Endstation Benedict Roßberg: Der Keeper des EC Bad Nauheim klärt hier - unterstützt von Niklas Mannes - gegen Florian Lüsch (Nr. 89) und Marius Schmidt (rechts).
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Endstation Benedict Roßberg: Der Keeper des EC Bad Nauheim klärt hier - unterstützt von Niklas Mannes - gegen Florian Lüsch (Nr. 89) und Marius Schmidt (rechts).

Auswärtssieg

EC Bad Nauheim siegt in der Lausitz

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Sechs-Punkte-Wochenende für den EC Bad Nauheim: Dem Heimsieg gegen Crimmitschau haben die Roten Teufel einen 2:1-Erfolg in der Lausitz folgen lassen.

Benedict Roßberg und Dominik Lascheit gehören selten die Schlagzeilen. Der eine ist nominell zweiter Torwart beim Oberligisten Essen, der andere kommt in der vierten Reihe oft nicht über sporadische Eiszeiten hinaus. Am Sonntagnachmittag, nach dem 2:1 (2:1, 0:0, 0:0)-Erfolg des Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser, waren Roßberg und Lascheit aber die gefeierten Spieler der Roten Teufel. Der Keeper, weil er - zum dritten Einsatz im Profi-Bereich ins kalte Wasser geworfen - eine starke Leistung bot und nur ein einziges Mal hinter sich greifen musste. Und der Stürmer, weil er während seinem einzigen Wechsel, mit seinem einzigen Puckkontakt am Wochenende, den Siegtreffer erzielen konnte. Zuvor hatte Joel Johansson die Führung erzielt. »Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen. Das war eine ganz starke Teamleistung. Die Jungs haben geackert und Schüsse geblockt«, freute sich Petri Kujala, der Trainer.

Benedict Roßberg war ursprünglich als Ersatz-Torwart von Kooperationspartner Essen (dort hatte er bislang nur sechs Spiele absolviert) angefordert worden, da Jan Guryca (muskuläre Probleme, die heute näher untersucht werden sollen) nicht zur Verfügung stand. Auf der Fahrt klagte dann Mikko Rämö zunehmend über Unwohlsein, bekam Fieber und blieb schließlich als Backup in der Kabine.

Vor 2231 Zuschauern zeigte Bad Nauheim eines seiner besten Auswärtsspiele. Kein Schlendrian im Defensivverhalten, keine Strafzeiten aus Situationen in der offensiven Zone - ein Auftritt mit Mut, Herz und Leidenschaft. Nur am Ende, da machten es sich die Gäste, die im Schlussabschnitt gleich drei Powerplay-Situationen hatten, schwer, weil die Vorentscheidung in Form eines dritten Treffers partout nicht zu erzwingen war.

Johansson hatte gleich mit dem ersten Torschuss nach 3:34 Minuten den Führungstreffer erzielt. Und es waren die Roten Teufel, die von 50 Fans an die deutsch-polnische Grenze begleitet worden waren, die dem Spiel ihren Stempel aufdrücken konnten. Roßberg hatte schnell mit einigen Paraden Vertrauen sammeln können, vor ihm wurde mit viel Engagement das Scheibenglück erzwungen.

Das Offensivspiel der Gastgeber wurde beharrlich gestört, Bad Nauheim wirkte bissiger, willensstärker. Zwar gelang Dennis Swinnen das Ausgleichstor, doch noch vor der ersten Pause traf Lascheit mit seinem einzigen Puckkontakt zur erneuten Führung.

Die Gastgeber, immerhin die Überraschungsmannschaft der Saison mit der torgefährlichsten Reihe der Liga, zeigten in nur ganz wenigen Phasen, warum sie so weit vorne stehen und brauchten sich stattdessen immer wieder selbst um ihre Chancen. Gleich dreimal leisteten sich die Füchse in eigener Überzahl Hinausstellungen, die zum numerischen Ausgleich führten. Pech hatte Johansson, der kurz vor der zweiten Pause die Latte traf.

Der Schlussabschnitt begann mit drei nahezu aufeinanderfolgenden Powerplay-Situationen für Bad Nauheim. Die Roten Teufel bekamen ihre Möglichkeiten, nutzten diese aber nicht. Sollte sich das am Ende rächen? Nein! Die Gäste wurden diesmal für den hohen Aufwand belohnt und nahmen drei Punkte mit.

Lausitzer Füchse: Franzreb – Mücke, Bohac, Parkkonen, Ostwald, Bruneteau, Geiseler – Heyer, Palka, Thomas Götz, Swinnen, Hayes, Svoboda, Fischer, Schmidt, Lüsch.

EC Bad Nauheim: Roßberg – Gerstung, Johansson, Kohl, Marcus Götz, Mannes, Ketter – Frosch, Dineen, Meisinger, Alanov, Sarault, Krestan, Hofland, Slaton, Lange, Lascheit.

Tore: 0:1 (4.) Johansson (Dineen), 1:1 (12.) Swinnen (Svoboda, Mücke), 1:2 (19.) Lascheit (Frosch, Dineen). – Schiedsrichter: Ulrich Hatz. – Strafminuten: Lausitz 12, Bad Nauheim 10. – Zuschauer: 2231.

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