EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Rot-weiße Party im Schwarzwald

  • Michael Nickolaus
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Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim zeigt bei den Wölfen Freiburg eine starke Leistung und siegt vor mehr als 700 mitgereisten Fans im Schwarzwald mit 2:0.

In Freiburg war am Freitagabend der (Rote) Teufel los! Mehr als 700 Eishockey-Fans aus Mittelhessen haben den EC Bad Nauheim zum Auswärtsspiel der Deutschen Eishockey-Liga 2 in den Schwarzwald begleitet und feierten eine rot-weiße Party. Als Krönung gab’s gegen die Wölfe in der mit 3500 Zuschauern ausverkauften Franz-Siegel-Halle einen 2:0 (2:0, 0:0, 0:0)-Erfolg nach einer abermals starken Leistung zu bejubeln.

Torwart Felix Bick blieb in seinem siebten Spiel nach seiner Rückkehr aus Frankfurt zum dritten Mal ohne Gegentor und konnte seit nunmehr 126 Minuten nicht mehr bezwungen werden. "Ich bin sehr zufrieden und kann meiner Mannschaft nur ein großes Kompliment aussprechen, dass sie ihre Defensivleistung über 60 Minuten so abgerufen hat", freute sich Trainer Christof Kreutzer.

Rekord beim Teddy-Bear-Toss der Wölfe Freiburg

Ein Highlight gab’s gleich zu Beginn der 60 Minuten. In der ersten Spielunterbrechung nach 51 Sekunden regnete es beim sogenannten Teddy-Bear-Toss Kuscheltiere auf das Eis. Mehr als 4600 Tiere an der Zahl hatten die Zuschauer mitgebracht. Damit haben die Wölfe ihren vereinsinternen Rekord gebrochen. Die Stofftiere werden Kindern in Katastrophengebieten gespendet.

EC Bad Nauheim: Perfektes erstes Drittel

Die Roten Teufel - erneut ohne Mike Dalhuisen als überzähligem Kontingentspieler und entsprechend mutig mit nur vier Verteidigern agierend - zeigten im ersten Abschnitt einen perfekten Auswärtsauftritt. Geradezu spielerisch einfach ist es den Gästen gelungen, vor dem mitgereisten Fan-Block die Hausherren in deren eigenen Drittel festzusetzen und immer wieder zu beschäftigen. Dazu wurden effektiv zwei Tormöglichkeiten genutzt. Defensiv wiederum wirkten die Hessen ebenso konzentriert wie konsequent, nahmen den Wölfen an der blauen Linie rasch den Schwung aus deren wenigen Offensivaktionen und stellten gedankenschnell Schuss- und Passwege zu. Der Lohn: eine 2:0-Führung zur ersten Pause.

EC Bad Nauheim,  Livingston und Brandl treffen

In der vierten Minuten hatte James Livingston vor Matthias Nemec sträflich freigestanden und nutzte das Zuspiel von Zach Hamill in jener Art und Weise, wie man sich das von einem Kontingentspieler wünscht. Zwölf Minuten später legten die Roten Teufel nach. Ein Schuss von Max Brandl aus kurzer Distanz ist Wölfe-Keeper Nemec durchgerutscht.

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Zum zweiten Durchgang kamen die Hausherren dann durchaus aufgeweckter aus der Kabine. Coach Leos Sulak hatte umgestellt. Im Spiel Fünf-gegen-Fünf ließen die Gäste (schon nur vier Gegentore in den drei Spielen zuvor) nach wie vor nichts anbrennen. Einzig während der beiden direkt aufeinanderfolgenden Unterzahl-Situationen Mitte des Abschnitts ist Bad Nauheim unter Druck geraten. Freiburg konnte seine wenigen guten Möglichkeiten allerdings nicht nutzen.

EC Bad Nauheim stark in Unterzahl

Schlüsselcharakter hatte sicher das vierte Unterzahlspiel der zweikampf- und bullystarken Gäste in den Anfangsminuten des dritten Durchgangs. Der mögliche Anschlusstreffer hätte den nach einer Negativserie erkennbar verunsicherten Wölfen Auftrieb geben können, doch wurde abermals rigoros von den Teufeln verteidigt. Der verdiente Erfolg sollte nicht mehr in Gefahr geraten.

Wölfe Freiburg gegen EC Bad Nauheim im Stenogramm

Wölfe Freiburg: Nemec - Mancari, Brückmann, Seeger, Minor-Baron, Havel - Neuert, Linsenmaier, Kunz, Wittfoth, Saccomani, Stas, Moser, Mikyska, Herm, Bauhof, Bräuner, Cihak.

EC Bad Nauheim: Bick - Ketter, Shevyrin, Slaton, Stiefenhofer - Brandl, Hadraschek, Reimer, Bires, Dustin Sylvester, Krestan, Cody Sylvester, Hamill, Livingston, Ratmann, Kahle, Schug.

Steno: Tore: 0:1 (4.) Livingston (Hamill, Cody Sylvester), 0:2 (16.) Brandl (Reimer, Hadraschek). - Schiedsrichter: Aumüller/Müns. - Strafminuten: Freiburg 4, Bad Nauheim 10. - Zuschauer: 3500 (ausverkauft)

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