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Tyler Fiddler hofft, die Roten Teufel im Derby gegen die Kassel Huskies verstärken zu können. FOTO: CHUC

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Tyler Fiddler vor Comeback

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Das Comeback von Tyler Fiddler beim EC Bad Nauheim zeichnet sich ab. Vielleicht ist der Kanadier bereits am Donnerstag im Derby gegen Kassel schon wieder dabei.

Die Bayern-Fraktion fuhr direkt nach Hause. Andreas Pauli, Manuel Strodel, Daniel Stiefenhofer, Huba Sekesi und Nico Cornett haben sich am Sonntagabend in Landshut von Freunden und Familie abholen lassen. Andere, wie die Förderlizenzspieler aus Köln oder auch Christof Kreutzer, der Trainer, machten sich noch in der Nacht auf den Weg ins Rheinland. Zu Heiligabend haben sich die Profis des EC Bad Nauheim in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Nach zwei trainingsfreien Tagen wird ab Mittwochnachmittag der Fokus auf das Topspiel am Donnerstag (18.30 Uhr) gerichtet. Die Kassel Huskies sind als Spitzenreiter der Deutschen Eishockey-Liga 2 im Colonel-Knight-Stadion zu Gast; zum Auftakt einer Serie von fünf Spielen in zehn Tagen.

Was bleibt vom Wochenende hängen?Drei Punkte aus den Spielen gegen Bayreuth (3:2 n.P.) und in Landshut (2:3 n.V.) - mehr wäre nach Eindrücken aus den 125 Wochenend-Minuten auch zu viel des Guten gewesen. "Am Ende zählt jeder Punkt. Und deshalb nehmen wir das gerne mit", sagt Trainer Kreutzer, der sehr wohl registriert hat, dass spielerisch nicht viel zusammen lief und offensiv Akzente und Überraschungsmomente völlig fehlten. Insbesondere der mit Vorschlusslorbeeren und hohen Erwartungen verpflichtete Kanadier Jack Combs bleibt - trotz fünf Punkten aus fünf Spielen - blass; sofern er nicht unmittelbar an der Scheibe ist. "Die Neuen müssen jetzt produzieren", sagt der Coach. Nach Manuel Strodel hatte Marcel Kahle diesmal das Duo Combs/Jared Gomes ergänzt - der passende dritte Mann scheint noch nicht gefunden. Die momentane Torflaute (sieben Tore in den letzten vier Spielen) schreit förmlich nach Umstellungen. Bad Nauheim ist aktuell die torungefährlichste Mannschaft der DEL 2. Erst 85 Treffer haben die Roten Teufel erzielt, zuletzt in drei von vier Spielen mit nur einem Treffer Unterschied verloren. Auffällig: Bad Nauheim hat noch nicht einen einzigen Treffer im Unterzahl erzielt; als einzige Mannschaft der Liga überhaupt. Im Vorjahr (18 Treffer) hatten insbesondere die Sylvester-Brüder Cody und Dustin für stete Torgefahr in Unterzahl gesorgt.

Wie sieht’s personell aus?Tyler Fiddler will am Donnerstag sein Comeback feiern. Selbst am freien Montag hat der Kanadier auf dem Eis gestanden. Ob’s für einen Einsatz im Derby reicht, wird der Belastungstest am Mittwoch zeigen. Er würde neue Optionen schaffen. Für Mick Köhler kommt ein Einsatz zu früh. Der Center aus dem Förderlizenzpool aus Köln fehlt verletzt. "Vielleicht kommt er noch vor Jahreswechsel zurück", sagt Kreutzer. Förderlizenz-Verteidiger Simon Gnyp hat den Übergang aus dem erweiterten in den endgültigen U20-WM-Kader nicht geschafft. Wie Maximilian Glötzel fiel der Kölner dem letzten "Cut" zum Opfer und steht damit den Roten Teufel rund um den Jahreswechsel zur Verfügung.    

Wie läuft’s bei Derby-Gast Kassel?Die Huskies führen die Tabelle mit sechs Punkten Vorsprung an; kamen in den letzten vier Partien aber auch nicht über sechs Zähler hinaus. Dem 7:3-Spektakel gegen Dresden war die 0:1-Niederlage in der Lausitz vorausgegangen. Zum Weihnachtsfest haben die Nordhessen Verteidiger Curtis Gedig verpflichtet. Der Deutsch-Kanadier hatte zuletzt beim DEL-Klub Bremerhaven unter Vertrag gestanden.

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