EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Turbulentes Schlussdrittel

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Der EC Bad Nauheim feiert in der Deutschen Eishockey-Liga 2 einen 5:2-Erfolg gegen den Deggendorfer SC. Und die Roten Teufel machen es dabei spannender als es hätte sein müssen.

Erst war’s ein Geduldsspiel. Mehr als 30 Minuten lang. Mit einer Zwei-Tore-Führung machten es die Roten Teufel im Schlussdrittel dann ebenso überraschend wie unnötig spannend (2:2/50.). Und ganz am Ende konnte in Bad Nauheim doch gefeiert werden. Die Hessen schlugen den Deggendorfer SC, den Aufsteiger in die Deutsche Eishockey-Liga 2, vor 1823 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion mit 5:2 (0:0, 1:0, 4:2). Hochverdient! Und wenn die Gastgeber nach 20 Minuten vielleicht schon drei und zur zweiten Pause eventuell schon fünf oder sechs Treffer vorgelegt hätten, wäre das auch in Ordnung gegangen. Chancen waren da, reichlich. Sie wurden nur nicht mit der letzten Konsequenz des vergangenen Wochenendes genutzt.

EC Bad Nauheim: Zwei Powerplay-Tore zum 2:0

"Wir hätten eher das Tor machen müssen. Mit dem 2:0 im Rücken waren wir kurzzeitig hinten zu offen. Letztlich hat die Mannschaft aber ihr Ding durchgezogen", sagt EC-Trainer Christof Kreutzer, dem John Sicinski zum Sieg gratulierte. "Bad Nauheim hat das Spiel gemacht, aber uns am Ende noch einmal die Chance gegeben, ins Spiel zu kommen. Das haben wir nicht genutzt", bilanzierte der Coach der Gäste. Zwei Powerplay-Treffer hatten Bad Nauheim auf den richtigen Weg gebracht. Entschieden wurde die Partie durch den erneuten Führungstreffer von Daniel Ketter. Neben ihm konnten sich außerdem alle vier Kontingentspieler in die Torschützenliste eintragen.

EC Bad Nauheim: Zu wenig aus den Chancen gemacht

Bad Nauheim hatte lang Zeit sehr viel richtig gemacht. Beweglich, das Tempo forcierend, viele Zweikämpfe gewinnend und Scheibenverluste in der DSC-Zone sowie Powerplay-Chancen provozierend. Was fehlte, das war einzig der Torerfolg. 35:30 Minuten waren vergangen, als im fünften Powerplay endlich die Führung erzielt werden konnte (Cody Sylvester von der blauen Linie). Zu Beginn des Schlussabschnitts legten die Teufel mit dem zweiten Überzahl-Tor durch James Livingston nach – dem Sieg schien nichts im Wege zu stehen. Deggendorf, das als Neuling durchaus prominente Namen im Kader aufzubieten hatte, verstand es zwar, das eigene Tor zu vernageln, nach vorne wirkten die Gäste aber nicht zielstrebig und druckvoll genug. Kaum war’s ausgesprochen, da rappelte es zweimal im Tor der Roten Teufel (46./50.), die Gefahr liefen, sich für ihre Arbeit nicht zu belohnen.

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Das Ketter-Tor brachte Bad Nauheim dann wieder in die Spur (3:2/50.), ehe die zweite Hinausstellung drei Minuten vor Schluss wieder Nervenkitzel brachte. Mit einer Energieleistung legte Cody Sylvester schließlich den vierten Treffer – ein Empty-Net-Tor – auf, und am Ende erhöhte Mike Dalhuisen, ebenfalls ins verwaiste Gehäuse treffend. Das Resultat stimmte. Allerdings hätten die Roten Teufel dieses sicherlich auch einfacher haben können.

Im Stenogramm: EC Bad Nauheim - Deggendorfer SC

EC Bad Nauheim: Hane – Slaton, Pruden, Dalhuisen, Mannes, Ketter, Stiefenhofer, Woidtke, Geitner – Kahle, Hadraschek, Brandl, Livingston, Dustin Sylvester, Krestan, Reimer, Bires, Cody Sylvester, Ratmann, Kolb, Strodel.

Deggendorfer SC: Brenner – WolfgrammRoach, Vavrusa, Stern, Wiederer, Müller – Christoph Gawlik, Kelly, Röthke, Leinweber, Gibbons, Brittain, Janzen, Schembri, Litesov, Deutschl.

Steno / Tore: 1:0 (36.) Cody Sylvester (Bires, Hadraschek - 5-4), 2:0 (41.) Livingston (Dalhuisen, Dustin Sylvester - 5-4), 2:1 (46.) Brittain (Gibbons), 2:2 (50.) Wiedrer (Schembri), 3:2 (53.) Ketter (Bires, Reimer), 4:2 (59.) Dustin Sylvester (Cody Sylvester - Empty-Net), 5:2 (60.) Dalhuisen (Empty-Net). – Strafminuten: Bad Nauheim 4, Deggendorf 14. - Zuschauer: 1823.

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