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Steve Slaton

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Wie Steve Slaton seinen ganz besonderen Treffer erlebt hat

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Steve Slaton ist für’s Toreverhindern zuständig. Am Sonntag hat der Verteidiger des EC Bad Nauheim dann selbst einen Treffer erzielt; seinen zweiten erst im 169. Spiel und einen ganz besonderen.

Steve Slaton stellt sich gerne hinten an. Dem 39-Jährigen scheint die Position im Rampenlicht regelrecht unangenehm. Am Sonntagabend aber wurde der Verteidiger des EC Bad Nauheim von den mitgereisten Fans in Heilbronn lautstark gefeiert. Slaton, vor drei Jahren aus Bremerhaven in die Wetterau gewechselt, hatte in Heilbronn seinen erst zweiten Treffer für die Roten Teufel erzielt (im 169. Spiel) - und was für einen. Mit einem Solo tief aus dem eigenen Verteidigungsdrittel. Wohl kaum einem Spieler gönnt man den Torerfolg mehr als ihm.

Steve Slaton, wie haben Sie die Entstehung Ihres Treffers wahrgenommen?

Ich hatte den Puck in der eigenen Zone, in einer Eins-gegen-drei-Situation. Ich wollte die Scheibe einfach nur rausbringen, kam an einem Gegenspieler vorbei, und plötzlich eröffnete sich mir diese Gelegenheit.

Hier gibt es die Highlights vom 4:1-Sieg in Heilbronn im Video

Sie sind mit drei Punkten aus dem Heilbronn-Wochenende gegangen. Wie bewerten sie die 120 Minuten gegen den Tabellenzweiten?

Es waren zwei enge Spiele, die jeweils in beide Richtungen hätten kippen können. Heute war Heilbronn besser, und wir haben drei Punkte geholt, am Freitag war es noch umgekehrt. Das Wochenende fühlte sich nach Playoffs an. Wir hatten die richtige Einstellung. Und diese müssen wir eben in jedem Spiel auf's Eis bringen.

Zuletzt hatte Ihre Mannschaft nicht mehr als zwei Tore erzielen können. Wie verteidigt es sich mit der Gewissheit, nicht mehr als zwei Gegentore zulassen zu dürfen, um überhaupt eine Chance zu haben?

Mit diesen Gedanken darf man nicht ins Spiel gehen. Wir erspielen uns ja Chancen, teilweise sehr viele und auch sehr gute Möglichkeiten. Es gibt eben solche Phasen, in denen der Puck nicht reingeht. Ich habe das oft genug erlebt; mit der Mannschaft oder wenn es auch persönlich mal nicht läuft. Da darf man nicht den Kopf hängen lassen, sondern muss immer weiter machen, dranbleiben, die Scheibe in Richtung Tor bringen. Irgendwann wendet sich das Blatt wieder. Wichtig ist, dass die Einstellung immer stimmt.

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