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Enttäuscht! Jesper Kokkila und der EC Bad Nauheim haben am letzten Hauptrunden-Wochenende die direkte Viertelfinal-Qualifikation verspielt und treffen nun in den Pre-Playoffs auf die Dresdner Eislöwen. FOTO: CHUC

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Reset-Knopf drücken

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Am Freitag eröffnet der EC Bad Nauheim die Pre-Playoff-Serie gegen Dresden mit einem Heimspiel; und bangt um einen Verteidiger.

Andreas Ortwein, der Geschäftsführer, spricht vom berühmten "Reset-Knopf", der nun gedrückt werden müsse. Trainer Christof Kreutzer sieht im Heimrecht einen "kleinen Vorteil", und Marc El-Sayed, der Kapitän, "will nichts Schönreden. Es klemmt. Und wir müssen uns zusammenreißen und einen Weg finden, wieder Spiele zu gewinnen". Der EC Bad Nauheim hat Platz sechs der Deutschen Eishockey-Liga 2 verspielt und eröffnet am Freitag (19.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die Dresdener Eislöwen eine Pre-Playoff-Serie. Am Sonntag (17 Uhr) geht’s in Dresden weiter, und ein mögliches drittes Spiel würde am Dienstag (19.30 Uhr) in Bad Nauheim die Entscheidung bringen. Am Freitag kommender Woche startet der Sieger ins Viertelfinale. Sollte sich Bad Nauheim durchsetzen, kommt’s zum Derby mit den Kassel Huskies.

Wie stark ist Dresden?Die Eislöwen spielen eine für ihren Anspruch enttäuschende Saison. Die Landeshauptstädter waren als Top-Sechs-Kandidat gestartet, aber nach einem frustrierenden Saisonstart nie besser als auf Position neun platziert. An 29 Spieltagen standen die Eislöwen gar auf einem Playdown-Platz.

Der direkte Vergleich spricht gegen Bad Nauheim. In Dresden kassierten die Roten Teufel zwei Niederlagen (2:6/1:4), zu Hause fiel die Entscheidung zweimal in der Verlängerung (2:3/6:5). In der Tabelle trennen beide Mannschaften nach 52 Spielen lediglich zwei Punkte. In der Vorsaison war Dresden über die Pre-Playoffs bis ins Halbfinale vorgestoßen.

Wie wird die Pre-Playoff-Konstellation in Dresden aufgenommen?In Dresden war der Gegner erstmal zweitrangig. Die Eislöwen erlebten ein Herzschlag-Finale, in dem zunächst einmal der Klassenerhalt gefeiert wurde. Exakt eine Sekunde vor dem Ende hatten die Sachsen den Ausgleich kassiert und mussten in die Overtime. Nur der Zusatzpunkt - das war klar - würde den zehn Platz sichern. Im Penaltyschießen wurde dem Gast aus Bad Tölz zudem ein Treffer nach Videobeweis aberkannt (höchst umstritten), was Dresden schließlich den Weg zum Sieg geebnet hat. "Als ich im September nach Dresden gekommen bin, war es mein Ziel, den Klub zu retten. Mit viel Leidenschaft und harter Arbeit haben wir das möglich gemacht. Wir sind einfach nur happy", war Trainer Rico Rossi erleichtert.

Wo gibt’s Karten für das Auswärtsspiel am Sonntag?Tickets sind bereits erhältlich und gibt’s bei Kartenanbieter Etix, zu erreichen über die Homepage der Eislöwen (www.eisloewen.de). Vollzahler zahlen 14 Euro für einen Stehplatz sowie 26 Euro für einen Sitzplatz der Kategorie I. Die Energie Verbund-Arena verfügt über 4412 Plätze (davon 3099 Sitzplätze).

Wie sehen die kommenden Tage aus? Die Roten Teufel bleiben im Rhythmus. Der Montag war frei, am Dienstag beginnt die Vorbereitung. Mit Mick Köhler, der am Sonntag mit Köln die letzte Pre-Playoff-Chance in der DEL verspielt hatte, wohl aber ohne Simon Gnyp. Der 18-Jährige schied am Sonntag im Schlussdrittel verletzt aus, ein Ausfall für das Wochenende droht. An seiner Stelle würde Niklas Heyer einspringen, der zuletzt beim Oberligisten Herne Spielpraxis erhalten hatte.

Wie ist die Formkurve?20 - 28 - 11 - 17. Das ist die Punktausbeute aus den vier Saisonvierteln. Der EC Bad Nauheim war an 44 (!) Spieltagen unter den Top Sechs zu finden, unter anderem vom 20. Oktober 2019 bis zum vergangenen Freitagabend. Im Herbst hat eine Blitz-Tabelle die Roten Teufel für wenige Minuten gar als Tabellenführer ausgewiesen. Vier Niederlagen (nur eines der letzten sieben Spiele wurde gewonnen) zum Hauptrunden-Abschluss stehen für die längste Niederlagen-Serie der Hessen in dieser Saison.

Wer sind die Lieblings- und Angstgegner?Die Lausitzer Füchse sind Lieblingsgegner der Roten Teufel. Neun Punkte wurden gegen den Klub aus Weißwasser gewonnen. Acht Punkte wurden gegen Bayreuth, Crimmitschau und Kassel geholt. Angstgegner sind die Tölzer Löwen (vier Niederlagen, nur zwei Punkte). In den Duellen mit Dresden, Kaufbeuren und Heilbronn konnten jeweils nur drei Zähler gewonnen werden.

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