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Radek Krestan (l.) steht nach einer krankheitsbedingten Pause wieder im Kader des EC Bad Nauheim. (Foto: Chuc)

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EC Bad Nauheim: Rechnung(en) offen

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Was wäre, wenn . . .? Wenn der EC Bad Nauheim vier, fünf oder sechs Punkte am Hauptrundenabschluss der Deutschen Eishockey-Liga 2 holt? Für welchen Platz reicht es dann?

Patzen Ravensburg und/oder Bietigheim (jeweils drei Punkte mehr), vielleicht ja sogar Frankfurt und die Lausitz (jeweils fünf Zähler mehr)? "Wir wollen unsererseits die Voraussetzungen schaffen und uns in Playoff-Form zeigen", sagt Christof Kreutzer, der Trainer der Roten Teufel, vor den Spielen gegen den ESV Kaufbeuren (Freitag, 19.30 Uhr, Colonel-Knight-Stadion) und bei den Bayreuth Tigers (Sonntag, 18.30 Uhr).

EC Bad Nauheim: Das ist der Status quo

Kaufbeuren ist die einzige Mannschaft, gegen die Bad Nauheim in dieser Saison noch nicht gepunktet hat. Bayreuth wiederum das einzige Team gegen das die Roten Teufel bislang die Maximalpunktzahl eingefahren haben. "Ich denke, die Bilanz allein sollte gegen Kaufbeuren Motivation genug sein", sagt Kreutzer. "Und einige Jungs dürften ja auch noch die Playoff-Serie aus dem Vorjahr im Hinterkopf haben." Dreimal waren die Roten Teufel im letzten Frühjahr mit nur einem Treffer Unterschied unterlegen.

EC Bad Nauheim: Warum die Chancen, das Event-Game auszurichten, steigen

Radek Krestan ist nach grippebedingter Pause wieder im Kader. Max Hadraschek pausiert hingegen auch an diesem Wochenende. Auf den Ausländerpositionen zeichnet sich den Trainingseindrücken zu Folge wieder eine Rotation ab. Mike Dalhuisen rückt in die Verteidigung. Louke Oakley wird zuschauen müssen. Noch ein Einsatz fehlt Nico Kolb, um im weiteren Saisonverlauf auch für Kooperationspartner Herne spielen zu können, so dass allenfalls in einer Partie mit dem Stürmer zu rechnen sein wird.

EC Bad Nauheim: Warum die Stimmung in Kaufbeuren gedämpft ist

Sieben Niederlagen in Serie hatten im Allgäu auf’s Gemüt gedrückt. Erst am vergangenen Wochenende konnte die Talfahrt mit Siegen (und guten Leistungen) gegen Deggendorf und Kassel gestoppt werden. Die Problemstelle: die Defensive. Für Ex-Nationalspieler Sebastian Osterloh und Julian Eichinger – die beiden deutschen Schlüsselspieler – ist die Saison verletzungsbedingt beendet. Zu diesen beiden gesellt sich seit dieser Woche mit Florin Ketterer (Kreuzband) ein weiterer Verteidiger. Das ist kaum aufzufangen, wenngleich der ESVK unter anderem mit der Verpflichtung des grundsoliden Tschechen Lubomir Stach auf die Ausfälle reagiert hat. Offensiv reiht sich – ebenfalls seit dieser Woche – Ossi Saarinen in die Liste der Verletzten ein. Mit einer Pause von vier Wochen ist zu rechnen. Blickfang im Kader sind Torwart Stefan Vajs, der während der Talfahrt ebenfalls verletzungsbedingt hatte ersetzt werden müssen, sowie das Ausländer-Duo Sami Blomquist (5. der Scorerliste) und Brandon Gracel (15.).

EC Bad Nauheim: Die Bayreuth Tigers haben alle "Großen" geschlagen 

Eine Pre-Playoff-Qualifikation von Bayreuth hatte wohl niemand auf der Rechnung. Nicht nach der wochenlangen Hängepartie des sportlichen Vorjahres-Absteigers zwischen DEL 2 und Oberliga, nicht nach dem Saisonstart mit sieben Niederlagen. Ex-Teufel Petri Kujala hat die Wagnerstädter inzwischen aber auf Kurs gebracht. Die "Großen" wie Bietigheim oder Frankfurt (jeweils zu Hause und auswärts!) wurden allesamt mindestens einmal besiegt. Einzig gegen Bad Nauheim und Deggendorf ist Bayreuth im bisherigen Saisonverlauf ohne Punkte geblieben. Mit den Nachverpflichtung von Simon Karlsson und Niklas Mannes wurde die Defensive stabilisiert. Im Tor zeigt Brett Jaeger seit dem Jahreswechsel konstant starke Leistungen. Die Einbürgerung von Ivan Kolozvary ermöglichte die Last-Minute-Nachverpflichtung des schwedischen Mittelstürmers Johan Lorraine. Offen sind für das Wochenende die Einsätze von Josef Potac, Mark Heatley und Benjamin Kronawitter.

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