EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim schlägt Crimmitschau 5:3 und klettert auf Platz sechs

  • Erik Scharf
    VonErik Scharf
    schließen

Ein harter Fight mit dem besseren Ende für den EC Bad Nauheim. Beim 5:3-Auswärtssieg in Crimmitschau kochen die Emotionen hoch. Die stärkeren Nerven hatten die Roten Teufel.

Am Ende zerfleischte sich Crimmitschau selbst. Drei Strafzeiten und zwei Bad Nauheimer Powerplay-Tore entschieden zehn Minuten vor Schluss einen harten Fight mit 5:3 für die Roten Teufel. Der Lohn: Bis Sonntag steht der EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2 auf Platz sechs, bedingt durch die Niederlage von Ravensburg, und hat nebenbei die Pre-Playoffs samt Klassenerhalt sicher.

Beide Teams überboten sich mit Undiszipliniertheiten. Die entscheidende Strafe kassierte Eispirat Jordan Knackstedt, der sich zu einem sinnfreien Check gegen EC-Kapitän Daniel Ketter abseits des Geschehens hinreißen ließ. Das folgende Überzahlspiel nutzte Mike McNamee nach feinem Zuspiel von James Livingston zum 4:3 (48.) Kurz darauf hämmerte Marcel Brandt in doppelter Überzahl den Puck zur Entscheidung unter den Giebel (50). »Wir haben die Nerven behalten, das war ein gutes Auswärtsspiel«, sagte EC-Coach Petri Kujala, der sich aber auch ärgerte, »das Spiel nach der frühen Führung aus der Hand gegeben« zu haben.

Unkonzentriertheiten bringen Eispiraten zurück

Der EC, der mit dem genesenen Andreas Pauli für Nico Kolb im vierten Block spielte, startete aus einer stabilen Defensive heraus, ließ die Eispiraten nicht in Fahrt kommen und nutzte die Freiheiten, die Crimmitschau gewährte. Radek Krestan (10.) und James Livingston im Powerplay (12.) durften unbedrängt abschließen. Die Westsachsen waren in der Folge zu sehr mit sich beschäftigt, verstrickten sich in Diskussionen mit den Schiedsrichtern und ließen ihren Frust in kleinen Rangeleien raus.  

+++ Lesen Sie auch: Marcel Brandt: "Danach war wohl bekannt, dass ich da bin" +++

Ins Spiel zurück brachte sie der EC. Statt im zweiten Powerplay nachzulegen, führte eine Unkonzentriertheit zum Anschlusstreffer. Vincent Schlenker vollendete einen Konter (16.). Kurz vor Drittelende musste Steve Slaton auf die Strafbank. Erst scheiterte Cody Syvlester in Unterzahl im Alleingang an Ben Meisner, im Gegenzug glich Crimmitschau mit dem Drittelende durch Robbie Czarnik aus. Diesmal war der EC zu passiv und verschaffte Czarnik freie Schussbahn.

EC Bad Nauheim entscheidet Partie in Überzahl

Der zweite Durchgang bot ein identisches Bild. Nach einem heillosen Gestocher vor dem Eispiraten-Tor brachte Livingston den Puck über die Linie. Wieder hatte Bad Nauheim den Gegner im Griff, verpasste es, die Führung auszubauen und agierte dann zu verhalten in der Abwehr. Knackstedt glich im Nachsetzen erneut aus (36. ). Im Schlussdrittel entschieden die bereits erwähnten zwei Minuten die Partie. Damit hat der EC alle vier Hauptrunden-Spiele gegen die Eispiraten gewonnen. Das gelang sonst nur noch gegen die Tölzer Löwen.

Eispiraten Crimmitschau: Meisner – Schietzold, Roach, Ostwald, Maschmeyer, Weber, Halbauer, Ollef, Pyka – Schietzold, Schlenker, Saarinen, Knackstedt, Ciernik, Czarnik, Walsh, Allen, Kabitzky, Keil, Gollenbeck, Kosianski.

EC Bad Nauheim: Bick - Brandt, Mannes, Ketter, Erk, Slaton, Pruden - Reimer, Sylvester, Niederberger, Krestan, McNamee, Livingston, Lange, Meisinger, Ratmann, Bettahar, Pauli, Frosch, Kolb.

Tore

0:1 Krestan (9./McNamee, Livingston)

0:2 Livingston (12./PP/McNamee, Sylvester)

1:2 Schlenker (16./UZT/Pohl, Schietzold)

2:2 Czarnik (20./PP/Saarinen, Pohl)

2:3 Livingston (30./Mannes, Sylvester)

3:3 Knackstedt (36./Roach, Pohl)

3:4 McNamee (48./PP/Sylvester, Brandt)

3:5 Brandt (50./PP2/Sylvester)  

Strafen: Crimmitschau 22, Bad Nauheim 16.

Schiedsrichter: Fynn-Marek Falten, Daniel Ratz. 

Zuschauer: 1811

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare