem drei Förderlizenzspieler von DEL-Meister München regelmäßig zur Verfügung. Der 21-jährige Eder stand kürzlich gar im Kader der Nationalmannschaft beim Deutschland-Cup.

In Garmisch-Partenkirchen beschäftigt neben der sportlichen Situation aktuell die »Akte Ralph Bader«. Dem langjährigen SCR-Geschäftsführer war im März 2017 durch Alleingesellschafter Udo Weisenburger fristlos gekündigt worden. Dagegen hat Bader geklagt. Jetzt trafen sich beide Partien vor dem Arbeitsgericht. Im Raum steht unter anderem der Vorwurf, dass Gelder in fünfstelliger Höhe aus den Tageseinnahmen der Gastronomie bei den Heimspielen abhandengekommen seien. In der übernächsten Woche wird das Verfahren fortgesetzt.

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