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Ausgleich: Cody Sylvester wird für seinen Treffer zu 2:2 gefeiert. Später trifft der Kanadier im Penaltyschießen zur Entscheidung.

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Ein spektakulärer Saisonauftakt

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Der EC Bad Nauheim überrascht zum Auftakt der Deutschen Eishockey-Liga 2 mit einem 3:2-Erfolg nach Penaltyschießen gegen Bietigheim Steelers.

Ein spektakulärer Saisonauftakt! Der EC Bad Nauheim überrascht am Freitagabend mit einem 3:2 (1:1, 0:0, 1:1/1:0)-Erfolg nach Penaltyschießen gegen die Bietigheim Steelers, einen der Top-Favoriten in der Deutschen Eishockey-Liga 2. Zweimal konnten die Roten Teufel einen Rückstand ausgleichen und hatten nach attraktiven zweieinhalb Stunden vor 2272 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion das bessere Ende für sich.

Cody Sylvester traf als einziger Schütze im Penaltyschießen. Der Kanadier hatte seinem Team mit dem späten Ausgleichstreffer (56.) überhaupt erst einen Zähler gesichert. Zuvor war Marcel Kahle, der im Fallen traf, das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 gelungen (20.).

"Die Jungs haben hart gearbeitet und jeden Millimeter Eis umgegraben. Das war ein Spiel mit hohem Tempo und zwei guten Torhütern", bilanzierte Christof Kreutzer, der Trainer der Roten Teufel. Hugo Boisvert, sein Kollege, haderte hingegen. "Ich bin natürlich enttäuscht. Im Spiel Fünf-gegen-Fünf hatten wir eine Vielzahl an Chancen. Insgesamt haben wir zu viele Strafzeiten genommen."

Bad Nauheim hatte Herz, sehr viel Herz. Die Roten Teufel hatten zudem Felix Bick im Tor. Aber: Die Hausherren hatten am Ende auch ihrerseits zu viele Strafzeiten gesammelt; vor allem auf eine unnötige Art und Weise. Das wird von einem Kader der Klasse der Steelers bestraft. Beide Treffer erzielte Bietigheim im Powerplay; beim zweiten Führungstor standen die Gäste gar mit zwei Spielern mehr auf dem Eis.

Die Roten Teufel, mit den angeschlagenen Daniel Stiefenhofer und Daniel Ketter und (!) mit Huba Sekesi in der Verteidigung agierend, boten eine starke Vorstellung; mitunter mit dem Glück des Tüchtigen in der Defensive. Torwart Bick parierte zuverlässig den ersten Schuss, angesichts des anschließenden Durcheinanders hätten sich die Hausherren zumindest zur ersten Pause aber auch nicht über drei Gegentreffer beschweren dürfen. Offensiv ließen sich die Chancen an wenigen Fingern abzählen, zumeist war es die Reihe um sehr auffälligen Tyler Fiddler, die sich im Steelers-Drittel festsetzen konnte. Der Kanadier ("Unser Motor", so Kreutzer) legte unter anderem den Ausgleich für Kahle auf.

Zum zweiten Abschnitt kam Bad Nauheim dann so richtig in die Partie, bissig, aggressiv, emotional und mit hoher Willenskraft. Die Partie nahm an Härte zu. Bei ihren Powerplay-Möglichkeiten blieben die Hessen aber ohne Fortune. Als Bad Nauheim gleich mit zwei Spielern weniger auf dem Eis stand, nutzte Bietigheim dies seinerseits durch Tim Schüle im Stile einer Spitzenmannschaft. Die Hausherren ließen die Köpfe nicht hängen, hatten inzwischen auf drei Reihen umgestellt und erzielten fünf Minuten vor dem Ende mit einer Einzelaktion von Cody Sylvester den 2:2-Ausgleich. Schon der Punktgewinn nach 60 Minuten hatte sich wie ein Sieg angefühlt. Schließlich gab’s den Zusatzpunkt als Sahnehäubchen obendrauf.

EC Bad Nauheim: Bick - Kokkila, Sekesi, Ketter, Stiefenhofer, Slaton, Heyer, Gnyp - Sylvester, Hamill, Bindels, Pauli, Fiddler, Bires, Kahle, El-Sayed, Strodel, Betzold, Cornett, Ratmann.

Bietigheim Steelers: Williams - Schüle, Goc, Hüfner, Owens, Prommersberger, Ribnitzky - Tientek, McKnight, Preibisch, Hauner, Swinnen, Laub, Cabana, Breitkreuz, Wenzel, Schoofs, Lukes.

Steno / Tore: 0:1 (12.) McKnight (Schüle - 5-4), 1:1 (20.) Kahle (Fiddler), 1:2 (45.) Schüle (Owens - 5-3), 2:2 (56.) Sylvester (Pauli, Strodel - 5-4), 3:2 Penalty. Sylvester - Schiedsrichter: Lenhart/Hertrich.- Strafminuten: Bad Nauheim 14, Bietigheim 16. - Zuschauer: 2272.

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