EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Ein Punkt nach Zwei-Tore-Führung

  • Michael Nickolaus
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Das hätte nicht sein müssen! Der EC Bad Nauheim geht gegen die Heilbronner Falken nach Penaltyschießen als Verlierer vom Eis. Ein Spieler der Roten Teufel wird die Partie ewig in Erinnerung behalten.

Das hätte nicht sein müssen! Bad Nauheim war im Spiel Fünf-gegen-fünf die bessere Mannschaft, hatte eine Vielzahl an Chancen der gehobenen Kategorie, zwischenzeitlich einen Zwei-Tore-Vorsprung und ging am Ende mit nur einem Zähler vom Eis. Zu wenig. Mit 3:4 (2:1, 1:1, 0:1/0:1) nach Penaltyschießen unterlagen die Roten Teufel am Freitagabend vor 1925 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion den Heilbronner Falken. Ein Spieler der Hessen wird die Partie sicher ewig in Erinnerung behalten: Garret Pruden. Das 19-jährige Eigengewächs erzielte seinen ersten Treffer in der Deutschen Eishockey-Liga 2. Zudem trafen James Livingston und Daniel Stiefenhofer für Bad Nauheim. "Die Mannschaft hat sehr viel investiert, ist aber auch an Marko Pantkowski im Tor der Gäste verzweifelt", resümierte EC-Trainer Christof Kreutzer.

EC Bad Nauheim: Garret Prüden erzielt erstes DEL2-Tor

Ihre Schlüsselmomente hatte die Begegnung Mitte des zweiten Abschnitts. Binnen 43 Sekunden kassierte Bad Nauheim - zu diesem Zeitpunkt das Spiel kontrollierend und mit 3:1 in Führung liegend - gleich zwei Hinausstellungen nach Wechselfehlern. In dieser doppelten Unterzahl erzielten die Falken den Anschluss und bekamen Auftrieb. Es war zugleich der zweite Powerplay-Treffer aus bis dahin drei Überzahlspielen. Zwar trafen auch die Badestädter mit einem Spieler mehr auf dem Eis; doch das reichte eben nicht.

Sein Debüt im Trikot der Roten Teufel gab nach nur einem lockeren Anschwitzen am Morgen Verteidiger Denis Shevyrin. Die vierte Angriffsreihe ergänzte derweil der etatmäßige Abwehrspieler Jannik Woidkte. Shevyrin hatte einen ordentlichen Einstand.

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Bad Nauheim hatte gleich die besseren Szenen. Einen Drei-gegen-eins-Konter krönte Livingston mit dem Führungstreffer (10.). Drei Minuten später wurde Greg Gibson im Slot alleine gelassen, erzielte den Ausgleich. Die erneute Führung ging auf das Konto von Stiefenhofer, der im Powerplay energisch vor dem Tor nachgesetzt hatte. Der Vorsprung zur Pause mag in der Entstehung glücklich, aber verdient gewesen sein.

Mit drei Hinausstellungen binnen fünf Minuten - nach dem Pruden-Tor zum 3:1 (24.) - beraubten sich die Hausherren Mitte der Partie selbst dem Spielfluss. Den Zorn des Publikums zog sich Falken-Torwarte Mirko Pantkowski auf sich. Dem Keeper konnte man durchaus unterstellen, gleich zweimal binnen weniger Minuten das Tor bewusst mit einem Kick gegen den Pfosten verschoben und eine Torchance unterbunden zu haben; ungestraft im übrigen. Allerdings: Mit seinen Paraden avancierte der junge Schlussmann zugleich zur spielentscheidenden Figur. Ex-Teufel Kevin Lavallee traf zum 3:3 (42.). Bad Nauheim konnte mit engagiertem Spiel Puckverluste und Turnovers erzwingen, daraus aber einfach kein Kapital schlagen. In der Verlängerung verspielten die Gastgeber dann noch ihre letzte Powerplaychance.

EC Bad Nauheim: Hane - Ketter, Stiefenhofer, Dalhuisen, Mannes, Slaton, Geitner, Shevyrin - Reimer, Bires, Cody Sylvester, Krestan, Dustin Sylvester, Livingston, Kahle, Hadraschek, Brandl, Ratmann, Kolb, Woidtke.

Heilbronner Falken: Pantkowski - Mapes, Eberhard, Maschmeyer, Pavlu, Möller, Kurz - Bettahar, Helms, Ross, Gibson, Damon, Ranta, Kirsch, Lavallee, Bernhardt, Preto, Gelke.

Steno: Tore: 1:0 (11.) Livingston (Ketter, Dustin Sylvester), 1:1 (13.) Gibson (Damon, Maschmeyer - 5-4), 2:1 (20.) Stiefenhofer (Dalhuisen, Dustin Sylvester - 5-4), 3:1 (24.) Pruden (Cody Sylvester, Reimer), 3:2 (30.) Kirsch (Ranta, Lavallee - 5-3), 3:3 (42.) Lavallee (Kirsch, Ross, 3:4 Ranta (Penalty. - Schiedsrichter: Fischer/Steinecke. - Strafminuten: Bad Nauheim 12, Heilbronn 12. - Zuschauer: 1925.

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