Dominik Meisinger und die Roten Teufel haben drei der vier Derbys mit den Löwen Frankfurt gewonnen.	(Foto: Nici Merz)
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Dominik Meisinger und die Roten Teufel haben drei der vier Derbys mit den Löwen Frankfurt gewonnen. (Foto: Nici Merz)

EC Bad Nauheim

Wie der EC Bad Nauheim in Unterzahl einen Schub bekam

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Der EC Bad Nauheim geht als Sechster in das letzte Hauptrunden-Wochenende. Im Interview spricht Stürmer Dominik Meisinger über den Höhenflug, Derby-Siege und das »dicke Plus« der Mannschaft.

Zur Hauptrunden-Halbzeit hatte der EC Bad Nauheim zehn Punkte Rückstand auf Platz sechs. Jetzt, zwei Spieltage vor Abschluss der regulären Saison in der Deutschen Eishockey-Liga 2, belegen die Roten Teufel selbst jenen Platz, der zur direkten Playoff-Qualifikation berechtigt, haben gar fünf Zähler Vorsprung auf Position sieben. Im Interview nach dem Derby-Sieg in Frankfurt spricht Stürmer Dominik Meisinger über diese Aufholjagd, über die Duelle mit den Löwen und wie die Mannschaft durch die vielen Unterzahlsituationen angestachelt wurde.

Vier Spiele, drei Siege. Haben die Roten Teufel mit Frankfurt einen Lieblingsgegner?

Dominik Meisinger: Derbys sind immer was Besonderes, und gerade für uns in der Rolle des Underdogs. Da kitzelt man dann vielleicht doch noch ein paar Prozent mehr heraus. Jetzt wollen wir die Top-Sechs-Platzierung verteidigen und ordentliche Playoffs spielen.

Der Vorsprung auf Rang sieben beträgt bereits fünf Punkte.

Meisinger: Wir nehmen Spiel für Spiel. Jetzt geht’s in die Lausitz. Die haben ebenfalls einen Lauf und kämpfen noch im Platz zehn. Dann geht’s gegen Ravensburg. Wir können beide Gegner schlagen. Es liegt in unseren Händen.

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In Frankfurt stand die Mannschaft lange Zeit in Unterzahl auf dem Eis. Dazu war sicher mit der einen oder anderen Unparteiischen-Entscheidung zu hadern. Inwiefern hat das - bei aller Kraft, die gelassen wurde - auch zusätzlich angestachelt?

Meisinger: Natürlich ärgert man sich. Ich denke, diesmal gab’s einige Entscheidungen zu viel gegen uns. Aber: Man kann sich an solchen Situationen auch hochziehen, wie man sieht. Wir haben gut in Unterzahl gespielt. Jeder hat sich reingehauen. Und je länger man da ohne Gegentor bleibt, umso mehr kann das einen Schub geben; auch wenn es Kraft kostet.

Zwischenzeitlich hatte Bad Nauheim zehn Punkte Rückstand auf Rang sechs. Mal ehrlich: Haben Sie dann noch an eine solche Aufholjagd geglaubt?

Meisinger: Die Top Sechs hat man natürlich immer im Auge, aber der Abstand war schon groß. Insofern ist’s schon ein bisschen überraschend, dass wir jetzt dort stehen. Seit Weihnachten haben wir uns wahnsinnig stabilisiert, und die Mannschaften vor uns haben alle immer mal ein bisschen geschwächelt.

Was zeichnet die Mannschaft derzeit aus?

Meisinger: Der Teamgeist. Das hat man in Frankfurt gesehen, aber auch schon gegen Freiburg. Wir haben vier Reihen. Jeder haut sich rein, jeder marschiert. Ich glaube, da haben wir ein ganz dickes Plus.

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