EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Spätes Siegtor in Unterzahl

  • schließen

Vierter Sieg in Serie! In Bayreuth entführte Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim am zweiten Weihnachtsfeiertag drei Punkte nach einem Zwei-Tore-Rückstand. Die Roten Teufel gewannen 3:2.

Den spielentscheidenden Treffer zum 3:2 (0:2, 1:0, 2:0)-Endstand erzielten die Roten Teufel in Unterzahl. Torschütze war Cody Sylvester nach einem Break und Querpass seines Bruder Dustin, dem erneut besten Spieler der Hessen. Zuvor hatten die Badestädter durch Andrej Bires (28.) und Radek Krestan (50.) den Rückstand ausgeglichen.

LESEN SIE AUCH: EC Bad Nauheim: Rot-weiße Party im Schwarzwald

"Ich bin sehr froh über diesen Erfolg, denn Bayreuth hat uns das Leben heute sehr schwer gemacht. Letztlich hat meine Mannschaft aber geduldig gespielt und einen Weg gefunden, die Partie zu gewinnen", freute sich Christof Kreutzer. Sein Vorgänger Petri Kujala, jetzt auf seiten der Tigers, ärgerte sich über "zwei dämliche Scheibenverluste", die zu den Gegentoren zwei und drei geführt hatten. "Wir hatten zuvor richtig gute Chancen, das Spiel mit dem 3:1 zu entscheiden."

Vor 1837 Zuschauern hatte es lange Zeit nach einem Ende der jüngsten EC-Erfolgsserie ausgesehen. Bad Nauheim spielte in der Festspielstadt gegen lauf- und einsatzfreudige Hausherren nicht so zwingend, nicht so durchsetzungs- und zweikampfstark wie in den letzten Partien; und hatte lange Zeit auch nicht das nötige Quäntchen Scheibenglück.

EC Bad Nauheim: Jan Guryca stark zwischen den Pfosten

Im Tor der Roten Teufel durfte Jan Guryca nach elf Partien Pause mal wieder Spielpraxis sammeln und hielt seine Mannschaft in kritischen Momenten im Spiel. In der Abwehr gab Nicolas Geitner nach fast vierwöchiger Verletzungspause etwas überraschend sein Comeback. Mike Dalhuisen tauschte somit erwartungsgemäß gegen James Livingston seinen Platz als Kontingentspieler.

Bayreuth nutzte gleich das erste Powerplay zum Führungstreffer. Sebastian Busch lauerte am langen Pfosten, war nicht eng genug gedeckt worden und traf zum frühen 1:0 (8.). Die Gäste - mit drei Reihen und Marcel Kahle als zehntem Stürmer agierend - standen defensiv nicht so kompakt und geschlossen, wie man das zuletzt gewohnt war. Bayreuths Simon Mayr bestrafte eine weitere Unaufmerksamkeit mit dem Tor zum 2:0 (20.).

EC Bad Nauheim: Offensiv diesmal nicht zwingend

Bad Nauheim hatte zwar insgesamt mehr vom Spiel, war offensiv diesmal allerdings nicht zwingend. Der erneut auffälligste Mann - nicht allein wegen des Goldhelms - war Dustin Sylvester. Wie aus dem Nichts erzielte Bires den Anschluss (28.), im Anschluss hatten wiederum die Hausherren die besseren Möglichkeiten. Kevin Kunz traf den Pfosten (33.), Ville Järveläinen scheiterte per Bauerntrick (45.) und schließlich verhinderte Guryca gegen Tim Richter die Vorentscheidung. (48.), ehe Krestan der Ausgleich gelang. Drei Minuten vor Schluss stand Bad Nauheim im Powerplay auf dem Eis; eine mögliche Schlüsselsituation, die durch eine eigene Strafzeit zunichte gemacht wurde. Stattdessen musste plötzlich um den Punkt gebangt werden, ehe Cody Sylvester ein Break mit dem Siegtor abschloss (59.).

Bayreuth Tigers - EC Bad Nauheim im Stenogramm

Bayreuth Tigers: Herden - Heider, Potac, Mannes, Karlsson, Mayr, Martens, Linden - Kolozvary, Bartosch, Kunz, Järveläinen, Rajala, Heatley, Busch, Richter, Gläser, Gams, Kronawitter, Kirchhofer.

EC Bad Nauheim: Guryca - Ketter, Shevyrin, Slaton, Stiefenhofer, Geitner - Cody Sylvester, Hamill, Livingston, Bires, Dustin Sylvester, Krestan, Brandl, Hadraschek, Reimer, Kahle, Ratmann.

Steno: Tore: 1:0 (8.) Busch (Kolozvary, Bartosch - 5-4), 2:0 (20.) Mayr (Järveläinen, Heatley), 2:1 (28.) Bires (Dustin Sylvester, Slaton), 2:2 (50.) Krestan (Cody Sylvester), 2:3 (59.) Cody Sylvester (Dustin Sylvester - 4-5). - Schiedsrichter: Oswald/Paule. - Strafminuten: Bayreuth 8, Bad Nauheim 6. - Zuschauer: 1837.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare