EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Niederlage in Bietigheim

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Der EC Bad Nauheim hat bei den Bietigheim Steelers zweimal einen Rückstand ausgeglichen, unterliegt aber mit 3:5. Offensiv kam von den Roten Teufel diesmal zu wenig.

Bad Nauheim hatte zweimal einen Rückstand ausgeglichen. In Führung hatten die Roten Teufel allerdings nie gelegen. Am Ende unterlag die Mannschaft von Christof Kreutzer am Freitagabend in der Deutschen Eishockey-Liga 2 bei den Bietigheim Steelers mit 3:5 (0:1, 1:3, 1:1). Und das geht so auch in Ordnung. Schlüsselmomente: Die Minuten 34 bis 36. Da verpassten die Hessen während einer seltenen Überzahl-Situation (insgesamt nur vier Hinausstellungen) den möglichen erneuten Ausgleich, stattdessen baute der amtierende Zweitliga-Meister - kaum komplett - seinen Vorsprung erstmals auf zwei Tore aus (4:2). Für die Gäste, die offensiv wenig zustande brachten (nur 20 Torschüsse insgesamt), war dies nicht aufzuholen. Zu souverän präsentierten sich die Hausherren, deren Sieg nie in Gefahr geriet.

"Wenn man hier mit 3:5 verliert, hört sich das vielleicht gar nicht so schlecht an. Ich war allerdings mit anderen Erwartungen hierher gefahren. Leider hat die Mannschaft nicht über 60 Minuten mit der nötigen Konsequenz gespielt", bilanzierte Kreutzer, während Kollege Hugo Boisvert "sehr zufrieden" war. "Defensiv hatten wir die Kontrolle, und offensiv konnten wir immer etwas kreieren."

EC Bad Nauheim: Mit Nils Flemming auf der Bank

Bei den Roten Teufeln stand erstmals in dieser Hauptrunde Nils Flemming im Kader. Er vertrat den erkrankten Jan Guryca und ist am zehnten Spieltag bereits der fünfte Torwart, den die Hessen auf dem Spielbericht notiert haben. Die Gastgeber mussten erneut auf Shawn Weller und Tyler McNeely, zwei ihrer so torgefährlichen Nordamerikaner, verzichten.

Die Partie nahm im Grunde genommen erst ab dem zweiten Drittel an Fahrt auf; natürlich auch dank der fünf Treffer in den zweiten 20 Minuten. Während Bad Nauheim durch Max Hadraschek (Rebound nach James-Livingston-Vorarbeit/24.) und Radek Krestan (Bauerntrick/27.) zwei seiner ganz wenigen offensiven Szenen nutzte, vergaben die Steelers gegen den jungen Hendrik Hane im Tor der Roten Teufel zunächst schludrig, profitierten dann aber von ihrer individuellen Klasse.

EC Bad Nauheim: Offensiv zu harmlos

Dennis Swinnen schlug zweimal eiskalt zu (beim vierten Tor sehenswert nach einem sogenannten No-Lock-Pass von Norman Hauner), das zwischenzeitliche 1:1 beantwortete Matt McKnight nur elf Sekunden später mit dem 2:1, und schließlich bugsierte sich Hane bei einem Rettungsversuch gegen Marcus Sommfeld den Puck unglücklich selbst über die eigene Torlinie (3:2). Bei gleich drei dieser vier Treffer standen die Gäste nicht eng genug am Mann. Gegen eine Mannschaft von der offensiven Qualität der Steelers ist dies natürlich sträflich.

Das letzte Drittel spulten die Steelers ganz überlegen herunter. Bietigheim erhöhte durch Hauner gar noch auf 5:2, ehe Daniel Stiefenhofer im Nachschuss den Endstand besorgte.

Bietigheim Steelers: Martinovic - Prommersberger, Steingroß, Corrin, Goc, Schoofs, Hüfner - Lukes, Cabana, Zientek, Sommerfeld, McKnigt, Preibisch, Hauner, Weitzel, Swinnen, Kuqi.

EC Bad Nauheim: Hane - Dalhuisen, Mannes, Slaton, Pruden, Ketter, Stiefenhofer, Woidtke, Geitner - Livingston, Dustin Sylvester, Krestan, Bires, Cody Sylvester, Reimer, Brandl, Hadraschek, Kahle, Ratmann, Kolb, Strodel.

Steno: Tore: 1:0 (20.) Swinnen (Hauner, Wenzel), 1:1 (24.) Hadraschek (Livingston), 2:1 (24) McKnight (Sommerfeld, Preibisch), 2:2 (27.) Krestan (Livingston, Dustin Sylvester), 3:2 (29.) Sommerfeld (Preibisch, Schoofs), 4:2 (36.) Swinnen (Hauner, Steingross), 5:2 (53.) Hauner (Wenzel), 5:3 (58.) Stiefenhofer (Ketter, Bires). - Schiedsrichter: Aumüller/Brill. - Strafminuten: Bietigheim 6, Bad Nauheim 2. - Zuschauer: 2111.

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