Felix Bick im Tor des EC Bad Nauheim verhindert hier gegen Rylan Schwartz einen weiteren Treffer der Lausitzer Füchse. FOTO: HEIDE
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Felix Bick im Tor des EC Bad Nauheim verhindert hier gegen Rylan Schwartz einen weiteren Treffer der Lausitzer Füchse. FOTO: HEIDE

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Spiel und Spieler verloren

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Enttäuschender Restart der Roten Teufel: Der EC Bad Nauheim verliert bei den Lausitzer Füchsen mit 3:7. Für zwei Spieler ist die Partie vorzeitig beendet.

Vier Tore hatten die Lausitzer Füchse zuletzt in vier Spielen der Deutschen Eishockey-Liga 2, in 240 Spielminuten, erzielt, in der Summe wohlgemerkt. Am Freitagabend reichten den zuletzt fünfmal in Folge sieglosen Weißwasseranern dazu gerade einmal 20 Minuten. Für die Roten Teufel, den Gast aus Hessen, war die Partie somit rasch gelaufen. Das kennt man aus vorherigen Auswärtsfahrten dieser Saison. Am Ende verlor der EC Bad Nauheim zum Restart nach Quarantäne mit 3:7 (0:4, 1:3, 2:0). Überragender Mann auf dem Eis: Kale Kerbashian, der vierfache Torschütze. Für die Gäste trafen Cason Hohmann, Freddy Cabana und Andreas Pauli. .

Bad Nauheim begann in der erwarteten Formation; mit den Rückkehrern Huba Sekesi, Freddy Cabana und dem 16-jährigen Debütanten Leo Hafenrichter. Dafür fehlten der Brite Mark Richardson, Kapitän Mark El-Sayed sowie die drei U20-WM-Fahrer.

Die Roten Teufel waren ihren Gastgebern in allen Belangen unterlegen. In punkto Passgenauigkeit, in Sachen Spitzigkeit und Frische und auch in der Effektivität. Weißwasser, das jede Gelegenheit nutzte, die Scheibe in Richtung Tor zu bringen, führte nach nur elf Minuten mit drei Treffern (Kerbashian 2 und Nick Ross), profitierte dabei sicherlich auch von individuellen und taktischen Fehlern der Roten Teufel. Die Hessen - nach einer frühen Auszeit (12.) ausschließlich auf Konter spekulierend - hatten in dieser richtungsweisenden Phase aber auch ihrerseits durch Jamie Arniel und Marvin Ratmann zwei Alleingänge, scheiterten aber an Mac Carruth im Füchse-Tor, kassierten stattdessen noch das vierte Gegentor (Kerbashian).

Das zweite Drittel war nur wenige Sekunden alt, da stand einmal mehr Kerbashian mutterseelenallein am langen Pfosten und staubte ab. Bei den Gästen tauschten Andreas Pauli und Marvin Ratmann nun ihre Positionen, und Ratmann war Wegbereiter zum Anschlusstor. Hier staubte Hohmann per Rebound ab (25.). Brad Ross stellte den alten Abstand wieder her (29.). Die erste Strafzeit überhaupt in einer an sich körperlosen Auseinandersetzung gab’s nach 39 Minuten, als die Emotionen nach einem Check gegen Luis Üffing (blieb anschließend ohne Eiszeit) hochkochten, die Unparteiischen mit ihrer Strafenverteilung etwas überraschten und unter anderem eine Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Noureddine Bettahar aussprachen.

Zum Schlussabschnitt wechselten die Gastgeber ihren Torhüter. Bad Nauheim gewann die letzten 20 Minuten dank der Treffer von Cabana und Pauli mit 2:0. Ein schwacher Trost.

Lausitzer Füchse: Carruth (ab 41. Steffen) - Brad Ross, Nick Ross, Kuschel, Geibel, Walters, Pozivil - Schwartz, Kerbashian, Dietz, Martin, Andres, Roßmy, Streu, Reichel, Nirtschel, Reuß, Döring, Rentsch.

EC Bad Nauheim: Bick - Reinig, Schmidt, Sekesi, Hafenrichter, Ketter, Mayr - Cabana, Tessier, Reiter, Körner, Cornett, Ratmann, Hohmann, Arniel, Pauli, Üffing, Köhler, Bettahar.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (5.) Nick Ross (Streu, Nirschl), 2:0 (9.) Kerbashian (Schwartz), 3:0 (11.) Kerbashian, 4:0 (17.) Kerbashian (Dietz), 5:0 (21.) Kerbashian (Schwartz, Dietz), 5:1 (25.) Hohmann (Tessier, Ratmann), 6:1 (29.) Brad Ross (Martin, Roßmy), 7:1 (40.) Streu (Kerbashian, Nick Ross - 5-3-, 7:2 (49.) Cabana (Reiter, Arniel), 7:3 (52.) Pauli (Arniel, Mayr). - Schiedsrichter: Altmann/Fischer. - Strafminuten: Lausitz 2, Bad Nauheim 8 plus fünf Minuten plus Spieldauer (Bettahar).

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