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Viel Betrieb vor Torwart Bastian Kucis, der hier von Daniel Stiefenhofer unterstützt wird. In Landshut verliert der EC Bad Nauheim mit 1:6. Foto: Gerleigner

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Qualitativ zu dünn besetzt

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Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim unterliegt beim EV Landshut am Dienstag mit 1:6. Und der nächste Ausfall droht.

Der sportliche Qualitätsverlust durch die zahlreichen Ausfälle im Kader ist dann eben doch zu groß. Der EC Bad Nauheim unterlag am Dienstagabend im Nachholspiel der Deutschen Eishockey-Liga 2 beim EV Landshut mit 1:6 (0:2, 1:2, 0:2).

Und der nächste Ausfall droht: Für Marvin Ratmann war die Partie vorzeitig beendet, nachdem er von Philipp Messing Mitte des Schlussabschnitts hart gecheckt worden war. Den Treffer für die Roten Teufel erzielte Andreas Pauli (32.).

Neuzugang Jack Combs, der DEL-Toptorjäger der Saison 2016/17, war am Morgen mit Verspätung in Bad Nauheim eingetroffen und hatte sich mit auf den Weg nach Landshut gemacht; spielen durfte er allerdings nicht. "Wir haben alles versucht, um bis zur Kadermeldung eine Stunde vor Spielbeginn eine Spielberechtigung zu erhalten. Das ist uns wegen des engen Zeitfensters leider nicht gelungen", sagt Andreas Ortwein, der Geschäftsführer. Kurzfristig fehlte Mick Köhler (krank). Sein Debüt gab derweil Luis Üffing. Der Stürmer ist aktuell Topscorer der U20-Mannschaft von Kooperationspartner Köln und erhielt am Ende gar Eiszeit im Powerplay.

Im Tor kam Bastian Kucis zu seinem dritten Saison-Einsatz. Und er hatte auch gleich ordentlich Betrieb an seinem Arbeitsplatz. Mit 0:2 ging es in die erste Pause. An den beiden Gegentreffern war die Nummer zwei der Roten Teufel - oft allein gelassen - schuldlos. Beim 1:0 für Landshut durch einen Schlenzer von Alexander Dersch wurde Kucis durch dessen unbedrängten Mitspieler irritiert (9.). Dem zweiten Treffer 30 Sekunden vor der Pause ging ein Fehlpass von Daniel Ketter voraus. Nutznießer war Marc Schmidpeter. Bad Nauheim lauerte erwartungsgemäß auf Konterchancen. Zu mehr als Nadelstichen reichte es vor dem ersten Wechsel nicht.

Zum zweiten Abschnitt wurde Bad Nauheim aktiver und hatte gleich in der Anfangsphase durch Robin Palka (24.), Andrej Bires (25.), Marcel Kahle und Simon Gnyp (beide 26.) beste Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. Die Roten Teufel liefen dann allerdings in einen Konter, den Schmidpeter mit dem Tor zum 3:0 (28.) für den FVL abschließen konnte. Im Gegenzug verfehlte Marc El-Sayed. Und damit war die beste Phase der Gäste auch schon wieder beendet. Mit dem zweiten Powerplay erhöhte Jeff Hayes per Rebound auf 4:0 (31.). Der Anschlusstreffer durch Andres Pauli (32.) war nicht mehr als ein Strohfeuer.

Spätestens nach dem Tor zum 5:1 durch Fischhaber zu Beginn des letzten Abschnitts war die Partie entschieden. Robbie Czarnik setzte mit dem zweiten Powerplay-Treffer des EVL an diesem Abend dann den Schlusspunkt (52.)

EV Landshut: Hübl - Wehrs, Zimmermann, Kronthaler, Dersch, Ostwald, Messing, Geitner - Czarnik, Brandl, Pompej, Hofbauer, Ehl, Forster, Fischhaber, Schmidpeter, Hayes, Trinkberger, Gollenbeck, Baßler.

EC Bad Nauheim: Kucis - Ketter, Gnyp, Kokkila, Sekesi, Slaton, Stiefenhofer, Heyer -Pauli, El-Sayed, Bires, Gibbons, Strodel, Ratmann, Kahle, Palka, Cornett, Üffing.

Tore: 1:0 (9.) Dersch (Kronthaler, Ehl), 2:0 (20.) Schmidpeter (Hayes, Fischhaber), 3:0 (28.) Schmidpeter (Gollenbeck), 4:0 (31.) Hayes (Pompej, Czarnik - 5-4), 4:1 (32.) Pauli (El-Sayed, Bires), 5:1 (44.) Fischhaber (Kronthaler, Geitner), 6:1 (52.) Czarnik (Pompej, Wehrs - 5-4). - SR.: Bauer/Sicorschi. - Strafen: Landshut 12, Bad Nauheim 14. - Zuschauer: 1931

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