Nummer eins

EC Bad Nauheim verpflichtet DEL-Keeper Felix Bick

  • Michael Nickolaus
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Torhüter Felix Bick kommt zurück - als Nummer eins. Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim hat am Dienstag die Gerüchte um einen Wechsel des Ex-Förderlizenzspielers zu den Roten Teufeln bestätigt.

Der 24-jährige Torhüter Felix Bick kommt von Kooperationspartner Düsseldorfer EG zurück in die Wetterau. Beim DEL-Klub aus dem Rheinland war der Linksfänger in der Saison 2016/17 auf zwölf Einsätze hinter Stammkeeper Matthias Niederberger gekommen. »Ich will jedes Spiel spielen, und es ist einfach die Zeit gekommen, den nächsten Schritt zu gehen. Ich freue mich auf Bad Nauheim, hier habe ich den Verein und das Umfeld kennengelernt. Jeder weiß, was er am anderen hat«, sagt Bick gegenüber dieser Zeitung. Voraussichtlich schon Ende des Monats werden Bick und seine Lebensgefährtin ihren Lebensmittelpunkt in die Wetterau verlagern.

Acht Spiele hatte Bick in der Spielzeit 15/16 als »Leihgabe« aus Düsseldorf für den Zweitligisten bestritten. Nach dem Abschied von Mikko Rämö bildet er nun zusammen mit Jan Guryca das Torhüter-Duo, das bei Bedarf durch einen Förderlizenzkeeper aus Düsseldorf ergänzt werden könnte. Die adäquate Besetzung der Torwart-Position mit einem deutschen Spieler erlaubt den Roten Teufel nun die Verpflichtung eines weiteren Kontingentspielers im Feld, wobei aktuell mit einem dritten ausländischen Stürmer geplant wird.

Trainer Kujala: "Mussten nicht lange überlegen" Die Verpflichtung Bicks, der zweite Neuzugang nach Verteidiger Daniel Stiefelhofer (Regensburg/Oberliga), ist eine Konsequenz aus der mittlerweile mehrjährigen Partnerschaft mit Düsseldorf. »Ja, dass ich Bad Nauheim schon kennengelernt und einen positiven Eindruck gewonnen hatte, hat natürlich eine große Rolle gespielt. Hier weiß ich, was mich erwartet«, sagt der Keeper, der auch der Umstellung von einer modernen Arena auf ein traditionelles Stadion Positives abgewinnen kann. »Ich muss gestehen: Ich bin ein Fan von solchen alten Stadien«, sagt er.

»Als sich die Möglichkeit ergab, Felix zu bekommen, mussten wir nicht lange überlegen. Er hatte in der Vorsaison bewiesen, dass er eine Nummer eins in der zweiten Liga sein kann. Wir haben ihn als Menschen und als Sportler kennengelernt, und ich bin sehr froh, dass er zu uns kommt«, sagt Petri Kujala, der Trainer der Hessen.

Ein "Musterprofi" Bick wurde in Schwenningen geboren und kam 2009 ins Rheinland. Im Seniorenbereich sammelte der 1,81 Meter große und 80 Kilogramm schwere Blondschopf überwiegend beim EV Duisburg in der Oberliga Spielpraxis. 30 DEL-Einsätze stehen zudem in seiner Vita (1304 Minuten), wobei er auf eine Fangquote von knapp über 90 Prozent kommt. Als einer von fünf Torhütern wurde Bick im April letzten Jahres in den Kader des Deutschen Eishockey-Bundes für die Euro Hockey-Challenge (dient der unmittelbaren WM-Vorbereitung) berufen, kam international aber nicht zum Einsatz.

DEG-Trainer Christoph Kreuzer hatte den Torwart in der Vergangenheit als »Musterprofi, stark und zuverlässig« bezeichnet. Bick bestätigte diese Einschätzung, wenn er zwischen den Pfosten stand, sah nach der Vertragverlängerung von Torhüterkollege Matthias Niederberger bis 2020 aber keine Perspektive beim Traditionsklub.

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