EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Nur noch drei Zähler Rückstand auf den Tabellenführer

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Kaum zu glauben! Der EC Bad Nauheim belegt nach einem 6:2-Erfolg gegen Bad Tölz zum ersten Mal in dieser Saison Platz vier. Und gerade einmal drei Zähler trennen die Roten Teufel von der Spitze.

Erstmals Vierter. Und bis zum Tabellenführer sind’s gerade einmal noch drei Zähler. Der EC Bad Nauheim mischt die Deutsche Eishockey-Liga 2 auch im letzten Viertel der Hauptrunde munter auf und bietet im Colonel-Knight-Stadion inzwischen auch regelmäßig ein echtes Spektakel. Beim 6:2 (1:1, 5:1, 0:0)-Erfolg gegen die Tölzer Löwen drehten die Roten Teufel zunächst einen Rückstand binnen 56 Sekunden (3:2 nach 1:2), nutzen schließlich binnen 1:24 Minuten drei (!) Powerplay-Möglichkeiten, um auf 6:2 zu erhöhen und verzückten so die Fans. "Oh, wie ist das schön", hallte es durch den Kurpark. Für die Gäste bei allen drei Gegentoren auf der Strafbank: Tyler Gron, der erst während der Woche verpflichtet worden war.

"Nach vorne und nach hinten ist in der Tabelle noch alles möglich. Wir blicken von Spiel zu Spiel", sagt Christof Kreutzer, der als Trainer der Hessen beim elften Heimsieg in Serie ebenfalls von den "nur" 2234 Zuschauern gefeiert worden war.

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"Im ersten Abschnitt hat uns noch etwas die Konsequenz gefehlt. Ab dem zweiten Drittel haben sich die Jungs wieder gegenseitig unterstützt. Dass die Mannschaft das letzte Drittel so routiniert herunter spielen konnte, hat sie sich in den letzten Wochen erarbeitet", resümierte Kreutzer. Sein Kollege Scott Beattie ärgerte sich, dass seine Mannschaft im zweiten Abschnitt "den Fokus verloren und zu viele Strafzeiten genommen" habe.

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Mit Dennis Reimer, Dustin Sylvester, Marcel Kahle, Radek Krestan, Maximilian Hadraschek und Daniel Stiefenhofer trugen sich gleich sechs verschiedene Spieler in die Torschützenliste ein und unterstrichen die Ausgeglichenheit im Kader. Bei Tölz sorgte einzig das Trio mit Ex-Teufel Andreas Pauli, Lubor Dibelka und Stephan Mac Auley für Gefahr und zeigte die eine oder andere defensive Lücke der Roten Teufel auf.

EC Bad Nauheim: Drei Tore binnen 84 Sekunden

Im Grunde genommen – das wurde rasch deutlich – würde sich Bad Nauheim diesmal allenfalls selbst im Weg stehen. Zu zahlreich waren die vielversprechend herausgespielten Tormöglichkeiten, und von wenigen Phasen abgesehen auch zu stabil das Spiel in der eigenen Zone, das von den Tölzern allenfalls 40 Minuten lang auf die Probe gestellt wurde.

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Bis zur 38. Minute konnten sich die Gäste bei Torwart Ben Meisner bedanken, dass dieser sie im Spiel hielt; unter anderem mit einem parierten Penalty gegen Dustin Sylvester. Nach den drei Gegentreffern binnen 84 Sekunden hockte sich der Keeper dann aber zu einem unspektakulären Schlussabschnitt, in dem die Fans euphorisch ihre Jubel-Evergreens anstimmten, auf die Bank.

Im Stenogramm: EC Bad Nauheim - Tölzer Löwen

EC Bad Nauheim: Bick - Slaton, Pruden, Dalhuisen, Stiefenhofer, Ketter, Shevyrin, Geitner - Brandl, Hadraschek, Reimer, Bires, Dustin Sylvester, Krestan, Ratmann, Hamill, Kahle, Schug.

Tölzer Löwen: Meisner (ab 41. Mechel) - Borer, Gschmeißner, Wehrs, Heinzinger, Reiter, Kraus - Gron, Drews, Sedlmayr, Dibelka, MacAuley, Pauli, Hörmann, Edfelder, Stroble, Horschel.

Tore:

1:0 (6.) Reimer (Hadraschek, Brandl) 1:1 (12.) Dibelka (Wehrs, Mac Auley - 5-4) 1:2 (24.) Mac Auley (Pauli, Dibelka) 2:2 (26.) Dustin Sylvester (Krestan, Dalhuisen) 3:2 (27.) Kahle (Shevyrin, Hamill) 4:2 (39.) Krestan (Reimer, Brandl - 5-4) 5:2 (40.) Hadraschek (Dustin Sylvester, Hamill - 5-4) 6:2 (60.) Stiefenhofer (Hadraschek, Hamill - 5-4). -

Schiedsrichter: Apel/Falten

Strafminuten: Bad Nauheim 6, Bad Tölz 12 plus zehn Minuten (Mac Auley)

Zuschauer: 2234

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