Eishockey

EC Bad Nauheim triumphiert mit 3:2 in Kassel

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Die Matchwinner beim 3:2-Erfolg des EC Bad Nauheim in Kassel waren Dennis Reimer (2 Tore) und Torwart Hendrik Hane. Erstmals seit 2015 gab’s wieder einen Sieg in Nordhessen.

Bad Nauheim jubelt in Kassel. Mit 3:2 (1:0, 2:1, 0:1) gewinnen die Roten Teufel das Derby der Deutschen Eishockey-Liga 2 am Sonntagabend bei den Huskies. Ein ungewohntes Gefühl. Der zuvor letzte Sieg der Mittel- bei den Nordhessen datiert aus dem Dezember 2015. Entsprechend wurde die Mannschaft nach dem Sechs-Punkte-Wochenende von den etwa 300 Anhängern aus der Wetterau unter den 3423 Zuschauern in der Eissporthalle am Auepark gefeiert.

EC Bad Nauheim: Mike Dalhuisen verletzt

Die Matchwinner: Zum einen – wie schon beim Derby-Sieg in Frankfurt – Hendrik Hane. Der 18-Jährige gewann das Fernduell der Torhüter gegen Marcel Melichercik. Der Slowake im Kasten der Gastgeber wurde nach 35 Minuten und dem dritten Gegentreffer ausgewechselt. Die zweite Schlüsselfigur war Dennis Reimer. Der Außenstürmer der dritten Reihe erzielte zwei Treffer (19./23.). Zudem traf Daniel Stiefenhofer (im Alleingang das Huskies-Tor/35.). Allerdings: Der Sieg wurde mit dem Ausscheiden von Mike Dalhuisen bezahlt. Der Niederländer blieb nach dem ersten Abschnitt verletzungsbedingt in der Kabine; Bad Nauheim brachte das Spiel mit fünf Verteidigern über die Zeit.

"Die Mannschaft hat sich heute selbst belohnt. Der Sieg war Pflicht, nachdem wir das erste Duell zu Hause verloren hatten", sagt EC-Trainer Christof Kreutzer. Sein Kollege Bobby Carpenter war trotz der Niederlage nicht gänzlich unzufrieden: "Wir hatten die Kontrolle über die Partie. Wir haben eben nur keine Tore geschossen und müssen die Köpfe freibekommen."

EC Bad Nauheim: Bange Minuten nach Wechselfehler

Wirkliche Derby-Atmosphäre entwickelte sich nur selten. Die Stimmung in Kassel ist nach zwei Siegen aus den letzten neun Spielen und einem Trainerwechsel stark gedämpft. Zudem fehlten auf dem Eis die Szenen, die das Publikum in Wallung bringen. Erst gegen Ende wurde es so richtig hitzig. Kassel machte mächtig Druck, und immer wieder ging der bange Blick der Gäste zur Uhr, als sich die Roten Teufel zu allem Überfluss einen Wechselfehler leisteten und zwei der letzten drei Minuten in Unterzahl zu überstehen hatten.

Bad Nauheim hatte in dieser Partie sicherlich das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite; eine ehrlich erarbeitete Portion Fortune. Schon früh wurde ein Puck gerade noch von der eigenen Torlinie gekratzt. Kassel – das zeigten die ersten zehn Minuten – wollte etwas gutmachen vor dem eigenen Publikum. Mitte des ersten Abschnitts fanden dann auch die Teufel in die Partie. Zunächst traf Dalhuisen den Innenpfosten, dann nahm Reimer nach einem Schuss von Daniel Ketter den Rebound auf und traf zur Führung (19.).

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Reimer nutzte zu Beginn des zweiten Abschnitts einen Turnover aus der neutralen Zone und erhöhte auf 2:0. Kassel entfachte anschließend Druck, übertraf sich allerdings im Auslassen guter Möglichkeiten, verfehlte teils das leere Tor. Als Stiefenhofer einen Drei-Tore-Vorsprung markiert hatte, schien die Stimmung im Publikum zu kippen. Allerdings: Sam Povorozniouk brach für die Huskies den Bann, stellte schnell den Anschluss her (36.) und als Tyler Gron im Powerplay verkürzt hatte (50.), sollte auf Gäste-Seite das Zittern beginnen.

Im Stenogramm: Kassel Huskies - EC Bad Nauheim

Kassel Huskies: Melicherik (ab 35. Hungerecker) – Heinrich, Müller, Walters, Little, Reiß, Dinger – Christ, Neal, Mueller, Ritter, Povorozniouk, Gron, Busch, Hennig, Meilleur, Krüger, Schirmacher, Woidtke.

EC Bad Nauheim: Hane – Ketter, Shevyrin, Dalhuisen, Stiefenhofer, Slaton, Mannes – Hadraschek, Cody Sylvester, Dustin Sylvester, Livingston, Bires, Krestan, Reimer, Sekesi, Kahle, Ratmann, Brandl, Strodel.

Steno: Tore: 0:1 (19.) Reimer (Ketter, Shevyrin), 0:2 (23.) Reimer, 0:3 (35.) Stiefenhofer (Dustin Sylvester – 5-4), 1:3 (36.) Povorozniouk (Gron, Ritter), 2:3 (50.) Gron (Meilleur – 5-4). – SR: Gogulla/Melia. – Strafminuten: Kassel 4, Bad Nauheim 10. – Zu.: 3423.

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