EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Ein rabenschwarzer Tag

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Der EC Bad Nauheim kassiert am Sonntag die höchste Saisonniederlage. In Heilbronn unterliegen die Roten Teufel in der Deutsche Eishockey-Liga 2 nach einem rabenschwarzen Sonntag mit 3:8.

Vor 1569 Zuschauern in der Kolbenschmidt-Arena waren die Hessen ihren Gastgebern in allen Belangen unterlegen. Im Grunde genommen war die Partie nach drei Gegentreffern in den ersten acht Minuten bereits vorentschieden. Für Bad Nauheim trafen am drittletzten Hauptrunden-Spieltag Dustin Sylvester (im Powerplay zum 1:5/35.), Cody Sylvester (2:5/41.) und Daniel Ketter (3:6/50.).

"Sicherlich haben wir manche Dinge anders gemacht und ausprobiert. Das muss ich auf meine Kappe nehmen. Die Jungs waren heute aber auch nicht bereit. Das darf und wird so nicht mehr passieren", sagt Christof Kreutzer, der Trainer des EC Bad Nauheim.

EC Bad Nauheim: Drei Gegentore in den ersten acht Minuten

Die Partie hätte schlechter kaum beginnen können. Zwei verdeckte Schüsse, ein Konzentrationsfehler der Gäste im eigenen Drittel, und Heilbronn führte nach Toren von Justin Kirsch, Samuel Soramies und Brock Maschmeyer mit 3:0; nach gerade einmal acht Minuten. Die Falken brachten den Puck aus allen Lagen zielstrebig in Richtung EC-Torwart Felix Bick. Am Ende hatten die Statistiker 46 Schüsse auf dessen Tor gezählt, alleine 20 in den ersten 20 Minuten.

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Bad Nauheim - mit der gleiche Besetzung wie am Freitag agierend - hatte merklich Probleme mit dem zu erwartenden mutigem Forechecking der Gastgeber. Vor der ersten Pause kamen die Wetterauer so gut wie gar nicht kontrolliert in die gegnerische Zone, fanden offensiv, selbst mit vier Kontingentstürmern, keinen Zugriff. Einziges Lebenszeichen: ein Pfostenschuss von Marcel Kahle.

Nach 21 Minuten war bereits die vierte Hinausstellung für Bad Nauheim zu notieren; das ist zu viel, angesichts eines seit Wochen schlanken Kaders. Ex-Teufel Kevin Lavallle erhöhte mit einem weiteren verdeckten Schuss auf 4:0. Da war nicht einmal die Hälfte der Spielzeit abgelaufen.

EC Bad Nauheim: Zweimal das Momentum nicht genutzt

Heilbronn spielte energiegeladen, willig, zweikampfstark. Die Gäste wirkten hingegen in vielen Phasen müde, überspielt. Und dennoch: Beim 2:5 (41.) und beim 3:6 (50.) wechselte kurzzeitig das Momentum. Bad Nauheim, das ungewohntermaßen zwei Unterzahl-Gegentore kassierte, hatte nun sogar ein Powerplay, konnte diesen letzten Strohhalm aber nicht ergreifen. Heilbronn schraubte das Resultat in die Höhe. Bei den Falken hatten Alex Lambacher und Justin Kirsch am Ende je vier Scorerpunkte gesammelt.

Im Stenogramm: Heilbronner Falken - EC Bad Nauheim

Heilbronner Falken: Pantkowski - Maschmeyer, Kurz, Sharrow, Pavlu, Mapes, Eberhadt - Ranta, Gibson, Dämon, Kirsch, Lavallee, Bernhardt, Soramies, Helms, Lambacher, Bettahar, Gelke.

EC Bad Nauheim: Bick - Pruden, Stiefenhofer, Slaton, Shevyrin, Ketter, Geitner - Cody Sylvester, Hamill, Oakley, Bires, Dustin Sylvester, Ratmann, Kahle, Brandl, Reimer.

Steno: Tore: 1:0 (1.) Kirsch (Bettahar, Pavlu), 2:0 (2.) Soramies (Lambacher, Helms), 3:0 (8.) Maschmeyer (Kirsch, Lambacher - 5-4), 4.1 (26.) Lavallee (Eberhardt, Kirsch), 4:1 (35.) Dustin Sylvester (Cody Sylvester, Hamill- 5-4), 5:1 (39.) Soramies (Lambacher, Helms), 5:2 (41.) Cody Sylveste (Hamill), 6:2 (47.) Lambacher (Kirsch, Maschmayer - 5-4), 6:3 (51.) Ketter (Geitner), 7:3 (54.) Sharrow, 8:3 (56.) Gibson (Mapes, Sharrow), - Schiedsrichter: Haupt/Sicorschi. - Strafminuten: Heilbronn 8, Bad Nauheim 12. - Zuschauer: 1569.

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