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Dreifacher Torschütze beim 7:1-Erfolg des EC Bad Nauheim gegen den Herner EV ist Andrej Bires (Mitte), dem Robin Palka (links/Nr. 26) und Jesper Kokkila (rechts) zu seinen Treffern gratulieren.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Trainingsspiel-Charakter

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Andrej Bires sticht beim Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim als dreifacher Torschütze in der Partie gegen den Herner EV heraus.

(mn). Das hatte allenfalls Trainingsspiel-Charakter. Vor 931 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion feierte Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim am Sonntagabend einen 7:1 (2:0, 3:0, 2:1)-Erfolg gegen den Oberligisten Herner EV. Dreifacher Torschütze für die Roten Teufel war Andrej Bires. Christof Kreutzer, der Trainer, hatte zwei Tage vor dem Test gegen den DEL-Klub Köln (Dienstag, 19.30 Uhr) das Wiedersehen mit Herne zum Experimentieren genutzt.

Rund ein halbes Dutzend Stammspieler - vorwiegend aus den vorderen Blöcken, unter anderem die drei offensiven Kontingentspieler - blieben draußen, dafür kamen neben Robin Palka als weiterem Förderlizenzspieler auch die Eigengewächse Jan Wächtershäuser (DNL-Team Düsseldorf), Danil Voskresenskj und Theo Ziegelhöffer (gerade aus der Schüler-Mannschaft der Roten Teufel in die DNL aufgerückt) zum Einsatz. Unübersehbar: Wie Bad Nauheim zur Heimpremiere in der Vorwoche, hatte nun der Gast schwere Beine. Der Ruhrpott-Klub hatte am Wochenende ein weiteres Turnier mit zwei Partien bestritten. Zudem fehlten die Schlüsselspieler Nils Liesegang und Patrick Asslin. Im Tor erhielt Lukas Schaffrath als Nummer zwei Eiszeit.

Den Hausherren wurde das Spiel leicht gemacht. Herne stand gegen die sehr junge Mannschaft der Hessen tief. Der EC-Aufbau wirkte dadurch sehr gefällig, Bad Nauheim setzte sich immer wieder im Drittel der Gäste fest. Robin Palka, dessen sieben Jahre älterer Bruder Dennis für Herne auf dem Eis stand, konnte gefallen, ebenso wie auch Marvin Ratmann oder auch die beiden Förderlizenzspieler Erik Betzold und Nicolas Cornett. Treffer erzielten die Wetterauer bei numerischer Ausgeglichenheit ebenso wie in Über- oder in Unterzahl, wo die Protagonisten dieser Partie bei den Eiszeiten für gewöhnlich in zweiter Reihe anstehen müssen.

"Man konnte schon sehen, wie der eine oder andere seine Aufgabe, mehr Verantwortung zu übernehmen, annimmt", sagt Matthias Baldys, der Sportliche Leiter. Anfällig zeigte sich die Mannschaft beim Einbahnstraßen-Eishockey aber immer mal wieder für Konter.

Die meistgestellte Frage am Rande: Wie geht’s Aaron Reinig? Der Verteidiger war am Freitag in Bayreuth mit einer Knieverletzung ausgeschieden. Über eine Diagnose und die Ausfalldauer kann bislang nur spekuliert werden. Eine MRT-Aufnahme soll zu Wochenbeginn Klarheit bringen.

EC Bad Nauheim: Kucis - Heyer, Stiefenhofer, Ketter, Wächtershäuser, Gnyp, Kokkila - Betzold, Kahle, Cornett, Pauli, Bires, Robin Palka, Ratmann, Sekesi, Ziegelhöffer, Voskresenskj.

Herner EV: Schaffrath - Thomas Ziolkowski, Kasten, Calabrese, Behrens, Bitomsky, Ackers - Thielsch, Dennis Palka, Piskor, Christoph Ziolkowski, Fominych, Pietschmann, Marsall, Herz, Schöpf, Bruns.

Steno / Tore: 1:0 (5.) Cornett (Betzold, Kahle), 2:0 (14.) Betzold (Kahle, Cornett), 3:0 (26.) Stiefenhofer (Cornett, Kokkila - 5-4), 4:0 (32.) Bires (Pauli), 5:0 (40.) Bires (Wächtershäuser, Pauli), 6:0 (45.) Ratmann (4-5), 6:1 (58.) Dennis Palka (Calabrese, Christoph Ziolkowski), 7:1 (59.) Bires (Gnyp, Kokkila). - SR: Apel/Falten. - Strafminuten: Bad Nauheim 10, Herne 10. - Zuschauer: 931.

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