EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Die Party geht weiter

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Die Party geht weiter! Der EC Bad Nauheim schlägt den EHC Freiburg nach einem Zwei-Tore-Rückstand mit 3:2 und profitiert von Patzern der Konkurrenz.

Die Party geht weiter. Einfach immer weiter. Vor 2655 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion baute der EC Bad Nauheim am Freitagabend seine Siegesserie im letzten Hauptrundenviertel der Deutschen Eishockey-Liga 2 weiter aus. Mit 3:2 (1:2, 2:0, 0:0) wurde der EHC Freiburg geschlagen, der neunte Sieg während der letzten zehn Spiele. Die Roten Teufel unterstrichen damit ihre Ambitionen auf Platz sechs und die direkte Playoff-Qualifikation. Am Sonntag (18.30 Uhr) geht’s zum Derby nach Frankfurt.

»Das war sehr viel Arbeit und sicher nicht unser bestes Spiel. In der neutralen und der defensiven Zone haben wir nicht gut verteidigt. Am Ende zählen aber die drei Punkte«, sagte Petri Kujala, der Trainer der Roten Teufel, die bei ihrem Erfolg zudem von Patzern der unmittelbaren Verfolger (Dresden verliert gegen Weißwasser, Ravensburg gibt gegen Bad Tölz einen Punkt ab) profitierten. Leos Sulak, der Gäste-Coach, ärgerte sich derweil über die Überzahl-Situation, die das Siegtor ermöglicht hatte. »Bei dieser Hinausstellung sollte sich jeder selbst ein Bild machen.«  

EC Bad Nauheim profitiert von Doppelschlag

Wie schon in den letzten beiden Heimspielen profitierten die Gastgeber von einem Doppelschlag. 2:38 Minuten lagen diesmal zwischen den Treffern von Cody Sylvester (in Unterzahl/38.) und Radek Krestan (in Überzahl/40.), mit denen der frühe Rückstand in die knappe Führung, den Endstand, verwandelt wurde. Dusan Frosch hatte kurz vor Ende des ersten Abschnitts nach einem 0:2 (6./13.) den Anschluss hergestellt.  

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Freiburg-Gastspiele in Bad Nauheim waren in der Vergangenheit selten schön anzuschauen. Destruktiv verrammeln die Breisgauer zumeist ihr Verteidigungsdrittel, lauern auf Konter und setzen auf Kaltschnäuzigkeit. Und das Freitag-Spiel reiht sich hier ein. Bad Nauheim wirkte - vielleicht selbst ein wenig überrascht von der Erfolgsserie - anfangs ein wenig gehemmt, fand diesmal erst mit Anlauf in die Partie, rieb sich an den Banden auf. Vorne konnten die Hausherren von den vielen Abprallern von Miroslav Hanuljak im Gäste-Tor nicht profitieren, defensiv fehlte zunächst die Ordnung. Durch Dennis Meyer (schön rausgespielt in Überzahl) und Marc Wittfoth (im Slot offenbar übersehen) übernahmen die Wölfe die Führung. Bad Nauheim, das zeichnete sich ab, würde wohl reichlich Geduld aufbringen müssen.  

Dusan Frosch mit dem Anschlusstor

In der 17. Minute verfehlte Frosch aus kurzer Distanz das leere Tor. Eine Minute später traf der Routinier, aus weit schwieriger Position - 1:2. Bad Nauheim kam offensivstärker aus der Kabine, doch fehlte lange Zeit das Quäntchen Glück. Steve Slaton hatte freie Bahn, Nicklas Mannes traf die Latte, James Livingston blieb glücklos. Letztlich traf Cody Sylvester mit einer wahren Energieleistung (einem Unterzahl-Break in Bedrängnis) zum Ausgleich. Als Bad Nauheim wenig später - für viele überraschend in Überzahl agieren durfte, fand Krestan die Lücke zum Führungstor.  

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Der letzte Abschnitt entwickelte sich - trotz Gastgeber-Überlegenheit im Spiel Fünf-gegen-Fünf - zu einer Zitterpartie. Der Grund: Die Roten Teufel machten sich mit zahlreichen Unterzahl-Situationen selbst das Leben schwer. Sei’s drum! Am Ende holte Bad Nauheim die Punkte

EC Bad Nauheim: Bick – Brandt, Mannes, Ketter, Erk, Slaton – Niederberger, Sylvester, Frosch, Livingston, McNamee, Krestan, Ratmann, Meisinger, Lange, Pauli, Kolb, Bettahar.

EHC Freiburg: Hanuljak – Brückmann, Kästle, Zib, Meyer, Rießle, Federolf, Maly – Billich, Linsenmaier, Babka, Duda, Wittfoth, Herm, Bräuner, Saccomani, Airich, Cihak.

Tore:

0:1 (6.) Meyer (Linsenmaier, Billich - 5-4)

0:2 (13.) Wittfoth (Duda, Herm)

1:2 (18.) Frosch (Niederberger, Sylvester)

2:2 (38.) Sylvester (4-5)

3:2 (40.) Krestan (Brandt, McNamee - 5-4)

Schiedsrichter: Tony Engelmann/Daniel Kannengießer

Strafminuten: Bad Nauheim 14 plus zehn Minuten (Livingston), Freiburg 12 plus zehn Minuten (Brückmann)

Zuschauer: 2655.

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